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ETF-Handel: Anleger behalten die Nerven
13.07.16 09:59
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Vor dem Hintergrund zunächst fallender Aktienmärkte blieben ETF-Anleger in der vergangenen Woche am Ball, so die Deutsche Börse AG.
"Investoren sind sehr aktiv", beschreibe Carsten Schröder von der Commerzbank den ETF-Handel. "Trotz US-Feiertag liegen wir mit knapp 30.000 ETF-Trades immer noch deutlich über dem Durchschnitt." Über alle Anlageklassen hinweg hätten mit 63 Prozent klar die Käufe dominiert.
Nach anfänglichen Verlusten sei es mit zahlreichen europäischen Aktienindices seit Mitte der Woche wieder bergauf gegangen. Der DAX habe am Dienstag erneut die 10.000 Punkte-Marke gekratzt und habe seit Mittwoch über 6 Prozent gut gemacht. Ebenso habe der EURO STOXX 50 zugelegt und notiere aktuell über 2.900 Punkte. Auch der FTSE 100, der trotz drohendem Austritt der Briten aus der europäischen Staatengemeinschaft seit Januar immerhin ein Plus von knapp 10 Prozent aufweise, habe übrigens hinzugewinnen können.
"Von einem möglichen Brexit und Meldungen über faule Kredite italienischer Banken in beträchtlicher Höhe ließen Anleger sich nicht verschrecken", berichte Marcel Sattler von der ICF Bank, der von überwiegendem Zuspruch insbesondere für Tracker europäischer Standardindices spreche. Besonders häufig seien DAX- (ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01, ISIN DE000ETFL060 / WKN ETFL06) und MDAX-ETFs in den Anlegerdepots gelandet.
Schröders Kunden hätten ebenfalls auf Bluechips im deutschen Aktienindex (ISIN LU0378438732 / WKN ETF001, ISIN IE00B53QG562 / WKN A0YEDX, ISIN FR0010377028 / WKN LYX0BT), aber auch auf Aktien im EURO STOXX 50 (ISIN: DE0005933956/ WKN 593395, ISIN LU0155367302 / WKN 778188, ISIN FR0010816041 / WKN LYX0A5) vertraut. "Bei beiden überwogen die Käufe."
Als auffallend beschreibe Oliver Kilian von der UniCredit die zunehmenden Kundenaktivitäten im Day-Trading. Die hohe Volatilität an den Aktienmärkten habe nicht wenige Anleger beispielsweise in DAX-Indexfonds gelockt, die kurz darauf wieder abgestoßen würden.
Globale Indices wie der MSCI World kämen bei den Kunden der UBS besonders gut an, wie Dag Rodewald registriere. Auf Nachhaltigkeit hätten Käufer von ETFs gesetzt, die an den MSCI World Socially Responsible Index (ISIN LU0629459743 / WKN A1JA1R) gekoppelt seien. "Der Wert steht bei Anlegern seit geraumer Zeit hoch im Kurs." Der zugrunde liegende Index enthalte Bluechip- und Midcap-Aktien aus 23 entwickelten Märkten, die sich besonders um Themen wie Umweltschutz und soziale Verantwortung verdient machen würden.
Bessere Erträge hätten sich Käufer von DB Equity Quality Factor Index-Produkten erhofft. Der Index ziele auf Unternehmen aus dem MSCI World mit qualitativ hochwertigen Erträgen. "Auch hier überwiegen die Zuflüsse."
Schröder melde Interesse an MSCI Europe Minimum Volatility Index-Produkten (ISIN IE00B86MWN23 / WKN A1J783), die ebenfalls in Summe auf den Einkaufslisten stünden.
Aktien aus Schwellenländern etwa im MSCI Emerging Markets (ISIN IE00B0M63177 / WKN A0HGWC) würden sowohl Schröder als auch Kilian auf der Habenseite führen. Das Interesse an asiatischen Schwellenländern beschreibe der Händler der UniCredit hingegen als eher gering. Nach dem britischen Referendum hätten sich Anleger Rodewald zufolge von MSCI Japan- und MSCI EMU-ETFs mit Absicherung gegenüber dem Britischen Pfund getrennt.
Bei Festverzinslichem stünden Käufe ein- bis dreijähriger europäischer Staatsanleihen (ISIN LU0248173188 / WKN A0JJ05) ganz vorn in der Umsatzbestenliste, wie Schröder feststelle. "Per Saldo abgegeben werden Anteile an Portfolios, die von einem fallenden Euro-Bund-Future profitieren." Bei den Kunden der UniCredit seien sieben- bis zehnjährige US-Staatsanleihen und Tracker des eb.rexx Money Market (ISIN DE000A0Q4RZ9 / WKN A0Q4RZ) in den Vordergrund gerückt, nachdem Anleger in der vergangenen Woche überwiegend hochverzinsliche Unternehmensanleihen favorisiert hätten. "Beide wurden in Summe gekauft."
Bei den Branchen-ETFs stünden laut Schröder der Finanz- und Immobiliensektor im Anlegerfokus. MSCI Europe Banks-, STOXX Europe 600 Banks- und EURO STOXX Banks-ETFs würden unterm Strich gekauft. "Hier liegt das Verhältnis von Zu- und Abflüssen bei 55 zu 45 Prozent." Die überwiegenden Käufe britischer Immobilien etwa im UK Property Index (ISIN IE00B1TXLS18 / WKN A0MZWN) würden den Händler überraschen. Immerhin hätten Unternehmen wie Standard Life, Aviva und M&G, Henderson, Columbia Threadneedle und Canada Life die Rücknahme von Anteilen ihrer britischen Immobilienfonds vorübergehend ausgesetzt und die Abschreibungen erhöht. Die Branche fürchte um ausländische Investoren. (Ausgabe vom 12.07.2016) (13.07.2016/fc/a/e)
"Investoren sind sehr aktiv", beschreibe Carsten Schröder von der Commerzbank den ETF-Handel. "Trotz US-Feiertag liegen wir mit knapp 30.000 ETF-Trades immer noch deutlich über dem Durchschnitt." Über alle Anlageklassen hinweg hätten mit 63 Prozent klar die Käufe dominiert.
Nach anfänglichen Verlusten sei es mit zahlreichen europäischen Aktienindices seit Mitte der Woche wieder bergauf gegangen. Der DAX habe am Dienstag erneut die 10.000 Punkte-Marke gekratzt und habe seit Mittwoch über 6 Prozent gut gemacht. Ebenso habe der EURO STOXX 50 zugelegt und notiere aktuell über 2.900 Punkte. Auch der FTSE 100, der trotz drohendem Austritt der Briten aus der europäischen Staatengemeinschaft seit Januar immerhin ein Plus von knapp 10 Prozent aufweise, habe übrigens hinzugewinnen können.
"Von einem möglichen Brexit und Meldungen über faule Kredite italienischer Banken in beträchtlicher Höhe ließen Anleger sich nicht verschrecken", berichte Marcel Sattler von der ICF Bank, der von überwiegendem Zuspruch insbesondere für Tracker europäischer Standardindices spreche. Besonders häufig seien DAX- (ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01, ISIN DE000ETFL060 / WKN ETFL06) und MDAX-ETFs in den Anlegerdepots gelandet.
Schröders Kunden hätten ebenfalls auf Bluechips im deutschen Aktienindex (ISIN LU0378438732 / WKN ETF001, ISIN IE00B53QG562 / WKN A0YEDX, ISIN FR0010377028 / WKN LYX0BT), aber auch auf Aktien im EURO STOXX 50 (ISIN: DE0005933956/ WKN 593395, ISIN LU0155367302 / WKN 778188, ISIN FR0010816041 / WKN LYX0A5) vertraut. "Bei beiden überwogen die Käufe."
Globale Indices wie der MSCI World kämen bei den Kunden der UBS besonders gut an, wie Dag Rodewald registriere. Auf Nachhaltigkeit hätten Käufer von ETFs gesetzt, die an den MSCI World Socially Responsible Index (ISIN LU0629459743 / WKN A1JA1R) gekoppelt seien. "Der Wert steht bei Anlegern seit geraumer Zeit hoch im Kurs." Der zugrunde liegende Index enthalte Bluechip- und Midcap-Aktien aus 23 entwickelten Märkten, die sich besonders um Themen wie Umweltschutz und soziale Verantwortung verdient machen würden.
Bessere Erträge hätten sich Käufer von DB Equity Quality Factor Index-Produkten erhofft. Der Index ziele auf Unternehmen aus dem MSCI World mit qualitativ hochwertigen Erträgen. "Auch hier überwiegen die Zuflüsse."
Schröder melde Interesse an MSCI Europe Minimum Volatility Index-Produkten (ISIN IE00B86MWN23 / WKN A1J783), die ebenfalls in Summe auf den Einkaufslisten stünden.
Aktien aus Schwellenländern etwa im MSCI Emerging Markets (ISIN IE00B0M63177 / WKN A0HGWC) würden sowohl Schröder als auch Kilian auf der Habenseite führen. Das Interesse an asiatischen Schwellenländern beschreibe der Händler der UniCredit hingegen als eher gering. Nach dem britischen Referendum hätten sich Anleger Rodewald zufolge von MSCI Japan- und MSCI EMU-ETFs mit Absicherung gegenüber dem Britischen Pfund getrennt.
Bei Festverzinslichem stünden Käufe ein- bis dreijähriger europäischer Staatsanleihen (ISIN LU0248173188 / WKN A0JJ05) ganz vorn in der Umsatzbestenliste, wie Schröder feststelle. "Per Saldo abgegeben werden Anteile an Portfolios, die von einem fallenden Euro-Bund-Future profitieren." Bei den Kunden der UniCredit seien sieben- bis zehnjährige US-Staatsanleihen und Tracker des eb.rexx Money Market (ISIN DE000A0Q4RZ9 / WKN A0Q4RZ) in den Vordergrund gerückt, nachdem Anleger in der vergangenen Woche überwiegend hochverzinsliche Unternehmensanleihen favorisiert hätten. "Beide wurden in Summe gekauft."
Bei den Branchen-ETFs stünden laut Schröder der Finanz- und Immobiliensektor im Anlegerfokus. MSCI Europe Banks-, STOXX Europe 600 Banks- und EURO STOXX Banks-ETFs würden unterm Strich gekauft. "Hier liegt das Verhältnis von Zu- und Abflüssen bei 55 zu 45 Prozent." Die überwiegenden Käufe britischer Immobilien etwa im UK Property Index (ISIN IE00B1TXLS18 / WKN A0MZWN) würden den Händler überraschen. Immerhin hätten Unternehmen wie Standard Life, Aviva und M&G, Henderson, Columbia Threadneedle und Canada Life die Rücknahme von Anteilen ihrer britischen Immobilienfonds vorübergehend ausgesetzt und die Abschreibungen erhöht. Die Branche fürchte um ausländische Investoren. (Ausgabe vom 12.07.2016) (13.07.2016/fc/a/e)
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE000ETFL011 | ETFL01 | 223,80 € | 185,50 € | |
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