ETF-Handel: Abwartende Haltung


21.10.20 12:43
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Ungewissheit scheint an den Finanzmärkten derzeit einen größeren Raum einzunehmen, so die Deutsche Börse AG.

Indices wie der S&P 500, Dow Jones Industrial, MSCI World, Nasdaq und DAX lägen seit Anfang vergangener Woche zwischen 2,2 und 3,7 Prozent im Minus. Analog zum Marktgeschehen sehe Andreas Schröer auffällig viele Rückgaben von Nasdaq-ETFs. Zu den Schwerpunkten im Handel mit Indexfonds hätten bei Lang & Schwarz zudem Positionierungen in einem DAX-Produkt mit zweifachem Hebel (ISIN LU0411075020 / WKN DBX0BY) gehört, das von fallenden Kursen profitiere. Mehr Zu- als Abflüsse gebe es für MSCI World-Tracker. "Zum Teil gehen diese auf Sparplanausführungen zurück."

Ein klarer Trend sei nach Meinung von Florian Lenhart derzeit schwer erkennbar. Im ETF-Handel drehe sich vieles um Aktien entwickelter Staaten. Mit dem Kauf von FTSE 250-ETFs hätten Investoren beispielsweise auf britische Nebenwerte gesetzt. Ohne eindeutige Tendenz seien MSCI Europe-Produkte viel gehandelt worden. MSCI USA-Produkte seien wiederum zumeist in den Depots gelandet. "Anleger halten sich mit Investitionen eher zurück", beschreibe der UniCredit-Händler. Vor dem Hintergrund der Diskussionen hinsichtlich eines möglichen zweiten Lock-Downs habe Lenhart für die abwartende Haltung Verständnis. "Die Situation ist für alle neu."

MSCI World-Produkte (ISIN IE00B4L5Y983 / WKN A0RPWH, ISIN LU0392494562 / WKN ETF110) würden bei der Société Générale zu den beliebtesten und meist gekauften Werten zählen, wie Carsten Schröder informiere. Ebenso fänden Anleger zumeist Gefallen an EURO STOXX 50-ETFs (ISIN FR0007054358 / WKN 798328, ISIN DE000ETFL029 / WKN ETFL02). Höhere Zuflüsse zu Indexfonds, die sich am MSCI USA Minimum Volatility Strategy Index (ISIN LU1589349734 / WKN A2DN3T) orientieren würden, seien für den Händler Ausdruck der Unsicherheit am Markt. Anhand eines systematischen Optimierungsmodells messe das zugrunde liegende Barometer die Wertentwicklung einer Minimum-Varianz-Strategie von US-Unternehmen großer und mittlerer Marktkapitalisierung.

"Über alle Anlageklassen hinweg überwiegen bei uns mit 52 Prozent leicht die Verkäufe", fasse Schröder die ETF-Flows der vergangenen Woche zusammen. Von S&P 500- (ISIN: LU1589349734/ WKN DBX0F2) und DAX-Produkten hätten sich seine Kunden zum Teil in größerem Stil getrennt. Im Handel mit Sektor-ETFs hätten Gesundheitsaktien im S&P 500 Health Care den Spitzenplatz belegt, die per Saldo abgeflossen seien. Einen Kaufüberhang mache Schröder für Cloud Computing-Aktien mit Bezug zum BVP Nasdaq Emerging Cloud Index aus.

Im Fixed Income-Sektor sehe Schröder Positionierungen im Barclays Capital Euro Corporate Bond und größere Abflüsse aus sieben- bis zehnjährigen US-Treasuries.

Lenhart spreche von Zuspruch für US-Dollar-Staatsanleihen und Quasi-Staatspapieren von Schwellenländern im J.P. Morgan EMBI Global Core Index (ISIN IE00BVZ6SP04 / WKN A14PHG). Mit dem Einsatz von Währungssicherungsgeschäften ziele der Fonds auf eine Reduzierung der Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Euro. US-Treasuries (ISIN IE00B44CND37 / WKN A1JJTT) seien sowohl gekauft als auch verkauft worden. (Ausgabe vom 20.10.2020) (21.10.2020/fc/a/e)





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