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Devisenmärkte im Fokus


06.02.07 10:16
Swiss Life

Zürich (aktiencheck.de AG) - Die überraschende Zinserhöhung durch die englische Notenbank und der einstweilige Verzicht der japanischen Notenbank auf einen solchen Schritt verstärkten das Zinsdifferenzial unter den Ländern der G10, so die Experten von Swiss Life.

Erneute Aktivitäten in den Carry Trades hätten einerseits für eine weitere Aufwertung des Britischen Pfund und andererseits für zusätzlichen Abwertungsdruck auf den Japanischen Yen und den Schweizer Franken gesorgt. Diese Carry Trades würden die Devisenmärkte nun seit einiger Zeit beherrschen, doch würden sich die Anzeichen mehren, dass sich diese Positionierungen künftig nicht mehr auszahlen könnten. Die japanische Notenbank werde über kurz oder lang eine Normalisierung der Zinsen herbeiführen und von der schweizerischen Nationalbank seien weitere Zinserhöhungen bereits in aller Deutlichkeit angekündigt.

Auf handelsgewichteter Basis sei das Britische Pfund deutlich überbewertet, was Vorsicht bei weiteren Engagements in dieser Währung als angezeigt erscheinen lasse. Das Britische Pfund und der Euro würden davon profitieren, dass verschiedene Notenbanken in ihren Währungsreserven Umschichtungen aus dem US-Dollar vornähmen. Eine solche Verlagerung werde besonders von einzelnen Erdöl exportierenden Ländern aktiv betrieben. Für den Schweizer Franken bestehe das Risiko der Unterbewertung angesichts des hohen Risikoappetits unter den Anlegern einstweilen fort. (Ausgabe vom 25.01.07) (06.02.2007/fc/a/m)