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Deutschland moderates Lohnwachstum
04.01.07 13:51
Swiss Life
Zürich (aktiencheck.de AG) - Die Experten von Swiss Life messen den anstehenden Lohnverhandlungen in Deutschland im derzeitigen Konjunkturaufschwung einen hohen Stellenwert bei.
In den vergangenen Jahren seien die Nominallöhne nur mäßig gestiegen und real seien sie sogar gesunken. Diese Entwicklung sei ein wichtiges Element zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gewesen, dessen Exporte konsequenterweise massiv hätten zulegen können; die Konsumausgaben jedoch hätten darunter gelitten. Angesichts der robusten Konjunktur habe die Lohnforderung der Gewerkschaft IG Metall von 5% bis 8% für das kommende Jahr nicht überrascht.
Die Experten von Swiss Life würden glauben, dass die Löhne aufgrund der rekordhohen Unternehmensgewinne und der sinkenden Arbeitslosigkeit stärker ansteigen würden als in den vergangenen Jahren, wenn auch weniger als von der IG Metall gefordert. Lohnzuwächse würden den Privatkonsum stützen und die Profitmargen der Unternehmen sollten angesichts der hohen Produktivität nicht maßgeblich unter Druck geraten.
Der hohe Wert des GfK-Konsumklimas bestätige die Experten in ihrer Einschätzung für den Privatkonsum. In Deutschland sei die Zahl der Arbeitslosen im November nach vier Jahren erstmals wieder unter die viel beachtete Marke von vier Millionen gefallen. Für die Eurozone würden die Einkaufsmanagerindices und auch der von der Europäischen Kommission berechnete Geschäftsklimaindikator auf ein dynamisches Wachstum hindeuten. Frankreich hingegen scheine aufgrund des sich abschwächenden Immobiliensektors leicht an Dynamik einzubüßen.
Wie erwartet habe die EZB die Zinsen im Dezember auf 3,5% angehoben. Präsident Trichet habe Inflationsrisiken betont, er habe aber weniger besorgt als noch in den vergangenen Pressekonferenzen geklungen. Das moderate Lohnwachstum stelle kein Inflationsrisiko dar und werde die EZB nicht zu vielen weiteren Zinserhöhungen zwingen. (Ausgabe vom 15.12.2006) (04.01.2007/fc/a/m)
In den vergangenen Jahren seien die Nominallöhne nur mäßig gestiegen und real seien sie sogar gesunken. Diese Entwicklung sei ein wichtiges Element zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gewesen, dessen Exporte konsequenterweise massiv hätten zulegen können; die Konsumausgaben jedoch hätten darunter gelitten. Angesichts der robusten Konjunktur habe die Lohnforderung der Gewerkschaft IG Metall von 5% bis 8% für das kommende Jahr nicht überrascht.
Der hohe Wert des GfK-Konsumklimas bestätige die Experten in ihrer Einschätzung für den Privatkonsum. In Deutschland sei die Zahl der Arbeitslosen im November nach vier Jahren erstmals wieder unter die viel beachtete Marke von vier Millionen gefallen. Für die Eurozone würden die Einkaufsmanagerindices und auch der von der Europäischen Kommission berechnete Geschäftsklimaindikator auf ein dynamisches Wachstum hindeuten. Frankreich hingegen scheine aufgrund des sich abschwächenden Immobiliensektors leicht an Dynamik einzubüßen.
Wie erwartet habe die EZB die Zinsen im Dezember auf 3,5% angehoben. Präsident Trichet habe Inflationsrisiken betont, er habe aber weniger besorgt als noch in den vergangenen Pressekonferenzen geklungen. Das moderate Lohnwachstum stelle kein Inflationsrisiko dar und werde die EZB nicht zu vielen weiteren Zinserhöhungen zwingen. (Ausgabe vom 15.12.2006) (04.01.2007/fc/a/m)


