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DWS Floating Rate Notes LC-Fonds: Negative Zinsen - wohin mit den Notgroschen?
24.02.20 12:30
DWS
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Unvorhergesehene Ereignisse können schnell zum finanziellen Problem werden: Das Auto gibt plötzlich den Geist auf, die Waschmaschine verursacht einen Wasserschaden, der Zahnarzt rät zu Implantaten, so die Experten der DWS.
Auf die Mobilität könne man in der Regel nicht verzichten. Und was sei, wenn die Hausratversicherung den Wasserschaden nicht abdecke? Ganz zu schweigen davon, dass man längst vorgehabt habe, eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen - und es dann doch nicht rechtzeitig erledigt habe.
Wer sich in solchen Notfällen den Kopf zumindest nicht über das aufzubringende Geld zerbrechen wolle, sollte auf einen Notgroschen zurückgreifen können. Denn nichts sei ärgerlicher, als wenn man zu dem ohnehin eingetretenen Unglück auch noch sein Konto überziehen und dafür hohe Zinsen zahlen müsse. Liege doch der durchschnittliche Dispozins aktuell bei 9,24 Prozent - die Spanne reiche von 4,11 bis 12,43 Prozent. Oder, oft genauso problematisch, es müssten Geldanlagen aufgelöst werden, wofür der Zeitpunkt gerade sehr ungünstig sei. Etwa wenn Anteile eines Aktienfonds verkauft werden müssten, obwohl der doch gerade so gut laufe.
Aus vorausschauendem Sicherheitsdenken heraus würden die Bundesbürger somit viel Geld auf die hohe Kante legen. Das sei durchaus schlau, solange dieses Kapital nicht gerade daheim unterm Kopfkissen liege. Und mit zu viel des Guten tue man sich auch keinen Gefallen.
Wie groß sollte das Sicherheitspolster sein? Experten würden zu drei Netto-Monatsgehältern raten. Das empfehle auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in ihrer Broschüre "Grundregeln für die Geldanlage". Konkret: Ein verheiratetes Paar mit einem oder mehreren Kindern verfüge über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von durchschnittlich 4981 Euro: So würden schon 14.943 Euro zusammenkommen, die kurzfristig verfügbar sein müssten.
Der Haken: Diese beiseitegelegte Summe bringe auf Girokonto oder Sparbuch nicht nur keine Zinsen, sie drohe mit der Zeit sogar zu schrumpfen. Denn immer mehr der hiesigen Banken würden für Spareinlagen Negativzinsen erheben. Laut dem Verbraucherportal Biallo.de seien es Ende Januar 2020 insgesamt 190 Banken gewesen, davon 90 im Privatkundengeschäft. Die meisten Banken würden zwar noch einen recht hohen Freibetrag gewähren - der Trend gehe aber dahin, dass dieser kleiner werde oder ganz entfalle: Erste Banken und Sparkassen würden bereits Zinsen fürs Ersparte ab dem ersten Cent verlangen. Die Negativzinsen würden im Übrigen nicht immer als solche ausgewiesen, sondern mitunter auch "Verwahrentgelt" heißen. Seien Sparer davon betroffen, müssten sie mit bis zu minus 0,5 Prozent "Vermögensverringerung" für ihre Notgroschen rechnen - jedes Jahr.
Werde also die Finanzreserve nicht gebraucht - was natürlich jedem nur zu wünschen wäre - würden in einem solchen Fall aus den empfohlenen 14.943 zurückgelegten Euro nach fünf Jahren nämlich 14.573,14 Euro, nach zehn Jahren würden sie sogar auf 14.212,44 Euro zusammenschrumpfen - 730,56 Euro wären damit unwiederbringlich verloren.
Hinzu komme der Kaufkraftverlust durch die Inflation. Tatsächlich verliere das Geld ja auch dann an Wert, wenn die Summe auf dem Papier gleichbleibe. Setze man die Inflationsrate bei 1,3 Prozent - der durchschnittlichen Teuerungsrate der vergangenen zehn Jahre - an, reduziere sich das Ersparte um jährlich 1,8 Prozent (1,3 Prozent Inflation plus 0,5 Prozent "Verwahrentgelt"). Der Realzins betrage also minus 1,8 Prozent, wodurch nach zehn Jahren nur noch eine Kaufkraft von 12.461 Euro übrigbliebe - ein sattes Minus von 2483 Euro.
Spätestens an diesem Punkt sollte klar sein, dass es nicht nur darauf ankomme, Rücklagen zu bilden, sondern diese auch geschickt zu verwahren. Andernfalls könne es für Sparer teuer werden, Vorsorge für Notfälle zu betreiben.
Und dafür gebe es Alternativen - ohne schleichende Geldvernichtung. Wichtig für die Aufbewahrung des Notgroschens seien zwei Kriterien: Das Geld müsse schnell verfügbar sein und es dürfe höchstens geringen Wertschwankungen unterliegen. Das treffe zum Beispiel auf den DWS Floating Rate Notes LC zu. Der Fonds investiere in variabel verzinsliche, kurz laufende Anleihen, um möglichst unabhängig von Währungs- und Zinsschwankungen eine positive Rendite zu erzielen. Kurzfristig moderate Kursschwankungen seien auch bei diesem Fonds möglich. Mittel- bis langfristig sei die Wahrscheinlichkeit eines Kapitalverlusts aber gering.
Weil der Fonds zudem die erwirtschafteten Erträge thesauriere, könnten diese im nächsten Jahr wieder neue Rendite erwirtschaften. Der Fonds sei sogar sparplanfähig. Wer also erst dabei sei, sich ein Polster anzusparen, könne dies bequem und automatisiert in Auftrag geben, ohne dass er monatlich an die Rate denken müsse. Kurzum: Es gebe deutlich bessere und sicherere Orte für den Notfallgroschen als das Kopfkissen im heimischen Schlafzimmer oder das Girokonto! (24.02.2020/fc/a/f)
Auf die Mobilität könne man in der Regel nicht verzichten. Und was sei, wenn die Hausratversicherung den Wasserschaden nicht abdecke? Ganz zu schweigen davon, dass man längst vorgehabt habe, eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen - und es dann doch nicht rechtzeitig erledigt habe.
Wer sich in solchen Notfällen den Kopf zumindest nicht über das aufzubringende Geld zerbrechen wolle, sollte auf einen Notgroschen zurückgreifen können. Denn nichts sei ärgerlicher, als wenn man zu dem ohnehin eingetretenen Unglück auch noch sein Konto überziehen und dafür hohe Zinsen zahlen müsse. Liege doch der durchschnittliche Dispozins aktuell bei 9,24 Prozent - die Spanne reiche von 4,11 bis 12,43 Prozent. Oder, oft genauso problematisch, es müssten Geldanlagen aufgelöst werden, wofür der Zeitpunkt gerade sehr ungünstig sei. Etwa wenn Anteile eines Aktienfonds verkauft werden müssten, obwohl der doch gerade so gut laufe.
Aus vorausschauendem Sicherheitsdenken heraus würden die Bundesbürger somit viel Geld auf die hohe Kante legen. Das sei durchaus schlau, solange dieses Kapital nicht gerade daheim unterm Kopfkissen liege. Und mit zu viel des Guten tue man sich auch keinen Gefallen.
Wie groß sollte das Sicherheitspolster sein? Experten würden zu drei Netto-Monatsgehältern raten. Das empfehle auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in ihrer Broschüre "Grundregeln für die Geldanlage". Konkret: Ein verheiratetes Paar mit einem oder mehreren Kindern verfüge über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von durchschnittlich 4981 Euro: So würden schon 14.943 Euro zusammenkommen, die kurzfristig verfügbar sein müssten.
Werde also die Finanzreserve nicht gebraucht - was natürlich jedem nur zu wünschen wäre - würden in einem solchen Fall aus den empfohlenen 14.943 zurückgelegten Euro nach fünf Jahren nämlich 14.573,14 Euro, nach zehn Jahren würden sie sogar auf 14.212,44 Euro zusammenschrumpfen - 730,56 Euro wären damit unwiederbringlich verloren.
Hinzu komme der Kaufkraftverlust durch die Inflation. Tatsächlich verliere das Geld ja auch dann an Wert, wenn die Summe auf dem Papier gleichbleibe. Setze man die Inflationsrate bei 1,3 Prozent - der durchschnittlichen Teuerungsrate der vergangenen zehn Jahre - an, reduziere sich das Ersparte um jährlich 1,8 Prozent (1,3 Prozent Inflation plus 0,5 Prozent "Verwahrentgelt"). Der Realzins betrage also minus 1,8 Prozent, wodurch nach zehn Jahren nur noch eine Kaufkraft von 12.461 Euro übrigbliebe - ein sattes Minus von 2483 Euro.
Spätestens an diesem Punkt sollte klar sein, dass es nicht nur darauf ankomme, Rücklagen zu bilden, sondern diese auch geschickt zu verwahren. Andernfalls könne es für Sparer teuer werden, Vorsorge für Notfälle zu betreiben.
Und dafür gebe es Alternativen - ohne schleichende Geldvernichtung. Wichtig für die Aufbewahrung des Notgroschens seien zwei Kriterien: Das Geld müsse schnell verfügbar sein und es dürfe höchstens geringen Wertschwankungen unterliegen. Das treffe zum Beispiel auf den DWS Floating Rate Notes LC zu. Der Fonds investiere in variabel verzinsliche, kurz laufende Anleihen, um möglichst unabhängig von Währungs- und Zinsschwankungen eine positive Rendite zu erzielen. Kurzfristig moderate Kursschwankungen seien auch bei diesem Fonds möglich. Mittel- bis langfristig sei die Wahrscheinlichkeit eines Kapitalverlusts aber gering.
Weil der Fonds zudem die erwirtschafteten Erträge thesauriere, könnten diese im nächsten Jahr wieder neue Rendite erwirtschaften. Der Fonds sei sogar sparplanfähig. Wer also erst dabei sei, sich ein Polster anzusparen, könne dies bequem und automatisiert in Auftrag geben, ohne dass er monatlich an die Rate denken müsse. Kurzum: Es gebe deutlich bessere und sicherere Orte für den Notfallgroschen als das Kopfkissen im heimischen Schlafzimmer oder das Girokonto! (24.02.2020/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 93,23 € | 93,23 € | - € | 0,00% | 17.04./14:29 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0034353002 | 971730 | 93,53 € | 90,38 € | |


