DG Lux Lacuna Apo BioTech Portrait


06.10.04 16:28
Lacuna Investment AG

Der DG Lux Multimanager I Sicav Lacuna Apo BioTech investiert schwerpunktmäßig in Aktien und aktienähnliche Wertpapiere von Unternehmen, die zeitnah Produkte zur Zulassung bringen, berichten die Experten der Lacuna Investment AG.

Diese Biotechnologie-Unternehmen aus der 2. Reihe (Mid-Caps) würden nach Meinung des Fondsmanagements über gute Aufstiegspotentiale verfügen. Die Anlagestrategie des Fonds sei auf die Erwirtschaftung einer mittel- bis langfristigen attraktiven Gesamtrendite ausgerichtet.

Von seinem Höchststand am 27. April bei 845,11 Punkten habe der NASDAQ Biotechnology Index (NBI) insgesamt 25,0% abgeben müssen und habe am 13. August bei 633,64 Punkten notiert. Hier hätten der NBI allerdings starke Unterstützung durch den Mitte Juli etablierten Aufwärtstrend gefunden, die Kurse seien rasch wieder angezogen. Die Bewegungen schienen vorwiegend von makroökonomischen Ereignissen (Ölpreis) bestimmt. Die durchweg erfreulichen Zahlen für das zweite Quartal, die teilweise weit über den Analystenschätzungen gelegen hätten, hätten jedenfalls nichts daran ändern können, dass der Index im Juli und August weiter an Boden verloren habe.

Seit dem 11. August würden nun negative Nachrichten weitgehend ignoriert. So habe etwa Genentech am 13. August gemeldet, dass ältere Menschen mit Herzproblemen durch das Krebsmedikament Avastin ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte erleiden würden. Medimmune habe am 30. August bekannt geben müssen, dass die klinische Entwicklung des Medikaments Vitaxin gegen rheumatioide Arthritis und Psoriasis (Schuppenflechte) wegen mangelnder Effiktivität eingestellt werde. Der Wirkstoff werde aber laut Firmenangaben gegen verschiedene Krebs-Formen weiterentwickelt.

Unbeeindruckt davon habe der NBI seit Mitte August rasch den Abwärtstrend vom April und die 50-Tage Linie durchbrochen. Insbesondere die mittelgroßen Unternehmen hätten von der starken Aufwärtsbewegung profitiert, da die Bewertungen auf ein attraktives Niveau gesunken gewesen seien und die schlechten Meldungen aus dem Lager der großen Unternehmen gekommen seien. Nach den eher ereignis- und meldungsarmen Sommermonaten würden nun wieder eine Reihe wichtiger medizinischer Konferenzen stattfinden, die sich positiv auf den Newsflow auswirken sollten.

Aus technischer Sicht stehe als nächste Hürde für den NBI die 200-Tage Linie an. Sollte es gelingen, auch diese und das obere Ende des Trendkanals vom Juli 2002 zu durchbrechen, sehe man Potential zumindest bis an das obere Ende der seit Mai 2003 etablierten Trading Range bei etwa 800 Punkten. Für den Fall, dass die 200-Tage Linie überschritten werde, sei zu erwarten, dass die Investoren vor hätten das positive Momentum zu nutzen und die Handelsvolumina dann auch wieder anziehen würden.

Insgesamt rechne man damit, dass sich die Märkte bis zu den Wahlen nicht aus ihrer seit Mitte 2003 anhaltenden Seitwärtstendenz lösen könnten. Die ökonomischen Daten würden sehr viel Spielraum bei der Interpretation offen lassen. Würden manche Marktteilnehmer den Höhepunkt des aktuellen Wirtschaftszyklus schon vorüber sehen, betone Alan Greenspan, Chairman der amerikanischen Notenbank FED, immer aufs Neue, dass die wirtschaftliche Erholung in den USA weiterhin stark verlaufen werde und im zweiten Quartal nur eine vorübergehende Schwächephase ("soft patch") aufgrund des hohen Ölpreises zu konstatieren gewesen sei.