Computer-Fonds im Fokus


12.07.11 13:31
Wirtschaftswoche

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die Experten der "Wirtschaftswoche" habe in ihrer aktuellen Ausgabe unter anderem interessante Investmentfonds, die automatisch von Computerprogrammen gesteuert werden, unter die Lupe genommen.

Der 32-jährige Diplom-Betriebswirt Philipp Stein habe seine Geldmaschine bereits programmiert. Nun müsse der von ihm betreute Aktienfonds Quants Multistrategy nur noch beweisen, dass er auch die jährlich Rendite von 10% erreiche, die es bisher lediglich in einem Testlauf gegeben habe. Per Computer-Programm würden von 10.000 internationalen Aktien 30 ausgesiebt, die in etwa halb so teuer wie der Durchschnitt des weltweiten Aktienmarktes sowie geringer verschuldet seien und die ein höheres Gewinnwachstum hätten.

Während Steins Computermodell lediglich einmal im Monat Kauf- und Verkaufsaufträge identifiziere, würden andere ihre Rechner lediglich wöchentlich anwerfen, um das Portfolio zu adjustieren. Sobald dies geschehe, rechne der Computer nach Schema F. Sofern sich die Geschichte dann nicht nach einem bekannten Muster wiederhole, was vielen Computer-Fonds während der Finanzkrise passiert sei, reagiere er falsch. Der Lingohr-Systematic-LBB-Invest (ISIN DE0009774794 / WKN 977479), der zu den ältesten computergesteuerten Fonds gehöre, habe seinen Wert 2008 nahezu halbiert. Das Fondsmanagement habe allerdings an seiner Strategie festgehalten und das Portfolio habe sich in der Folge auch tatsächlich erholt. So befinde sich der Fonds seit 1996 mit gut 244% im Plus, was einer Rendite von 8,7% im Jahr entspreche, während der Aktienindex MSCI Welt lediglich 4,5% p.a. geschafft habe.

Mit dem Man AHL Diversified (ISIN LU0503879685 / WKN A1CXLA) würden Anleger im laufenden Jahr mit 12% im Minus liegen. Bei ihm würden die Rechner rund um die Uhr an den Terminbörsen 300 verschiedene Anlagekategorien bei Aktien, Anleihen, Rohstoffen sowie Währungen durchsuchen, um Kurstrends zu identifizieren, auf die dann mit Futures gewettet werde. Weil sowohl Aktien als auch Währungen allerdings derzeit viele widersprüchliche Signale liefern würden, liege das System zu oft schief. Das zeige, dass Computer eben längst nicht immer die besseren Fondsmanager seien.

Die Experten der "Wirtschaftswoche" haben weitere interessante Fonds herausgesucht, die mit einer rechnerbasierten Auswahl von Titeln und Märkten längerfristig gute Ergebnisse erzielen konnten: Hierzu würden gehören: Der Invesco Europa Core-Aktienfonds, der Uni-Global Minimum Variance Europa (ISIN LU0191819951 / WKN A0DQZK), der Axa Rosenberg Asia Pacific ohne Japan (ISIN IE00B03Z0R82 / WKN A0JEKT), der Global Advantage Emerging Markets HV (ISIN LU0047906267 / WKN 972996), der 4Q-Income Fonds Universal, der RAM Wachstum (Management: ARTS) (ISIN LU0093746120 / WKN 988727), der ETF-Dachfonds P, der C-Quadrat ARTS Total Return Balanced sowie der Deka-Euroland Balance CF. (Ausgabe 28) (12.07.2011/fc/a/f)






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