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Chancen der Elektromobilität


13.12.16 14:11
Baring Asset Management

Boston (www.fondscheck.de) - Die breite Markteinführung von Elektrofahrzeugen rückt immer näher, was zunehmende Aufmerksamkeit der Anleger mit sich bringen dürfte. Die Marktexperten von Barings halten es daher für unabdingbar, die Wertschöpfungskette zu verstehen und zu ermitteln, wo zukünftig ökonomische Gewinne erzielt werden.

Sie würden überdies davon ausgehen, dass es zu einer Übernachfrage nach Lithium sowie zu einer erheblich verzögerten Reaktion auf der Angebotsseite kommen werde. Einerseits, weil die Lithium-Nachfrage mit der Inbetriebnahme der neuen Tesla-Gigafactory stark steigen dürfte und andererseits die technologischen Schwierigkeiten bei der Gewinnung und Verarbeitung von annähernd reinem Lithiumcarbonat unterschätzt würden.

Anfang des Jahres 2016 habe Barings im White Paper "Enabling a Revolution" bereits darauf hingewiesen, dass die Welt am Anfang eines Wachstumstrends von Elektrofahrzeugen stehe. Dies sei über die letzten neun Monate hinweg deutlich konkreter geworden. So habe der US-Hersteller Tesla Ende März 2016 die Einführung des "Model 3" bekannt gegeben und könne Unternehmensinformationen zufolge inzwischen Vorbestellungen von mehr als 400.000 Stück vorweisen.

Darüber hinaus würden Zulieferer in Erwartung einer steigenden Nachfrage erhebliche Investitionsausgaben tätigen - Umicore, ein Hersteller von Kathoden (eine wichtige Batterietechnologie), habe unlängst den Plan zur Verdreifachung der Kapazitäten für seine NMC-Kathodenmaterialien bis 2018 angekündigt. Ein weiteres Beispiel seien die Spotpreise für Lithium, die in China seit Anfang 2015 um über 250% in die Höhe gegangen seien, was nach Auffassung von Duncan Goodwin, dem Head of Global Resources Equity bei Barings, unter anderem auf die zunehmende Verwendung für die Produktion von Batterien zurückzuführen sei.

"Aus unserer Sicht ist es wichtig, sich näher mit der Lieferkette zu beschäftigen, um frühzeitig die möglichen Gewinner dieses strukturellen Wachstumsthemas zu identifizieren", so Goodwin. "Um andererseits die Gefahr einer Blasenbildung zu umgehen, identifizieren wir zunächst die möglichen Profiteure und überprüfen anschließend sehr genau das Anlagepotenzial. Gleichzeitig schauen wir uns gezielt die Wertschöpfungskette an, um herauszufinden, wo unserer Einschätzung nach ein wirtschaftlicher Gewinn generiert werden kann. Insbesondere interessieren wir uns für Batteriehersteller, Kathoden- und Separatorenhersteller sowie die verschiedenen Rohstoffe, einschließlich Lithium und Graphit, die zur Produktion von Lithium-Ionen-Batterien verwendet werden."

Bei ihren Analysen seien die Barings-Experten auf Unternehmen wie Galaxy Lithium, LG Chem, Leclanché und SK Innovation aufmerksam geworden, die potenzielle Profiteure der Elektromobilität sein könnten. Zugleich würden sie die positive Einschätzung für Unternehmen wie Albemarle, Orocobre, W-Scope, Asahi Kasei, Johnson Matthey, Umicore und BASF bestätigen. (13.12.2016/fc/a/m)