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Börse Hamburg: Sommerbedingter Umsatzrückgang im Fondshandel
11.09.13 11:38
Börse Hamburg
Hamburg (www.fondscheck.de) - Das sommerliche Wetter und die Ferien haben im August im Fondshandel der Börse Hamburg die Umsätze gedrückt, so die Börse Hamburg.
Nachdem sie im Juli mit 92,5 Mio. Euro im Vergleich zu den Vormonaten stabil gewesen seien, hätten Anleger im August Anteile im Volumen von 76,1 Mio. Euro gehandelt.
Besonders hohe Volumina seien erneut in offenen Immobilienfonds (OIF) umgesetzt worden. Unter den zehn am stärksten gehandelten Fonds des Monats würden sich acht OIF finden - darunter sechs Fonds, bei denen die Anteilsrücknahme durch die verwaltende Gesellschaft ausgesetzt sei. "Anleger nutzen immer weiter die Möglichkeit des Handels mit Fondsanteilen über die Börse. Sie ist der einzige Weg, Anteile an solchen Fonds börsentäglich zu kaufen und zu verkaufen", kommentiere Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg. "Deshalb blicken sie auch mit Spannung auf den September: Ende des Monats stehen die Auflösungstermine für die beiden Fonds Morgan Stanley P2 Value und den DEGI EUROPA an."
Beide Fonds würden sich mit Millionenumsätzen auch im August in den Top 10 nach Umsatz an der Börse Hamburg finden. "In den vor uns liegenden Wochen steht der Endspurt an. Viele fragen sich, ob es der Fondsverwaltung gelingen wird, bis zum Auflösungstermin am 30.09. alle Objekte zu verkaufen und einen Anteilspreis über dem Kurswert ausschütten zu können", erkläre Ledermann. Wer im ersten Halbjahr des Jahres im Morgan Stanley P2 Value investiert gewesen sei, habe ein gutes Geschäft gemacht: Der Fonds sei mit einem Plus von mehr als 21 Prozent in den ersten sechs Monaten dieses Jahres der Top-Performer unter den OIF in Auflösung gewesen.
Im Fokus der meisten Investoren stünden aber nach wie vor die beiden Schwergewichte unter den eingefrorenen OIF: Das größte Volumen sei im August mit 8,5 Mio. Euro im CS Euroreal umgesetzt worden, der sich damit den Spitzenplatz zurückerobert habe, den er im Vormonat an den Axa Immoselect verloren habe. Allein diese beiden Fonds hätten in den ersten acht Monaten ein Umsatzvolumen von 113 Mio. Euro auf sich vereinigt.
Steil nach oben sei es im August beim Goldpreis gegangen. Anleger hätten in Gold- und anderen Edelmetall-Fonds im August vielfach zweistellige Renditen verbucht. Top-Performer sei der STABILITAS Pacific Gold + Metals (ISIN LU0290140358 / WKN A0ML6U) mit einem Plus von 17,4 Prozent gewesen. "Nachdem der Goldpreis seit Juni lange auf Talfahrt gewesen war, ist er im August wieder über die Hürde von 1.400 Dollar pro Feinunze gesprungen. Das hat auch die Notierungen von Goldminenwerten nach oben getrieben und Anlegern satte Kursgewinne beschert", sage Oliver Wetekamp, Leiter des Fondshandels an der Börse Hamburg. Fonds, die auf eine breite Palette von Rohstoffen setzen würden, hätten ebenfalls von der Entwicklung profitiert und auf Monatssicht Renditen von zum Teil mehr als sechs Prozent verzeichnet. Keine andere Fondskategorie habe auf breiter Front derart zugelegt.
Verloren hätten vor allem Aktienfonds mit dem Anlagefokus Türkei und Indien. Vor dem Hintergrund der negativen Marktentwicklung in den Schwellenländern insgesamt hätten die Anteilspreise entsprechender Fonds um bis zu 20 Prozent nachgegeben. "Unabhängig von der tatsächlichen Wirtschaftsleistung fürchten Investoren, dass die lockere Geldpolitik vor allem der US-amerikanischen Notenbank bald ein Ende hat", erläutere Wetekamp - "sie ziehen daher Kapital ab". Das habe auch andere Emerging Markets - zum Beispiel Thailand und Indonesien - in Mitleidenschaft gezogen und die Anteilswerte von Fonds, die schwerpunktmäßig dort investieren würden, gedrückt. (11.09.2013/fc/a/f)
Nachdem sie im Juli mit 92,5 Mio. Euro im Vergleich zu den Vormonaten stabil gewesen seien, hätten Anleger im August Anteile im Volumen von 76,1 Mio. Euro gehandelt.
Besonders hohe Volumina seien erneut in offenen Immobilienfonds (OIF) umgesetzt worden. Unter den zehn am stärksten gehandelten Fonds des Monats würden sich acht OIF finden - darunter sechs Fonds, bei denen die Anteilsrücknahme durch die verwaltende Gesellschaft ausgesetzt sei. "Anleger nutzen immer weiter die Möglichkeit des Handels mit Fondsanteilen über die Börse. Sie ist der einzige Weg, Anteile an solchen Fonds börsentäglich zu kaufen und zu verkaufen", kommentiere Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg. "Deshalb blicken sie auch mit Spannung auf den September: Ende des Monats stehen die Auflösungstermine für die beiden Fonds Morgan Stanley P2 Value und den DEGI EUROPA an."
Im Fokus der meisten Investoren stünden aber nach wie vor die beiden Schwergewichte unter den eingefrorenen OIF: Das größte Volumen sei im August mit 8,5 Mio. Euro im CS Euroreal umgesetzt worden, der sich damit den Spitzenplatz zurückerobert habe, den er im Vormonat an den Axa Immoselect verloren habe. Allein diese beiden Fonds hätten in den ersten acht Monaten ein Umsatzvolumen von 113 Mio. Euro auf sich vereinigt.
Steil nach oben sei es im August beim Goldpreis gegangen. Anleger hätten in Gold- und anderen Edelmetall-Fonds im August vielfach zweistellige Renditen verbucht. Top-Performer sei der STABILITAS Pacific Gold + Metals (ISIN LU0290140358 / WKN A0ML6U) mit einem Plus von 17,4 Prozent gewesen. "Nachdem der Goldpreis seit Juni lange auf Talfahrt gewesen war, ist er im August wieder über die Hürde von 1.400 Dollar pro Feinunze gesprungen. Das hat auch die Notierungen von Goldminenwerten nach oben getrieben und Anlegern satte Kursgewinne beschert", sage Oliver Wetekamp, Leiter des Fondshandels an der Börse Hamburg. Fonds, die auf eine breite Palette von Rohstoffen setzen würden, hätten ebenfalls von der Entwicklung profitiert und auf Monatssicht Renditen von zum Teil mehr als sechs Prozent verzeichnet. Keine andere Fondskategorie habe auf breiter Front derart zugelegt.
Verloren hätten vor allem Aktienfonds mit dem Anlagefokus Türkei und Indien. Vor dem Hintergrund der negativen Marktentwicklung in den Schwellenländern insgesamt hätten die Anteilspreise entsprechender Fonds um bis zu 20 Prozent nachgegeben. "Unabhängig von der tatsächlichen Wirtschaftsleistung fürchten Investoren, dass die lockere Geldpolitik vor allem der US-amerikanischen Notenbank bald ein Ende hat", erläutere Wetekamp - "sie ziehen daher Kapital ab". Das habe auch andere Emerging Markets - zum Beispiel Thailand und Indonesien - in Mitleidenschaft gezogen und die Anteilswerte von Fonds, die schwerpunktmäßig dort investieren würden, gedrückt. (11.09.2013/fc/a/f)
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