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Börse Hamburg: Billiges Geld fließt in Aktien- und Immobilienfonds
06.12.13 11:16
Börse Hamburg
Hamburg (www.fondscheck.de) - In einem allgemein positiven Marktumfeld sind die Umsätze im Fondshandel der Börse Hamburg im November auf hohem Niveau geblieben, so die Börse Hamburg.
Anleger hätten Fondsanteile im Gesamtvolumen von 89,9 Mio. Euro gehandelt. Das bedeute zwar einen Rückgang von rund neun Prozent im Vergleich zum Oktober, sei aber erneut deutlich mehr als in den Monaten zuvor.
Vor allem die Leitzinssenkung durch die Europäische Zentralbank habe dem Handel Schwung verliehen. "Das erneute Allzeithoch beim Deutschen Aktienindex hat am Markt für positive Stimmung gesorgt", erläutere Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg. "Das billige Geld muss investiert werden und Aktien sind angesichts drohender Inflation eine gute Wahl. Daneben gewinnen Immobilieninvestments für breite Anlegerschichten neue Aktualität."
Die Spitze der Umsatztabelle werde im November von Offenen Immobilienfonds dominiert. Dabei würden die ersten vier Plätze auf Fonds entfallen, bei denen die Fondsgesellschaften die Anteilsrücknahme ausgesetzt hätten. Die höchsten Umsätze habe mit 8,6 Millionen Euro im November einmal mehr der CS Euroreal verbucht. Mit einem Umsatz von annähernd sechs Millionen Euro sei auch der AXA Immoselect stark gehandelt worden. Hier sei das Kaufinteresse besonders groß gewesen: Der Fonds habe auf Monatssicht um knapp sechs Prozent zugelegt.
Auch der DEGI International habe zulegen können - um knapp vier Prozent. "Beide Fonds gehören mit Auflösungsterminen im Oktober 2014 zu denen, die mit als nächste die Verwaltung an die Depotbank übergeben werden", kommentiere Ledermann. Anleger würden darauf hoffen, dass baldige Immobilienverkäufe aus dem Bestand der Fonds Erlöse bringen würden, die den Kurs treiben und hohe Ausschüttungen versprechen würden.
Befeuert worden sei das Interesse an den Fonds im vergangenen Monat von einer Studie, die Aussagen zur Bewertung der eingefrorenen Immobilienfonds treffe. "Die Studie wirkte sich positiv auf die Kurse aus, denn sie hat gezeigt, dass die Börsenpreise deutlich unter den durchschnittlichen Wertberichtigungen liegen", erläutere Niklas Breckling, Makler bei der Wertpapierhandelsbank Schnigge. Vor allem bei den Titeln mit dem größten verwalteten Vermögen - dem CS Euroreal, dem SEB ImmoInvest und dem KanAm grundinvest - seien die Abschläge geringer als der Durchschnitt gewesen.
Gewinne hätten Anleger auf Monatssicht vor allem mit Aktienfonds erzielt, die ihren Anlageschwerpunkt im chinesischen Markt hätten. Fünf Titel in den Top 10 nach Performance würden auf Unternehmen im Reich der Mitte setzen. Mit einem Plus von mehr als neun Prozent habe der Jupiter China Sustainable Growth Fund am stärksten zulegen können. Sein Fondsmanagement wähle Aktien aus, die vom langfristigen Wachstum profitieren würden. Derzeit sei der Fonds vor allem in Finanz- und Industriewerte investiert.
Die zuletzt schwankenden Notierungen von Biotechnologie-Fonds hätten im November deutlich ins Plus gedreht. Sie hätten von Übernahmefantasien einiger in ihrem Portefeuille enthaltenen Aktien profitiert. "Seit geraumer Zeit laufen immer wieder Patente auf Medikamente aus. Das facht die Gerüchte für Übernahmen dieser Unternehmen an", sage Breckling. "Dazu kam die insgesamt positive Grundstimmung bei Aktien."
So habe der SEB Concept Biotechnology ein Plus von mehr als zehn Prozent erzielt und sei der Top-Performer des Monats November geworden. Er setze auf Marktführer und Schlüsselunternehmen der Branche in Bereichen wie Genforschung, Humanmedizin und Arzneimittelproduktion. Auch der Lacuna Biotech Fonds (ISIN LU0095994793 / WKN 989696) habe mit mehr als acht Prozent auf Monatssicht deutlich zugelegt.
Verkäufe habe es bei Rohstofffonds gegeben. Diese Titel hätten unter sinkenden Preisen gelitten. Spekulationen würden davon ausgehen, dass die Zinssenkung durch die EZB Reaktion auf ein Nachlassen der Wirtschaftsleistung gewesen sei. Eine solche Entwicklung würde die Nachfrage nach Rohstoffen empfindlich drücken. (06.12.2013/fc/a/f)
Anleger hätten Fondsanteile im Gesamtvolumen von 89,9 Mio. Euro gehandelt. Das bedeute zwar einen Rückgang von rund neun Prozent im Vergleich zum Oktober, sei aber erneut deutlich mehr als in den Monaten zuvor.
Vor allem die Leitzinssenkung durch die Europäische Zentralbank habe dem Handel Schwung verliehen. "Das erneute Allzeithoch beim Deutschen Aktienindex hat am Markt für positive Stimmung gesorgt", erläutere Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg. "Das billige Geld muss investiert werden und Aktien sind angesichts drohender Inflation eine gute Wahl. Daneben gewinnen Immobilieninvestments für breite Anlegerschichten neue Aktualität."
Die Spitze der Umsatztabelle werde im November von Offenen Immobilienfonds dominiert. Dabei würden die ersten vier Plätze auf Fonds entfallen, bei denen die Fondsgesellschaften die Anteilsrücknahme ausgesetzt hätten. Die höchsten Umsätze habe mit 8,6 Millionen Euro im November einmal mehr der CS Euroreal verbucht. Mit einem Umsatz von annähernd sechs Millionen Euro sei auch der AXA Immoselect stark gehandelt worden. Hier sei das Kaufinteresse besonders groß gewesen: Der Fonds habe auf Monatssicht um knapp sechs Prozent zugelegt.
Befeuert worden sei das Interesse an den Fonds im vergangenen Monat von einer Studie, die Aussagen zur Bewertung der eingefrorenen Immobilienfonds treffe. "Die Studie wirkte sich positiv auf die Kurse aus, denn sie hat gezeigt, dass die Börsenpreise deutlich unter den durchschnittlichen Wertberichtigungen liegen", erläutere Niklas Breckling, Makler bei der Wertpapierhandelsbank Schnigge. Vor allem bei den Titeln mit dem größten verwalteten Vermögen - dem CS Euroreal, dem SEB ImmoInvest und dem KanAm grundinvest - seien die Abschläge geringer als der Durchschnitt gewesen.
Gewinne hätten Anleger auf Monatssicht vor allem mit Aktienfonds erzielt, die ihren Anlageschwerpunkt im chinesischen Markt hätten. Fünf Titel in den Top 10 nach Performance würden auf Unternehmen im Reich der Mitte setzen. Mit einem Plus von mehr als neun Prozent habe der Jupiter China Sustainable Growth Fund am stärksten zulegen können. Sein Fondsmanagement wähle Aktien aus, die vom langfristigen Wachstum profitieren würden. Derzeit sei der Fonds vor allem in Finanz- und Industriewerte investiert.
Die zuletzt schwankenden Notierungen von Biotechnologie-Fonds hätten im November deutlich ins Plus gedreht. Sie hätten von Übernahmefantasien einiger in ihrem Portefeuille enthaltenen Aktien profitiert. "Seit geraumer Zeit laufen immer wieder Patente auf Medikamente aus. Das facht die Gerüchte für Übernahmen dieser Unternehmen an", sage Breckling. "Dazu kam die insgesamt positive Grundstimmung bei Aktien."
So habe der SEB Concept Biotechnology ein Plus von mehr als zehn Prozent erzielt und sei der Top-Performer des Monats November geworden. Er setze auf Marktführer und Schlüsselunternehmen der Branche in Bereichen wie Genforschung, Humanmedizin und Arzneimittelproduktion. Auch der Lacuna Biotech Fonds (ISIN LU0095994793 / WKN 989696) habe mit mehr als acht Prozent auf Monatssicht deutlich zugelegt.
Verkäufe habe es bei Rohstofffonds gegeben. Diese Titel hätten unter sinkenden Preisen gelitten. Spekulationen würden davon ausgehen, dass die Zinssenkung durch die EZB Reaktion auf ein Nachlassen der Wirtschaftsleistung gewesen sei. Eine solche Entwicklung würde die Nachfrage nach Rohstoffen empfindlich drücken. (06.12.2013/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 0,952 € | 0,963 € | -0,011 € | -1,14% | 17.04./16:04 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009805002 | 980500 | 1,23 € | 0,90 € | |
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