BRW Balanced Return Plus Fonds: Auf der Erfolgswelle - Fondsanalyse


26.09.18 10:30
Universal-Investment-GmbH

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Unterschiedliche Marktphasen erfordern unterschiedliche Denk- und Handlungsweisen, so die Experten der Universal-Investment-GmbH in ihrer aktuellen Ausgabe von "ChampionsNews".

Daher würden Thomas Ritterbusch, Vorstand BRW, und Bastian Bosse, Leiter Asset Management BRW, die passenden Titel für den BRW Balanced Return Plus mit einem aktiven Zyklusmanagement ermitteln. Im Gespräch mit "ChampionsNews" würden sie erläutern, wie dieses Modell in den unterschiedlichen Haussephasen an der Börse funktioniere.

"ChampionsNews": Welche Renditeerwartung haben Sie an den BRW Balance Return Plus?

Bosse: Bei einem vorausgesetzten Anlagehorizont von rund sieben Jahren erwarten wir eine Wertentwicklung von fünf bis acht Prozent pro Jahr. Wir möchten auch keinen Anleger auf dem Weg zum Renditeziel verlieren. Deshalb versuchen wir, Drawdowns aktiv zu managen und sie in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktphase auf ein akzeptables Maß zu begrenzen.

"ChampionsNews": Wie sieht Ihr Investmentansatz aus, und gibt es Regeln bezüglich der Aktienquote im Fonds?

Ritterbusch: Als höchstes Gremium in unserem Haus gibt es den Anlageausschuss, der über die strategische Ausrichtung diskutiert und entscheidet. Hierzu gehört beispielsweise auch die Höhe der (Netto-)Risikoaktiva. Bei der Aktienquote kann flexibel agiert werden, die Spannbreite reicht von voll bis gar nicht investiert sein. Derzeit liegt die Höhe der Risikoaktiva bei 82 Prozent, netto knapp unter 60 Prozent.

"ChampionsNews": Wie setzen Sie die strategischen Vorgaben konkret um?

Bosse: Es gibt ein klares Bekenntnis zu Substanzwerten, sprich, der Firmenbeteiligung in Form der Aktie. Welches Einzelunternehmen dann ausgewählt wird, ist von drei Faktoren abhängig: Zum einen muss ein Unternehmen wertvoll sein. Wir überprüfen anhand unseres eigenen Researchs, ob dieses Unternehmen auch noch in fünf bis zehn Jahren wertvoll sein wird. Wenn ein Wert dieses Kriterium erfüllt, nehmen wir den Preis als weitere Messgröße unter die Lupe. Wenn das Unternehmen unter seinem tatsächlichen Wert an der Börse gehandelt wird, erfüllt eine Aktie fürs Portfolio eine weitere Anforderung. Schließlich wird noch die Marktphase überprüft: Befinden wir uns am Ende eines Zyklus' oder nach einer Rezession am Anfang?

"ChampionsNews": Sie sprechen von einem Zyklusmanagement. Was muss man sich darunter vorstellen?

Ritterbusch: Es gibt unterschiedliche Marktphasen, die aus unserer Sicht verschiedene Denk- und Handlungsweisen erfordern. Wir unterscheiden dabei drei Phasen: Der Start eines neuen Aufschwungs nach einer starken Börsenbaisse. In dieser Phase wird erwartungsgemäß die Mehrheit der Erträge während eines Börsenanstiegs verdient. Die zweite Phase ist von weiterem Zutrauen in die Börsen getrieben und mündet in der dritten Phase, in der das Ende der Hausse zu erwarten ist.

Den Zeitpunkt des Übergangs zwischen den Phasen ermitteln wir mit Hilfe eines eigens entwickelten Systems, das die aktuelle Bewertung des S&P 500 in den historischen Kontext einordnet und mit diesem vergleicht. Das hat sich als sehr valide erwiesen. Das Modell hilft uns sehr gut, den Übergang der jeweiligen Marktphasen zu erkennen und uns dementsprechend zu positionieren. Dieses System hat uns den Übergang von der zweiten in die dritte Phase im September/Oktober 2017 gezeigt. Schrittweise haben wir daher eine Umstellung vorgenommen. So wird momentan nicht mehr jeder Rücksetzer zum Nachkauf genutzt. Mögliche Wechsel im Zyklusmodell ändern somit nicht nur die Auswahl möglicher Titel im Portfolio, sondern entscheiden auch über Zukäufe, Risikobereitschaft und Liquiditätsbildung. (Ausgabe 3/2018) (26.09.2018/fc/a/f)





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