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Asiens Wirtschaftsentwicklung im Schatten der Katastrophe in Japan
14.04.11 13:57
Metzler Asset Management
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die tragischen Ereignisse in Japan überschatteten im ersten Quartal die Wirtschaftsentwicklung in Asien, so die Experten von Metzler Asset Management.
Die Produktion der japanischen Wirtschaft dürfte als eine Folge der Erdbebenschäden im März dramatisch eingebrochen sein: So sei der Einkaufsmanagerindex von 52,9 Punkten im Februar auf 46,4 Punkte im März gesunken. Insbesondere die Probleme bei der Stromversorgung dürften auch noch in den kommenden Monaten die Wirtschaft im Großraum Tokio belasten.
Die Experten würden jedoch gute Chancen sehen, dass sich Nippons Wirtschaft ab dem dritten Quartal wieder erholen werde, weil der Wiederaufbau in den Erdbebengebieten wie ein Konjunkturprogramm wirken dürfte. Die japanische Regierung schätze die Kosten dafür auf 200 bis 300 Mrd. USD, das entspreche etwa 3 bis 5% des Bruttoinlandsprodukts. Ein atomarer Super-GAU mit einer weitläufigen Verstrahlung bleibe ein großer Risikofaktor für Japan, dessen Folgen nicht einschätzbar seien.
Die Japanische Zentralbank habe mehr als 450 Mrd. USD in die Finanzmärkte gepumpt, um die Aktien- und Rentenmärkte zu stabilisieren. Die inländischen Ersparnisse dürften aufgrund der steigenden Staatsausgaben und der sinkenden Sparquote im privaten Sektor nicht mehr ausreichen, den Finanzierungsbedarf des japanischen Staats wie bisher zu decken. Um einen deutlichen Zinsanstieg zu vermeiden, dürfte die Japanische Zentralbank die Finanzmärkte weiter großzügig mit Liquidität versorgen und könnte damit maßgeblich zu einem Ende der Deflation im Land beitragen.
Die Folgen der Katastrophe in Japan für die asiatischen Nachbarländer seien zwar aufgrund der Datenlage noch nicht absehbar, könnten jedoch gering sein. So sei der chinesische Geschäftsklimaindex von 58,2 Punkten im Februar auf 69,3 Punkte im März gesprungen. Etwas moderater habe sich der Einkaufsmanagerindex von 51,7 auf 52,5 Punkte im gleichen Zeitraum verbessert. Die chinesische Wirtschaft scheine trotz der zahlreichen staatlichen "Bremsversuche" damit die Wachstumsverlangsamung der vergangenen Monate überwunden zu haben und in eine neue Erholungsphase eingetreten zu sein.
Den Grund für die Trendwende der Konjunktur in China würden die Experten im kräftigen Wirtschaftsaufschwung in den USA sehen. Vor diesem Hintergrund könnte sich die Lohn- und Inflationsdynamik in China in den kommenden Monaten wieder verstärken. (Ausgabe vom 13.04.2011) (14.04.2011/fc/a/m)
Die Produktion der japanischen Wirtschaft dürfte als eine Folge der Erdbebenschäden im März dramatisch eingebrochen sein: So sei der Einkaufsmanagerindex von 52,9 Punkten im Februar auf 46,4 Punkte im März gesunken. Insbesondere die Probleme bei der Stromversorgung dürften auch noch in den kommenden Monaten die Wirtschaft im Großraum Tokio belasten.
Die Japanische Zentralbank habe mehr als 450 Mrd. USD in die Finanzmärkte gepumpt, um die Aktien- und Rentenmärkte zu stabilisieren. Die inländischen Ersparnisse dürften aufgrund der steigenden Staatsausgaben und der sinkenden Sparquote im privaten Sektor nicht mehr ausreichen, den Finanzierungsbedarf des japanischen Staats wie bisher zu decken. Um einen deutlichen Zinsanstieg zu vermeiden, dürfte die Japanische Zentralbank die Finanzmärkte weiter großzügig mit Liquidität versorgen und könnte damit maßgeblich zu einem Ende der Deflation im Land beitragen.
Die Folgen der Katastrophe in Japan für die asiatischen Nachbarländer seien zwar aufgrund der Datenlage noch nicht absehbar, könnten jedoch gering sein. So sei der chinesische Geschäftsklimaindex von 58,2 Punkten im Februar auf 69,3 Punkte im März gesprungen. Etwas moderater habe sich der Einkaufsmanagerindex von 51,7 auf 52,5 Punkte im gleichen Zeitraum verbessert. Die chinesische Wirtschaft scheine trotz der zahlreichen staatlichen "Bremsversuche" damit die Wachstumsverlangsamung der vergangenen Monate überwunden zu haben und in eine neue Erholungsphase eingetreten zu sein.
Den Grund für die Trendwende der Konjunktur in China würden die Experten im kräftigen Wirtschaftsaufschwung in den USA sehen. Vor diesem Hintergrund könnte sich die Lohn- und Inflationsdynamik in China in den kommenden Monaten wieder verstärken. (Ausgabe vom 13.04.2011) (14.04.2011/fc/a/m)


