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Allianz-dit Rohstofffonds im Porträt
18.05.07 17:30
Euro fondsxpress
München (aktiencheck.de AG) - Der Allianz-dit Rohstofffonds ist eines der besten Investments für Rohstoff-Aktien, so die Experten von "Euro fondsxpress".
Wenn Petra Kühl in London unterwegs sei, seien das Houses of Parliament oder die Westminster Abbey meist nicht weit. Die touristischen Attraktionen Londons seien aber nicht ihr Ziel. Kühl manage den Allianz-dit Rohstofffonds und besuche deshalb Anglo American, BHP Billiton oder Rio Tinto - einige der größten Rohstoff-Firmen der Welt. "Viele dieser Unternehmen haben ihren Sitz im Londoner Stadtteil Westend. Da kann man fast von Tür zu Tür gehen", schildere Kühl, die ihr Büro in Frankfurt habe.
Natürlich wolle sie auch sehen, wie die Rohstoff-Firmen Eisenerz, Gold oder Kupfer vor Ort abbauen würden. Daher sei sie bereits in Australien und Südafrika gewesen. Diese Reisen seien jedoch aufwendig. Nicht nur weil Kühl dafür Schutzkleidung brauche. "Man muss zu den Minen erst mal hinkommen - und dann in die Tiefe fahren", beschreibe sie.
Im Allianz-dit Rohstofffonds halte Kühl Rohstoff-Aktien aus den Subsektoren Gold, Stahl sowie Metalle und Bergbau. In 200 Unternehmen könne Kühl insgesamt investieren. Derzeit halte sie jedoch nur 33 Werte. "Wir wollen ein fokussiertes Produkt anbieten", begründe sie. Allein Rio Tinto und BHP Billiton würden fast 20 Prozent des Portfolios ausmachen. "Dazu halte ich vier bis fünf weitere größere Werte, von denen ich überzeugt bin", so die Rohstoff-Expertin. Die restlichen Werte habe sie mindestens mit einem Prozent gewichtet. "Andernfalls hätten sie zu wenig Einfluss auf den Fonds", betone sie.
Drei Punkte seien für Kühl wichtig, ehe sie investiere: Welche Rohstoffe seien attraktiv? Wer produziere diese? Und welche Unternehmen könnten ihre Produktion kostengünstig hochfahren? Die Marschrichtung dabei sei klar: "Ich mag Rohstoffe, die China braucht, aber nicht hat." Das seien derzeit vor allem Eisenerz, um Stahl herzustellen, und Kupfer für die Infrastruktur. Auch Zink, Nickel, Kohle und Platin würden dazu gehören.
Stahlwerte habe sie dagegen untergewichtet. Grund: Bis vor einem Jahr habe China noch Stahl importiert, inzwischen exportiere man Stahl. "Dadurch entstehen Überkapazitäten und es ist fraglich, ob die Stahlpreise hoch bleiben", urteile Kühl.
Bereits von Januar 2001 bis September 2003 habe Kühl den AlIianz-dit Rohstofffonds gemanagt. Im Januar 2007 habe sie den Fonds erneut übernommen. In der Zwischenzeit sei sie Co-Managerin von Ute Speidei gewesen, die inzwischen zur cominvest gewechselt sei. Eines sei in dieser Zeit gleich geblieben: Rohstoff-Aktien seien niedrig bewertet, weil die Märkte zukünftig wieder fallende Rohstoffpreise erwarten würden. KGVs um die zehn oder tiefer seien daher keine Ausnahme.
"Das wäre angemessen, wenn in zwei bis drei Jahren die Gewinne fallen. Das sehe ich aber nicht", sage Kühl und füge an: "Die Rohstoffpreise sollten die nächsten drei bis fünf Jahre hoch bleiben. Denn China und andere Länder müssen ihre Infrastruktur weiter ausbauen. Aber das Angebot ist knapp. Rohstoff-Firmen müssen bis zu zwei Jahren auf neue Maschinen warten oder haben zu wenig erfahrene Ingenieure." (Ausgabe 20/2007 vom 18.05.2007) (18.05.2007/fc/a/f)
Wenn Petra Kühl in London unterwegs sei, seien das Houses of Parliament oder die Westminster Abbey meist nicht weit. Die touristischen Attraktionen Londons seien aber nicht ihr Ziel. Kühl manage den Allianz-dit Rohstofffonds und besuche deshalb Anglo American, BHP Billiton oder Rio Tinto - einige der größten Rohstoff-Firmen der Welt. "Viele dieser Unternehmen haben ihren Sitz im Londoner Stadtteil Westend. Da kann man fast von Tür zu Tür gehen", schildere Kühl, die ihr Büro in Frankfurt habe.
Natürlich wolle sie auch sehen, wie die Rohstoff-Firmen Eisenerz, Gold oder Kupfer vor Ort abbauen würden. Daher sei sie bereits in Australien und Südafrika gewesen. Diese Reisen seien jedoch aufwendig. Nicht nur weil Kühl dafür Schutzkleidung brauche. "Man muss zu den Minen erst mal hinkommen - und dann in die Tiefe fahren", beschreibe sie.
Drei Punkte seien für Kühl wichtig, ehe sie investiere: Welche Rohstoffe seien attraktiv? Wer produziere diese? Und welche Unternehmen könnten ihre Produktion kostengünstig hochfahren? Die Marschrichtung dabei sei klar: "Ich mag Rohstoffe, die China braucht, aber nicht hat." Das seien derzeit vor allem Eisenerz, um Stahl herzustellen, und Kupfer für die Infrastruktur. Auch Zink, Nickel, Kohle und Platin würden dazu gehören.
Stahlwerte habe sie dagegen untergewichtet. Grund: Bis vor einem Jahr habe China noch Stahl importiert, inzwischen exportiere man Stahl. "Dadurch entstehen Überkapazitäten und es ist fraglich, ob die Stahlpreise hoch bleiben", urteile Kühl.
Bereits von Januar 2001 bis September 2003 habe Kühl den AlIianz-dit Rohstofffonds gemanagt. Im Januar 2007 habe sie den Fonds erneut übernommen. In der Zwischenzeit sei sie Co-Managerin von Ute Speidei gewesen, die inzwischen zur cominvest gewechselt sei. Eines sei in dieser Zeit gleich geblieben: Rohstoff-Aktien seien niedrig bewertet, weil die Märkte zukünftig wieder fallende Rohstoffpreise erwarten würden. KGVs um die zehn oder tiefer seien daher keine Ausnahme.
"Das wäre angemessen, wenn in zwei bis drei Jahren die Gewinne fallen. Das sehe ich aber nicht", sage Kühl und füge an: "Die Rohstoffpreise sollten die nächsten drei bis fünf Jahre hoch bleiben. Denn China und andere Länder müssen ihre Infrastruktur weiter ausbauen. Aber das Angebot ist knapp. Rohstoff-Firmen müssen bis zu zwei Jahren auf neue Maschinen warten oder haben zu wenig erfahrene Ingenieure." (Ausgabe 20/2007 vom 18.05.2007) (18.05.2007/fc/a/f)


