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Allianz-dit Nebenwerte unter der Lupe
07.04.08 11:20
Morningstar
München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Morningstar" nehmen den Allianz-dit Nebenwerte Fonds (ISIN DE0008481763 / WKN 8481769) unter die Lupe.
Für den Fonds spreche die Erfahrung des Managers Frank Hansen. Auch die Aufstockung des europäischen Nebenwerte-Teams von vier auf fünf Analysten würden die Experten positiv sehen. Allerdings würden sie die Verwaltungsvergütung von 1,75% plus einer performanceabhängigen Vergütung für zu hoch halten. Es stelle sich zudem die Frage, ob Anleger für die Titel aus der zweiten Reihe an der deutschen Börse einen aktiven Fonds brauchen würden.
Für die überproportional hohen Kosten könne der Fondsmanager nichts, aber die Produktabteilung von Allianz Global Investors. Die hohen Gebühren würden Hansen das Leben schwer machen, weil er erst einmal einen Mehrertrag generieren müsse, um überhaupt auf seiner Benchmark zu landen, dem MDAX. Es sei ein bisschen wie die Fabel vom Hase und dem Igel. Der Hase (aktives Fondsmanagement) könne noch so schnell rennen, der Igel (MDAX) sei schon da.
Ein ETF auf den MDAX habe eine Verwaltungsvergütung von 0,5%. In einem Bullenmarkt habe ein Fondsmanager wegen der höheren Kosten und einer systematischen Kassehaltung im Fondsvermögen (Zu- und Abflüsse von Anlagegeldern) fast keine Chance. So habe die Performance des Fonds in der Hausse zwischen Frühjahr 2003 und 2007 in den meisten Zeiträumen hinter dem Markt gelegen, sprich hinter dem Index.
In schwächeren Märkten seien aktive Fonds meist nicht 100% dabei und könnten so einen Teil des Abschwungs vermeiden - sie würden unterproportional fallen. Allianz-dit Fonds würden die Kasse nicht als Performancetreiber einsetzen. Andere Anbieter würden stärker mit diesem Instrument hantieren. Der Fonds zeige in schwachen und volatilen Märkten relative Stärke. Das sei der Aktienselektion und der Sektorallokation zuzuschreiben.
Auch das Stockpicking habe Hansen jüngst für eine Outperformance genutzt. EADS als zweitstärkste Aktie im MDAX (rund 7%) habe Hansen schon signifikant länger untergewichtet, während K+S aktuell als schwerster MDAX-Titel mit 8% neutral gewichtet werde. Weitere defensive Werte im Fonds seien Gesundheitsaktien wie Fresenius, Celesio oder STADA. Der MDAX habe durch seine Indexkomponenten rund die Hälfte Industrie- oder zyklische Aktien. Das sei der Grund für den jüngsten überproportionalen Verfall des MDAX.
Der Nebenwertespezialist Frank Hansen und sein Team würden auch einen europaweit anlegenden Nebenwertefonds managen. Investoren sollten dem europäischen Pendant den Vorzug geben. Hier mache ein aktiver Ansatz wirklich Sinn. (Ausgabe vom 27.03.2008) (07.04.2008/fc/a/f)
Für den Fonds spreche die Erfahrung des Managers Frank Hansen. Auch die Aufstockung des europäischen Nebenwerte-Teams von vier auf fünf Analysten würden die Experten positiv sehen. Allerdings würden sie die Verwaltungsvergütung von 1,75% plus einer performanceabhängigen Vergütung für zu hoch halten. Es stelle sich zudem die Frage, ob Anleger für die Titel aus der zweiten Reihe an der deutschen Börse einen aktiven Fonds brauchen würden.
Für die überproportional hohen Kosten könne der Fondsmanager nichts, aber die Produktabteilung von Allianz Global Investors. Die hohen Gebühren würden Hansen das Leben schwer machen, weil er erst einmal einen Mehrertrag generieren müsse, um überhaupt auf seiner Benchmark zu landen, dem MDAX. Es sei ein bisschen wie die Fabel vom Hase und dem Igel. Der Hase (aktives Fondsmanagement) könne noch so schnell rennen, der Igel (MDAX) sei schon da.
In schwächeren Märkten seien aktive Fonds meist nicht 100% dabei und könnten so einen Teil des Abschwungs vermeiden - sie würden unterproportional fallen. Allianz-dit Fonds würden die Kasse nicht als Performancetreiber einsetzen. Andere Anbieter würden stärker mit diesem Instrument hantieren. Der Fonds zeige in schwachen und volatilen Märkten relative Stärke. Das sei der Aktienselektion und der Sektorallokation zuzuschreiben.
Auch das Stockpicking habe Hansen jüngst für eine Outperformance genutzt. EADS als zweitstärkste Aktie im MDAX (rund 7%) habe Hansen schon signifikant länger untergewichtet, während K+S aktuell als schwerster MDAX-Titel mit 8% neutral gewichtet werde. Weitere defensive Werte im Fonds seien Gesundheitsaktien wie Fresenius, Celesio oder STADA. Der MDAX habe durch seine Indexkomponenten rund die Hälfte Industrie- oder zyklische Aktien. Das sei der Grund für den jüngsten überproportionalen Verfall des MDAX.
Der Nebenwertespezialist Frank Hansen und sein Team würden auch einen europaweit anlegenden Nebenwertefonds managen. Investoren sollten dem europäischen Pendant den Vorzug geben. Hier mache ein aktiver Ansatz wirklich Sinn. (Ausgabe vom 27.03.2008) (07.04.2008/fc/a/f)


