Allianz Wachstum Euroland-Fonds: 01/2014-Bericht, etwas schwächer als sein Marktsegment - Fondsanalyse


21.02.14 10:36
Allianz Global Investors

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Allianz Wachstum Euroland - A - EUR (ISIN DE0009789842 / WKN 978984) engagiert sich vorwiegend an den Aktienmärkten des Euroraums, so die Analysten von Allianz Global Investors.

Dabei konzentriere er sich auf Titel, deren Wachstumspotenzial nach Ansicht des Fondsmanagements im aktuellen Kurs nicht hinreichend berücksichtigt sei (Growth-Ansatz). Anlageziel sei es, auf langfristige Sicht Kapitalwachstum zu erwirtschaften.

Im Januar hätten die Kurse an den internationalen Aktienmärkten überwiegend nachgegeben. Dies sei im Wesentlichen auf ungünstige Nachrichten aus den Schwellenländern zurückzuführen gewesen: Nachlassende wirtschaftliche Frühindikatoren in China, teils fehlgeschlagene geldpolitische Maßnahmen zur Stabilisierung der Währung in einigen Schwellenländern sowie politische Unruhen in Ägypten, Thailand und der Ukraine hätten dazu geführt, dass Anlagen in den Schwellenländern auf breiter Basis an Wert verloren hätten.

Erschwerend sei hinzu gekommen, dass die US-Notenbank wie erwartet eine weitere Reduzierung ihrer Anleihenkäufe bekannt gegeben habe. Diese Nachrichtenlage habe allgemein den Risikoappetit der Investoren gedämpft und somit auch auf die Börsen in den entwickelten Ländern abgestrahlt. Bei der Berichterstattung der US-Unternehmen habe die Mehrzahl der Ergebnisse zwar über den Analystenschätzungen gelegen, es habe aber auch einige Gewinnwarnungen bzw. Anzeichen rückläufiger Gewinnmargen gegeben. In Europa sei der Start in die Berichtsphase insgesamt schwächer ausgefallen, und der Markt habe wieder stärker zwischen den einzelnen Unternehmen differenziert.

Europäische Substanzwerte ("Value") hätten ihre defensiven Qualitäten ausspielen können und sich besser als der breite Aktienmarkt behauptet. Wachstumswerte ("Growth") hätten hingegen allgemein unter verstärktem Abgabedruck gestanden.

Der Fonds habe in einem rückläufigen Gesamtmarkt etwas schwächer abgeschnitten als sein Marktsegment. Die eingetrübte Stimmungslage habe insbesondere zu vergleichsweise starken Verkäufen im Konsumsektor geführt, aber auch zu einer größeren Korrektur in den Bereichen Informationstechnologie, Grundstoffe und Industriewerte. Einzig der Gesundheitssektor habe sich dem marktbreiten Abschwung entziehen können.

Die höchsten absoluten Performancebeiträge hätten im Januar Aktien wie Ingenico, BASF, Biotest und Fresenius erbracht. Aber auch viele Positionen, die die Analysten erst vor kurzem neu ins Portfolio aufgenommen hätten, hätten sich überdurchschnittlich entwickelt: Hier seien vor allem Atresmedia, Kingspan, Takkt, Stratec Biomedical, Banca Generali zu nennen.

Mit Blick auf die relative Wertentwicklung hätten Shire, Ingenico, Sodexo und Biotest zu den erfolgreichsten aktiven Positionierungen gezählt. Daneben habe es sich als positiv erwiesen, nicht in Air Liquide investiert gewesen zu sein.

Der Rückstand des Fonds gegenüber seinem Marktsegment erkläre sich vor allem aus dem kräftigen Kursrückgang bei Titeln wie SAP, Inditex, Anheuser-Busch Inbev und HUGO BOSS. Aber auch die Positionen in Bureau Veritas, Bayer und Henkel seien von der Kurskorrektur in größerem Ausmaß betroffen gewesen.

Im Januar hätten die Analysten die Struktur des Portfolios im Wesentlichen unverändert belassen.

Die wirtschaftlichen Indikatoren würden vielfach ein günstiges Gesamtbild für die Weltwirtschaft zeichnen, auch wenn die Dynamik in den Schwellenländern nachgelassen habe. So erscheine die Erholung der US-Konjunktur weiterhin intakt und die Daten aus Europa würden darauf hinweisen, dass die Rezession langsam überwunden werde. Zusätzliche Unterstützung dürften chancenreiche Vermögenswerte wie Aktien weiterhin von der expansiven Geldpolitik führender Notenbanken erfahren.

Daneben würden auch teils hohe Dividendenrenditen der Unternehmen weiterhin für die Anlageklasse Aktien sprechen. Allerdings würden die Bewertung der Aktienmärkte nicht mehr überall günstig erscheinen, sodass die Entwicklung der Unternehmensgewinne wieder stärkere Beachtung finden dürfte. Ein weiterer Kursanstieg sollte von entsprechendem Gewinnwachstum gestützt werden und somit eher bei Einzeltiteln als in der Breite des Marktes stattfinden. In einem solchen Umfeld dürften aktives Management sowie eine fundierte Einzeltitelauswahl wieder an Bedeutung für den Anlageerfolg gewinnen.

Aussichtsreich würden unverändert Unternehmen erscheinen, die über strukturelle Wachstumstreiber verfügen würden, die ihre Produkte weitgehend konjunkturunabhängig absetzen könnten und eine gute Wettbewerbsposition aufweisen würden. Sie würden häufig über überlegene Geschäftsmodelle verfügen bzw. von langfristigen Wachstumstrends profitieren und damit selbst in schwierigen Marktphasen die Aussicht auf eine überdurchschnittliche Kursentwicklung bieten. (21.02.2014/fc/a/f)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
128,46 € 127,51 € 0,95 € +0,75% 17.04./12:50
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009789842 978984 142,97 € 116,21 €