Allianz Euroland Equity Growth-Fonds: 11/2013-Bericht, solider Wertzuwachs


12.12.13 10:54
Allianz Global Investors

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Allianz Euroland Equity Growth - A - EUR engagiert sich vorwiegend an den Aktienmärkten des Euroraums, so die Analysten von Allianz Global Investors (AllianzGI).

Dabei konzentriere er sich auf Titel, deren Wachstumspotenzial nach Ansicht des Fondsmanagements im aktuellen Kurs nicht hinreichend berücksichtigt sei (Growth-Ansatz). Anlageziel sei es, auf langfristige Sicht Kapitalwachstum zu erwirtschaften.

Die günstige Entwicklung an den Aktienmärkten habe sich im November fortgesetzt. Der klare Aufwärtstrend der vergangenen Monate habe sich auch in fallenden Volatilitätsindizes ausgedrückt, die als Maß für die erwartete Schwankungsbreite eines Marktes gelten würden. Treiber dieser Entwicklung seien zum einen positive Konjunkturindikatoren gewesen: Neben den über den Erwartungen liegenden US-Einzelhandelsdaten sei der ZEW-Index für den Euro-Währungsraum herausgeragt, der ein Vierjahres-Hoch markiert habe.

Auch das leichte Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Eurozone im dritten Quartal sowie das Zahlenmaterial zur europäischen Leistungsbilanz hätten die konjunkturelle Erholung zu bestätigen geschienen. Zum anderen habe die Europäische Zentralbank erkennen lassen, dass sie der Gefahr von deutlichen Preissteigerungen gegenwärtig keine hohe Wahrscheinlichkeit zubillige. Sie habe ihren Leitzins auf einen neuen Rekordtiefstand gesenkt und angedeutet, dass sie ihre großzügige Geldpolitik fortsetzen werde. Dies habe chancenreiche Anlagen in Aktien begünstigt, da die Liquidität vermutlich noch länger hoch bleiben dürfte.

Auf regionaler Ebene seien die Aktienkurse in den Industriestaaten auf breiter Front angestiegen. In Europa seien deutsche Aktien erneut stärker als der breite Gesamtmarkt im Wert gestiegen. Im November hätten sowohl europäische Substanzwerte als auch Wachstumsaktien Kurszuwächse erzielt. Substanzwertorientierte Titel hätten leicht besser abgeschnitten als das "Growth"-Segment, sodass sich der Bewertungsaufschlag von Wachstumswerten gegenüber Substanzwerten nochmals verringert habe.

Im November habe der Fonds einen soliden Wertzuwachs erzielt und sich sowohl besser als sein Marktsegment als auch besser als der breite europäische Aktienmarkt entwickelt. Zu diesem erfreulichen Anlageergebnis hätten vor allem Fuchs Petrolub, Biotest und Salvatore Ferragamo beigetragen. Ebenfalls positiv hätten sich die Werte Fresenius, SAP und Henkel entwickelt. Unter den Werten mit der besten Wertentwicklung seien zudem die kürzlich aufgebauten Positionen in Banca Generali und Vidrala gewesen.

Der Fonds habe auch davon profitiert, nicht in Eni und Telefonica investiert gewesen zu sein. Aktien der Unternehmen Schoeller Bleckmann, Dassault und Inditex hätten hingegen das Anlageergebnis gedämpft. Legrand, Campari und Bic hätten ebenfalls unter Kursrückgängen gelitten.

Auf Sektorenebene hätten sich Titel aus den Bereichen Werk- und Baustoffe, sowie Gesundheit überdurchschnittlich entwickelt. Nachteilig für die relative Wertentwicklung seien hingegen Werte aus den Sektoren Industrie und konjunkturabhängiger Konsum gewesen.

Im November hätten die Analysten Sampo, Gea, Brenntag, sowie Akzo Nobel ins Portfolio aufgenommen.

Die wirtschaftlichen Indikatoren würden vielfach ein günstiges Gesamtbild für die Weltwirtschaft zeichnen. So würden die jüngsten Daten aus Europa signalisieren, dass die Rezession langsam überwunden werde. Zusätzliche Unterstützung dürften chancenreiche Vermögenswerte wie Aktien weiterhin von der expansiven Geldpolitik führender Notenbanken erfahren. Von besonderer Bedeutung für die weitere Entwicklung dürfte daneben auch die laufende Unternehmensberichterstattung sein: Zwar würden die Aktienbewertungen vielerorts weiterhin moderat erscheinen, jedoch sollte die Entwicklung der Unternehmensgewinne nun den bereits gestiegenen Kursen folgen.

Potenzielle Risikofaktoren könnten weitere Diskussionen über den Zeitpunkt des Beginns für die Rückführung des Anleihenkaufprogramms ("Tapering") der US-Notenbank sowie eine erneute US-Haushaltsdebatte darstellen. Ungeachtet dessen würden teils hohe Dividenden- und Gewinnrenditen der Unternehmen für die Anlageklasse Aktien sprechen.

Der im zweiten Halbjahr aufgenommene moderate Wachstumspfad in der Eurozone könnte sich zum Jahreswechsel noch verfestigen. Neben einer Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Situation für den Währungsraum würden sich auch erste Schritte einer Bankenunion erkennen lassen. Von einem sich langsam abschwächenden fiskalischen Gegenwind dürften vor allem die Peripherieländer profitieren. Neben der geringen Kreditnachfrage würden jedoch weitere potenzielle Risikofaktoren verbleiben. Insbesondere bestehe die Gefahr, dass dringend notwendige Reformprozesse in vielen Ländern nicht ausreichend fortgesetzt würden.

Aussichtsreich würden unverändert Unternehmen erscheinen, die über strukturelle Wachstumstreiber verfügen würden, die ihre Produkte weitgehend konjunkturunabhängig absetzen könnten und eine gute Wettbewerbsposition aufweisen würden. Sie würden häufig über überlegene Geschäftsmodelle verfügen bzw. von langfristigen Wachstumstrends profitieren und damit selbst in schwierigen Marktphasen die Aussicht auf eine überdurchschnittliche Kursentwicklung bieten. (12.12.2013/fc/a/f)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
224,848 € 224,684 € 0,164 € +0,07% 17.04./10:43
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0256839944 A0KDND 254,03 € 205,04 €