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Allianz Convertible Bond-Fonds: 07/12-Bericht - überdurchschnittliche Wertentwicklung
28.08.12 08:55
Allianz Global Investors
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Allianz Convertible Bond-Fonds engagiert sich vorwiegend in Wandelanleihen, wobei der Schwerpunkt auf in Europa gehandelten Papieren liegt, so die Analysten von Allianz Global Investors.
Bis zu 20% des Fondsvermögens könnten in Wandelanleihen aus Schwellenländern investiert werden. Aktien dürften im Zuge der Ausübung von Wandel- und Optionsrechten erworben werden. Anlageziel sei es, auf langfristige Sicht überdurchschnittlichen Kapitalzuwachs zu erzielen.
Im Anschluss an das europäische Gipfeltreffen am 28./29. Juni, auf dem mehrere wichtige Beschlüsse gefasst worden seien (Maßnahmen zur Wachstumsförderung, Bankenunion, direkte Rekapitalisierung der Banken durch den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM)), sei die Marktstimmung zu Monatsbeginn optimistisch gewesen. Diese positive Stimmung habe auch wegen der Kommentare EZB-Präsident Draghis und der bekundeten Absicht führender Politiker der Eurozone (Merkel, Hollande), alles in ihrer Macht stehende zu tun, um den Euro zu schützen, angehalten.
Dessen ungeachtet seien die Nachrichten aus der Eurozone überwiegend schlecht gewesen: In Griechenland scheinen die Fiskaldefizitziele außer Reichweite, sodass eine weitere Umstrukturierung der öffentlichen Schulden nötig sein könnte, so die Analysten von Allianz Global Investors. In Spanien hätten mehrere Regionalregierungen den Zugang zum Kapitalmarkt verloren, weshalb sie bei der (bereits finanzschwachen) Zentralregierung wohl um Hilfe bei der Refinanzierung ihrer Schulden bitten müssten; außerdem habe Moody's das Rating Italiens um zwei Stufen von A3 auf Baa2 (mit einem negativen Ausblick) gesenkt.
Neben der europäischen Staatsschuldenkrise hätten auch die gesamtwirtschaftlichen Daten, wie zum Beispiel der in der Monatsmitte veröffentlichte deutsche ZEW-Index, auf konjunkturelle Risiken hingewiesen. In diesem volatilen Umfeld sei im Berichtszeitraum keine nennenswerte Wandelanleihe in Europa begeben worden. Somit sei der europäische Markt für Wandelanleihen geschrumpft, denn mehrere Anleihen seien vom Markt genommen worden. Die Liquidität am Sekundärmarkt sei vergleichsweise gering geblieben. Dies gelte insbesondere für Emittenten, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befänden.
Im beschriebenen Marktumfeld habe der Allianz Convertible Bond kräftig an Wert zugelegt und sich dabei besser entwickelt als das von ihm abgebildete Marktsegment. Dies sei insbesondere auf eine erfolgreiche Titelauswahl zurückzuführen gewesen. So habe die Bekanntgabe eines Übernahmeangebots für die britische Aegis durch die japanische Werbeagentur Dentsu den Kurs einer Aegis-Wandelanleihe um 45% in die Höhe schnellen lassen. Die Übergewichtung in dieser Anleihe habe am stärksten zur überdurchschnittlichen Wertentwicklung des Fonds beigetragen.
Außerdem habe der Fonds von seinem nur unterdurchschnittlichen Engagement bei Peugeot und Alcatel profitiert, die beide im Juli wegen einer enttäuschenden Berichterstattung zu den Emittenten mit der schlechtesten Wertentwicklung gezählt hätten. Die Performance des Energiesektors sei insgesamt positiv gewesen und der Fonds habe einen zusätzlichen Wertbeitrag dank seiner Positionierung in Emittenten wie Seadrill, CGG Veritas, Galp und Technip generiert. Die Position im Bergbauunternehmen Talvivaara, das die Produktionsprognose für 2012 wahrscheinlich nicht erreichen werde, sei der Wertentwicklung am meisten abträglich gewesen.
Die Analysten hätten im Juli keine gravierenden Änderungen an der Anlagepolitik des Fonds vorgenommen. Ein Teil der hohen Fondsliquidität sei in KfW 2013 Anleihen investiert gewesen, die zurzeit die größte Position des Fonds seien (diese Anleihen könnten in Aktien der Deutschen Telekom getauscht werden und würden höhere Renditen abwerfen als nicht wandelbare Anleihen desselben Emittenten). Arbitragepositionen in Anleihen desselben Emittenten mit unterschiedlichen Laufzeiten und Umwandlungsbedingungen (zum Beispiel in Vedanta, Technip und ArcelorMittal) seien im Portfolio enthalten geblieben.
Vor dem Hintergrund der üblichen Illiquidität während der Sommermonate, weiterer möglicher Kursschwankungen wegen der ungelösten Krise der Eurozone und der weltweiten Konjunkturverlangsamung bleibe der Fonds vorsichtig positioniert. Möglicherweise würden sich während Stressphasen interessante Anlagemöglichkeiten ergeben; so könnten die Bewertungen stark von den Fundamentaldaten abweichen, weil die Märkte übertrieben stark auf schlechte Nachrichten reagieren würden. Besonders aufmerksam würden die Analysten die Kurse von Wandelanleihen im Vergleich zu den Kursen von nichtwandelbaren Anleihen oder Credit Default Swaps desselben Emittenten beobachten. (Stand vom 20.08.2012) (28.08.2012/fc/a/f)
Bis zu 20% des Fondsvermögens könnten in Wandelanleihen aus Schwellenländern investiert werden. Aktien dürften im Zuge der Ausübung von Wandel- und Optionsrechten erworben werden. Anlageziel sei es, auf langfristige Sicht überdurchschnittlichen Kapitalzuwachs zu erzielen.
Im Anschluss an das europäische Gipfeltreffen am 28./29. Juni, auf dem mehrere wichtige Beschlüsse gefasst worden seien (Maßnahmen zur Wachstumsförderung, Bankenunion, direkte Rekapitalisierung der Banken durch den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM)), sei die Marktstimmung zu Monatsbeginn optimistisch gewesen. Diese positive Stimmung habe auch wegen der Kommentare EZB-Präsident Draghis und der bekundeten Absicht führender Politiker der Eurozone (Merkel, Hollande), alles in ihrer Macht stehende zu tun, um den Euro zu schützen, angehalten.
Dessen ungeachtet seien die Nachrichten aus der Eurozone überwiegend schlecht gewesen: In Griechenland scheinen die Fiskaldefizitziele außer Reichweite, sodass eine weitere Umstrukturierung der öffentlichen Schulden nötig sein könnte, so die Analysten von Allianz Global Investors. In Spanien hätten mehrere Regionalregierungen den Zugang zum Kapitalmarkt verloren, weshalb sie bei der (bereits finanzschwachen) Zentralregierung wohl um Hilfe bei der Refinanzierung ihrer Schulden bitten müssten; außerdem habe Moody's das Rating Italiens um zwei Stufen von A3 auf Baa2 (mit einem negativen Ausblick) gesenkt.
Im beschriebenen Marktumfeld habe der Allianz Convertible Bond kräftig an Wert zugelegt und sich dabei besser entwickelt als das von ihm abgebildete Marktsegment. Dies sei insbesondere auf eine erfolgreiche Titelauswahl zurückzuführen gewesen. So habe die Bekanntgabe eines Übernahmeangebots für die britische Aegis durch die japanische Werbeagentur Dentsu den Kurs einer Aegis-Wandelanleihe um 45% in die Höhe schnellen lassen. Die Übergewichtung in dieser Anleihe habe am stärksten zur überdurchschnittlichen Wertentwicklung des Fonds beigetragen.
Außerdem habe der Fonds von seinem nur unterdurchschnittlichen Engagement bei Peugeot und Alcatel profitiert, die beide im Juli wegen einer enttäuschenden Berichterstattung zu den Emittenten mit der schlechtesten Wertentwicklung gezählt hätten. Die Performance des Energiesektors sei insgesamt positiv gewesen und der Fonds habe einen zusätzlichen Wertbeitrag dank seiner Positionierung in Emittenten wie Seadrill, CGG Veritas, Galp und Technip generiert. Die Position im Bergbauunternehmen Talvivaara, das die Produktionsprognose für 2012 wahrscheinlich nicht erreichen werde, sei der Wertentwicklung am meisten abträglich gewesen.
Die Analysten hätten im Juli keine gravierenden Änderungen an der Anlagepolitik des Fonds vorgenommen. Ein Teil der hohen Fondsliquidität sei in KfW 2013 Anleihen investiert gewesen, die zurzeit die größte Position des Fonds seien (diese Anleihen könnten in Aktien der Deutschen Telekom getauscht werden und würden höhere Renditen abwerfen als nicht wandelbare Anleihen desselben Emittenten). Arbitragepositionen in Anleihen desselben Emittenten mit unterschiedlichen Laufzeiten und Umwandlungsbedingungen (zum Beispiel in Vedanta, Technip und ArcelorMittal) seien im Portfolio enthalten geblieben.
Vor dem Hintergrund der üblichen Illiquidität während der Sommermonate, weiterer möglicher Kursschwankungen wegen der ungelösten Krise der Eurozone und der weltweiten Konjunkturverlangsamung bleibe der Fonds vorsichtig positioniert. Möglicherweise würden sich während Stressphasen interessante Anlagemöglichkeiten ergeben; so könnten die Bewertungen stark von den Fundamentaldaten abweichen, weil die Märkte übertrieben stark auf schlechte Nachrichten reagieren würden. Besonders aufmerksam würden die Analysten die Kurse von Wandelanleihen im Vergleich zu den Kursen von nichtwandelbaren Anleihen oder Credit Default Swaps desselben Emittenten beobachten. (Stand vom 20.08.2012) (28.08.2012/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 135,781 € | 135,781 € | - € | 0,00% | 17.04./08:15 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0706716205 | A1JPF1 | 137,53 € | 129,56 € | |


