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Alger American Asset Growth Fondsporträt
29.06.07 17:00
Euro fondsxpress
München (aktiencheck.de AG) - Das amerikanische Investmenthaus Alger meldet sich eindrucksvoll zurück - beispielsweise mit dem sehr erfolgreichen Alger American Asset Growth, so die Experten von "Euro fondsxpress".
Seit zwei Jahren sei er ein klarer Outperformer. Wer an US-Growth-Fonds denke, dem falle unweigerlich der Name Alger ein. Seit 1964 verfolge das New Yorker Unternehmen seinen wachstumsorientierten Investmentstil. Bisweilen habe Algers Stil die Performance auch negativ beeinflusst. So sei der Alger American Asset Growth von 2002 bis 2004 unterdurchschnittlich gelaufen. Der damalige Manager David Hyun habe zu stark auf Halbleiter-Werte gesetzt. Das sei sein Schicksal gewesen. September 2004 sei er vor die Tür gesetzt worden. Ihm sei Patrick Kelly gefolgt. Seitdem gehe es wieder deutlich bergauf. Aber auch in der Zehn-Jahres-Frist stehe der Fonds sehr gut da und sei der sechstbeste US-Fonds.
Das sei nicht weiter verwunderlich, denn bei Alger schere man sich nicht um kurzfristige Zuckungen der Märkte. "Wir blicken nicht auf irgendwelche Big-Pictures oder Makro-Themen, sondern konzentrieren uns einzig auf das langfristige Wachstumspotenzial der Unternehmen. Wir schauen quer durch alle Branchen die am schnellsten wachsenden Firmen an und entscheiden dann." Daher würden sich im Fonds nicht nur die klassischen Wachstumsbranchen wie Technologiewerte, sondern auch vermeintlich defensive Werte wie Valero Energy oder Altria finden. Der Nahrungsmittelkonzern gehöre mit einer Gewichtung von 4,2 Prozent sogar zu Kellys größten Titeln.
Als anderes Beispiel, das den Alger-Stil verdeutliche, nenne der Amerikaner Apple. "Die Einführung des iPod und nun des iPhone haben dem Unternehmen ganz neue Dimensionen eröffnet", sage Kelly und ergänze: "Wachstumsstarke Unternehmen wie Apple, die innovativ sind und für einen Wandel in ihrer Branche stehen, sind genau die Unternehmen, nach denen wir suchen." Sein Jagdrevier sei vor allem der Russell 3.000 Growth-Index.
Dogmatisch sei Kelly allerdings nicht. "Das ist nur unsere Benchmark, an die wir uns aber kaum halten. Daher haben die 90 bis 100 Werte des Fonds in der Regel kaum etwas mit dem Index gemeinsam." Mit eBay und Google würden sich lediglich zwei namhafte Indexschwergewichte in den Top Ten wieder finden.
Kelly habe die Zeichen der Zeit erkannt und setze nicht auf alte NASDAQ-Veteranen, sondern auf Zukunftstechnologien wie etwa Solarenergie: "In den vergangenen Monaten haben wir gute Gelegenheiten bei den Halbleiterwerten gesehen. Besonders bei den Zulieferern für die stark wachsende Solar-, Mobiltelefon-Branche."
Ein Teil von Kellys Erfolg basiere auf den Überlegungen von Zachary Karabell. Der Alger-Vordenker sei vom World Economic Forum in Davos, wie zuvor schon Bill Gates, Michael Deli oder auch Amazon-Gründer Jeff Bezos, zu den "100 Global Leaders for Tomorrow" gewählt worden. "Zachary hat zwar häufig eine andere Meinung als die meisten Wall-Street-Strategen. Aber er lag in den vergangenen Jahren damit meistens richtig", lobe Kelly ganz selbstlos. (Ausgabe 26/2007 vom 29.06.2007) (29.06.2007/fc/a/f)
Seit zwei Jahren sei er ein klarer Outperformer. Wer an US-Growth-Fonds denke, dem falle unweigerlich der Name Alger ein. Seit 1964 verfolge das New Yorker Unternehmen seinen wachstumsorientierten Investmentstil. Bisweilen habe Algers Stil die Performance auch negativ beeinflusst. So sei der Alger American Asset Growth von 2002 bis 2004 unterdurchschnittlich gelaufen. Der damalige Manager David Hyun habe zu stark auf Halbleiter-Werte gesetzt. Das sei sein Schicksal gewesen. September 2004 sei er vor die Tür gesetzt worden. Ihm sei Patrick Kelly gefolgt. Seitdem gehe es wieder deutlich bergauf. Aber auch in der Zehn-Jahres-Frist stehe der Fonds sehr gut da und sei der sechstbeste US-Fonds.
Das sei nicht weiter verwunderlich, denn bei Alger schere man sich nicht um kurzfristige Zuckungen der Märkte. "Wir blicken nicht auf irgendwelche Big-Pictures oder Makro-Themen, sondern konzentrieren uns einzig auf das langfristige Wachstumspotenzial der Unternehmen. Wir schauen quer durch alle Branchen die am schnellsten wachsenden Firmen an und entscheiden dann." Daher würden sich im Fonds nicht nur die klassischen Wachstumsbranchen wie Technologiewerte, sondern auch vermeintlich defensive Werte wie Valero Energy oder Altria finden. Der Nahrungsmittelkonzern gehöre mit einer Gewichtung von 4,2 Prozent sogar zu Kellys größten Titeln.
Dogmatisch sei Kelly allerdings nicht. "Das ist nur unsere Benchmark, an die wir uns aber kaum halten. Daher haben die 90 bis 100 Werte des Fonds in der Regel kaum etwas mit dem Index gemeinsam." Mit eBay und Google würden sich lediglich zwei namhafte Indexschwergewichte in den Top Ten wieder finden.
Kelly habe die Zeichen der Zeit erkannt und setze nicht auf alte NASDAQ-Veteranen, sondern auf Zukunftstechnologien wie etwa Solarenergie: "In den vergangenen Monaten haben wir gute Gelegenheiten bei den Halbleiterwerten gesehen. Besonders bei den Zulieferern für die stark wachsende Solar-, Mobiltelefon-Branche."
Ein Teil von Kellys Erfolg basiere auf den Überlegungen von Zachary Karabell. Der Alger-Vordenker sei vom World Economic Forum in Davos, wie zuvor schon Bill Gates, Michael Deli oder auch Amazon-Gründer Jeff Bezos, zu den "100 Global Leaders for Tomorrow" gewählt worden. "Zachary hat zwar häufig eine andere Meinung als die meisten Wall-Street-Strategen. Aber er lag in den vergangenen Jahren damit meistens richtig", lobe Kelly ganz selbstlos. (Ausgabe 26/2007 vom 29.06.2007) (29.06.2007/fc/a/f)


