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Aktienmarkt: Verschnaufpause


01.04.15 15:24
Bankhaus Ellwanger & Geiger

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Das erste Quartal 2015 bescherte Anlegern - und insbesondere Aktieninvestoren - hervorragende Wertentwicklungen ihrer Depots, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.

DAX & Co. hätten eine Rekordmarke nach der anderen gesetzt und auch in internationaler Hinsicht seien die Finanzmärkte mit der Vielzahl geopolitischer Krisenherde erstaunlich gut fertig geworden. In Euro denkenden Anlegern hätten zudem internationale Aktien- bzw. Rentenanlagen zusätzliche Renditezuwächse geliefert.

Alle Investoren, die den Sprung auf den Börsenzug verpasst und das Risiko internationaler Rentenanlagen gescheut hätten, würden sich mit einem nachhaltigen Kapitalverzehr ihrer quasi Nullzinsanlagen konfrontiert sehen. Dies führe natürlich zu einem Dilemma. Solle man jetzt noch in den Aktienmarkt einsteigen? Solle man jetzt noch in internationale Währungen und Länder investieren, nachdem der Euro schon ein gutes Stück seiner Abwertungsphase hinter sich habe?

Hier helfe ein Blick auf die Fristigkeit der Anlage. Wer sein Geld länger als fünf Jahre investiert lassen könne, sollte sich schon Gedanken darüber machen, der Aktie einen größeren Raum in seiner Anlagestrategie einzuräumen. Denn die unterstützenden Faktoren würden bis auf Weiteres bestehen bleiben. Die Zinsniveaus würden wohl auf Jahre hinaus auf den historischen Tiefs verharren. Der Euro werde zumindest so lange schwach bleiben, wie die Europäische Zentralbank an ihrer überaus expansiven Geldpolitik festhalten werde.

Zudem würden die europäische Konjunktur und damit die Unternehmensgewinne von der steigenden Wettbewerbsfähigkeit durch den niedrigen Euro profitieren. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus würden Investoren höhere Bewertungen als früher akzeptieren, sodass die aktuellen Bewertungen noch nicht als zu teuer empfunden würden. Ob all diese Gründe, die für Aktieninvestments sprechen würden, die bisher abwesenden Anleger überzeugen könnten, bleibe abzuwarten. Eine mögliche Staatspleite Griechenlands, ein möglicher Wahlsieg der EU-Gegner in Großbritannien sowie eine Vielzahl geopolitischer Krisen würden viele potenzielle Investoren weiter zögern lassen. (01.04.2015/fc/a/m)