Aktienfonds nach Börsenkorrektur Kaufgelegenheit


29.04.10 13:03
Erste Sparinvest

Wien (aktiencheck.de AG) - Von den Problemen mit den griechischen Staatsfinanzen sind nun nach den griechischen Staatsanleihen auch andere Anlageklassen betroffen, so die Experten von ERSTE-SPARINVEST.

Die Marktpreise griechischer Staatsanleihen würden bereits einen hohen Risikoabschlag für den Fall einer Restrukturierung der Schulden enthalten. In den Anleihefonds der ERSTE-SPARINVEST, die sich als Benchmark am Index der gesamten europäischen Staatsanleihen orientieren würden, nehme Griechenland nur eine untergeordnete Position ein. Die Gewichtung der "PIIGS (Portugal, Irland, Italien, Griechenland, Spanien) -Staaten" (sowohl einzeln als auch in Summe) in den ESPA-Fonds liege unter dem Vergleichsindex des Gesamtmarktes. Die durch die Marktunsicherheit bedingte Kurskorrektur sei in den Fondspreisen bereits taggleich enthalten.

Auch die Aktienmärkte hätten gestern eine Korrekturphase begonnen, die noch eine Zeit lang andauern könnte. Die ERSTE-SPARINVEST sehe diese Korrekturphase grundsätzlich positiv, da sie dazu beitrage, spekulative Erscheinungen an den Märkten zu entfernen.

Laut ERSTE-SPARINVEST Chefstratege (CIO) Harald Egger liege die Kunst nun darin, zu erkennen, ob es sich um eine Trendwende an den Börsen handle oder "nur" um eine Korrektur: "Im Moment gehen wir von einer Korrektur aus. Die Kurse sollten noch ein wenig nachgeben, bevor der Aufwärtstrend wieder aufgenommen werden kann", betone Egger in einer aktuellen Stellungnahme zu den Ereignissen in Griechenland.

Für den deutschen Aktienindex (DAX) werde ein Korrekturpotenzial in den Bereich 5.800 bis 5.870 Punkte gesehen. Sollte die 200-Tagesdurchschnittslinie (5.707 Punkte) unterbrochen werden, wäre Vorsicht angebracht. Für den österreichischen Aktienindex (ATX) könnte eine Korrektur in den Bereich 2.400 bis 2.450 Punkte hineinlaufen. Sollte diese Marke nicht gehalten werden, müsse mit weiteren Rückschlägen auf 2.200 bis 2.250 Punkte gerechnet werden. Beim Standard & Poor's (S&P) Index der 500 wichtigsten börsennotierten US-Unternehmen liege das Korrekturpotenzial bis zur 1.100 Punkte-Marke. Würden die 1.080 Punkte nicht halten, müsse mit weiteren Rückgängen bis auf knapp 1.000 Punkte gerechnet werden.

Mit ein Grund, weshalb die ERSTE-SPARINVEST derzeit "nur" mit einer Korrektur und nicht mit einer Trendwende rechne, sei die starke Gewinnentwicklung, insbesondere in den USA und in Asien. Seit den Tiefstständen zu Beginn des Jahres hätten sich die Gewinne in den USA um mehr als 50% verbessert. Auch die aktuellen Gewinnberichte würden deutlich besser ausfallen als erwartet.

Die aktuelle Unsicherheit in Europa habe auch auf die Währungen einen signifikanten Einfluss. Der Euro verliere an Wert, eine Tendenz die sich mit großer Wahrscheinlichkeit weiter fortsetzen könnte, so Egger. Investoren sollten sich auf Kaufgelegenheiten bei Aktienfonds einstellen, wenn die oben genannten Niveaus in den Indices erreicht würden.

Die ERSTE-SPARINVEST spreche im aktuellen Marktumfeld für eine Diversifikation in Länder außerhalb des Euro-Raums, um vom schwachen Euro zu profitieren. US-Aktien (ESPA STOCK AMERICA), Aktien aus dem Bereich Gesundheitswesen (ESPA STOCK PHARMA, ESPA STOCK BIOTEC, ESPA BEST OF HEALTHCARE (ISIN AT0000703384 / WKN 70338)) oder Technologie-Werte (ESPA STOCK TECHNO) kämen dafür genauso infrage wie der in asiatischen Werten investierte Fonds ESPA STOCK ASIA INFRASTRUCTURE, den Egger für eine interessante Beimischung halte. (Ausgabe vom 28.04.2010) (29.04.2010/fc/a/f)






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