Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Rentenmärkte der Schwellenländer (Emerging Markets, EM) bewegten sich im Wesentlichen seitwärts, so die Experten von Union Investment im Kommentar zum UniWirtschaftsAspirant A (ISIN LU0252123129 / WKN A0JLXV).
Die EM-Währungen hätten den Monat gegen US-Dollar leicht schwächer und gegen den Euro nahezu unverändert abgeschlossen (JPM ELMI+, USD unhedged -0,5 Prozent, EUR unhedged +0,1 Prozent). Trotz eines grundsätzlich ruhigen Marktumfeldes hätten vor allem der Südafrikanische Rand (-5,4 Prozent), der Argentinische Peso (-4,7 Prozent) und der Brasilianischer Real (-3 Prozent) aufgrund politischer Risiken auf Einzelländerebene abgewertet. Der Peruanischer Sol, Kolumbianischer und Philippinische Peso hätten hingegen mit rund jeweils 1,5 Prozent gegenüber dem Euro aufgewertet. Auf der Geldpolitischen Seite hätten die Zentralbanken in Ägypten und Indien ihre Leitzinsen um 100 und 25 Basispunkten gesenkt. Ratingseitig sei es in Russland zu einer Hochstufung gekommen, wodurch der Emittent damit bei allen drei Agenturen wieder im Investment Grade Bereich sei.
Im Portfolio seien die Experten gegenüber schwächeren EM-Währungen, wie dem Südafrikanischen Rand und dem Thailändischen Baht, zurückhaltend geblieben. Darüber hinaus seien die Experten auch im Chinesischen Renminbi, der Indischen Rupie und dem Russischen Rubel eher vorsichtig positioniert. Sie hätten Gewinne mitgenommen, indem sie argentinische Staatspapiere in Hartwährung veräußert hätten. Im Gegenzug hätten sie am Primärmarkt Anleihen aus Ägypten und der Türkei sowie der chinesischen Exportbank gezeichnet. Die lokalen Anleihepositionen in Mexiko, der Türkei und China seien durch weitere lokale Engagements in Nigeria und Ägypten (kurzläufige Papiere) ergänzt worden.
Die zuletzt schwachen Fundamentaldaten würden vorerst eine Straffung der Geldpolitik als unwahrscheinlich erscheinen lassen. Von diesem Szenario könnten die Emerging Markets grundsätzlich gestützt werden, solange keine Rezession ausbreche. Dennoch würden eine mögliche Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China, trotz der jüngsten Beruhigung, sowie globale Renditeanstiege Risikofaktoren darstellen. (Stand vom 28.02.2019) (27.03.2019/fc/a/f)
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