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15.11.18 11:00
DPAM Invest Equities Europe Dividend: Dividendenaktien der zweiten Reihe passen besser zur aktuellen Konjunkturphase

Brüssel (www.fondscheck.de) - In einem Umfeld an den Finanzmärkten, das wie aktuell von großen Unsicherheiten geprägt ist, raten einige Marktexperten von einer Investition in Dividendenaktien eher ab, so Laurent van Tuyckom, Senior-Portfoliomanager bei Degroof Petercam AM im Kommentar zum DPAM Invest B Equities Europe Dividend-Fonds (ISIN BE0057450265 / WKN A0JMBY).

Neben politischen Gefahren und der Aussicht auf zukünftig steigende Zinsen werde oft auch auf wirtschaftliche Risiken, wie Wachstumsabschwächungen in weiten Teilen der Welt, hingewiesen. Doch gerade in dieser späten Phase des globalen Konjunkturzyklus sehe Laurent van Tuyckom im aktiven Portfoliomanagement und der fundamentalen Analyse von Dividendenaktien deutliche Chancen: "Dividendenstrategien sind auf der Suche nach regelmäßigen Einkommensquellen nach wie vor attraktiv. Wir sehen weiterhin Potenzial für Cashflow-Steigerungen vor allem bei vielen kleineren Unternehmen - sowohl in Europa als auch weltweit. Hohe frei verfügbare Mittel resultieren häufig in attraktiven Ausschüttungen an die Aktionäre."

Allerdings komme es nach Ansicht von Laurent van Tuyckom in der jetzigen Phase des Wirtschaftszyklus darauf an, Titel abseits des Dividenden-Mainstreams zu suchen. Die Börsennotierungen klassischer Dividendenzahler, zu denen große Large Cap-Titel, wie zum Beispiel Nestlé, Unilever und Novartis zählen würden, seien in den vergangenen vier Jahren stark nach oben geschossen und hätten diese Titel unter Bewertungsaspekten unattraktiv gemacht. Auslöser seien die quantitativen Maßnahmen der Zentralbanken und der zunehmende Fokus vieler Investoren auf defensive Portfoliowerte gewesen.

Seit Jahresanfang stünden Dividenden-Large Caps allerdings unter Druck - aus Angst der Anleger, das diese sogenannten Bond Proxies, also dem Verhalten nach rentenähnlichen Papiere, unter zukünftig wieder höheren Zinsen leiden könnten. "Alles in allem aktuell kein guter Investment-Case für große Dividendenaktien", fasse Laurent van Tuyckom zusammen. "Wer aktiv research-orientiert nach aussichtsreichen Dividendenaktien sucht, wird eher bei Small und Mid Caps fündig. Viele kleinere Titel bieten auch in der jetzigen reifen Phase des Konjunkturzyklus hohe und jährlich weiter steigende Ausschüttungen bei soliden Fundamental- und Finanzdaten und gleichzeitig günstigen Bewertungen", habe der Dividendenexperte gesagt.

Ein gutes Portfoliobeispiel aus dem Sektor Basiskonsumgüter sei der norwegische Lachsproduzent Grieg Seafood. Das Unternehmen profitiere von der global steigenden Nachfrage nach alternativen Proteinquellen. Die geringe Schuldenquote, ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von 9 sowie eine für 2019 erwartete Dividendenrendite von 6,7 Prozent würden die Aktie zu einem der Top-Performer in den beiden Dividendenfonds DPAM Invest B Equities Europe Dividend und DPAM Invest B Equities World Dividend machen.

Auch der Telekommunikationssektor zähle traditionell zu den Branchen mit überdurchschnittlichen Ausschüttungen. Während vielen Large Caps des Sektors ebenfalls der Makel der "Bond proxies" anhafte, habe das Managementteam bei Degroof Petercam AM den schwedischen Anbieter Tele2 als attraktiven Dividendentitel identifiziert. Der Mid Cap profitiere bereits von der zum Jahresbeginn erfolgten Übernahme des TV-Kabelnetzbetreibers Com Hem und sollte bis 2020 eine jährliche Cashflow-Rendite von über 6 Prozent erreichen.

Günstig bewertet bei gleichzeitig kontinuierlich steigenden freien Cash Flows bzw. Dividenden sei auch der opportunistisch agierende Immobilieninvestor Aroundtown. Die Gesellschaft sei ein in Deutschland aktives börsennotiertes Immobilienunternehmen und generiert seit 2004 erfolgreich Mehrwerte für Anleger im europäischen Gewerbe- und Wohnimmobilienmarkt. Für 2019 werde ein Gewinnwachstum pro Aktie im zweistelligen Bereich erwartet.

Bei der aktiven Auswahl von Einzeltiteln für ihre Dividendenportfolios würden die Fondsmanager von Degroof Petercam AM eine Reihe von qualitativen Unternehmensfaktoren untersuchen, wie die Wettbewerbsposition innerhalb der jeweiligen Branche, die Resistenz der Margen während des Konjunkturzyklus sowie die Disziplin der Unternehmensführung. Ergänzt werde dieses Screening um eine quantitative Analyse der zu erwartenden Cashflows. Sie diene als wichtiges Element bei der Beurteilung zukünftiger Dividenden.

Nur jene Titel würden es dabei in die engere Auswahl schaffen, die eine gewisse Dividendenschwelle mindestens erreichen würden. Bei Degroof Petercam AM werde mit variablen Schwellenwerten gearbeitet, die sich flexibel den Marktbedingungen anpassen würden. Im Falle des DPAM Invest B Equities Europe Dividend sei dies die zukünftig erwartete durchschnittliche Dividendenrendite des MSCI Europe - diese liege für 2018 bei 4 Prozent.

"Die Dividendenschwelle ist für uns ein zentrales Selektionskriterium", betone Laurent van Tuyckom. "Bei Degroof Petercam AM muss jede einzelne Aktie innerhalb der Dividendenportfolios mindestens die durchschnittliche Dividende des entsprechenden Referenzindex erzielen. Nur einen Durchschnittswert für das gesamte Portfolio festzulegen, reicht uns nicht aus. Schließlich sollte die Dividendenrendite im Idealfall den Löwenanteil der Gesamtrendite eines Portfolios aus Dividendenaktien ausmachen. In unserem DPAM Invest B Equities Europe Dividend liegt der Abstand der Dividendenrendite gegenüber europäischen Investment Grade-Unternehmensanleihen weiterhin bei etwa 5 Prozent." (15.11.2018/fc/a/f)


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