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26.02.18 12:00
AXA WF Framlington Robotech Fonds: Fünf Fakten über Robotik, die Anleger kennen sollten - Fondsanalyse

Köln (www.fondscheck.de) - Das Thema Robotik ist für AXA Investment Managers (AXA IM) ein großer Erfolg: Das Volumen des AXA WF Framlington Robotech Fonds (ISIN LU1529780907 / WKN A2DHLR) wuchs innerhalb eines guten Jahres nach Auflegung auf mehr als 800 Millionen US-Dollar an, so die Experten von AXA Investment Managers.

Das sei auch auf eine überzeugende Performance der ihm zugrunde liegenden AXA IM Robotech-Strategie zurückzuführen. Die Strategie habe es seit der Lancierung im Dezember 2015 auf einen Gesamtertrag von 45,1 Prozent gebracht, während der globale MSCI All Country World Index lediglich auf 20 Prozent gekommen sei.

Ein Grund für die starke Performance: Robotik sei ein gesellschaftlich relevantes Thema, dessen Bedeutung in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiter wachsen dürfte. Tom Riley, verantwortlicher Fondsmanager des AXA WF Framlington Robotech Fonds, belege diese These mit fünf Fakten, die Anleger kennen sollten:

1. Die Industrieautomation wachse

Wegen des Trends zu mehr Automatisierung und innovativen neuen Technologien sei die Nachfrage nach Industrierobotern gestiegen. Bislang sei dieses Wachstum von der Automobilindustrie ausgegangen. Weil Roboter aber intelligenter und flexibler würden und immer besser mit Menschen zusammenarbeiten könnten, würden sie jedoch in immer mehr Branchen eingesetzt. So sei der Einsatz von Robotern in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie im Jahr 2016 um 20 Prozent gestiegen. Und im Elektroniksektor hätten die Roboterkäufe 2016 um 41 Prozent zugenommen.

2. Roboter würden nur in wenigen Ländern eingesetzt

74 Prozent der Roboter würden in nur fünf Länder geliefert. Es dürfte also noch ein enormes Potenzial für weiteres Wachstum geben. Die führenden Länder beim Einsatz von Robotern seien zurzeit Korea, Japan und Deutschland, und der Roboterabsatz werde stetig ansteigen. Weil die Roboterdichte in China noch unterdurchschnittlich sei, dürfte der Robotereinsatz hier bis 2020 am stärksten steigen.

3. China sei führend in der Industrieautomation

Seit 2014 seien jedes Jahr die meisten Roboter in China verkauft worden, weil chinesische Unternehmen mit steigenden Arbeitskosten zu kämpfen hätten. Die chinesischen Behörden würden wohl weiter für ein günstiges politisches und finanzielles Umfeld für Robotik sorgen, auch weil dies der Go-Global-Strategie und dem "Made in China 2015"-Plan entspreche. Um die von China angestrebte Roboterdichte bis 2020 zu erreichen, müssten 600.000 bis 650.000 neue Industrieroboter in China eingesetzt werden. Dies führe dazu, dass China bis 2020 etwa 40 Prozent aller weltweit produzierten Roboter kaufen dürfte. Noch fehle vielen chinesischen Unternehmen die Technologie, um selbst Roboter zu produzieren. Einige hätten aber entsprechendes Knowhow eingekauft und zu diesem Zweck europäische und amerikanische Unternehmen übernommen. Ein prominentes deutsches Beispiel sei die Übernahme des Roboterherstellers Kuka durch den Midea-Konzern.

4. In der internationalen Roboterindustrie gebe es die Big Four

Vier große Hersteller würden den internationalen Markt für Roboter dominieren. Zu ihnen zähle Fanuc. Der Roboterhersteller mit großer Präsenz in den USA und Asien habe nach eigenen Angaben bereits über 500.000 Roboter produziert. Seine Marktkapitalisierung habe im Dezember 2017 bei rund 46 Milliarden US-Dollar gelegen. Das schon genannte Unternehmen KUKA gehöre ebenfalls zu den großen vier. Es sei vor allem in Europa und den USA sehr präsent und gehöre seit der Übernahme im Jahr 2016 für 3,9 Milliarden US-Dollar zu Midea. ABB sei ein Industriekonzern mit einer Marktkapitalisierung von 57 Milliarden US-Dollar, dessen wachstumsstärkste Sparte sich auf Robotik konzentriere. Das Unternehmen habe einen Roboter produziert, der Schlagzeilen gemacht habe, weil er so präzise arbeiten solle, dass er ein Orchester dirigieren könne. Der japanische Anbieter Yaskawa schließlich komplettiere den Kreis der führenden Hersteller. Er sei mit einer Marktkapitalisierung von 12 Milliarden US-Dollar der kleinste der Big Four, in Asien aber stärker vertreten als seine Wettbewerber.

5. Die Zahl der Cobots (also der Roboter, die mit Menschen zusammenarbeiten würden) steige

Cobots seien das wachstumsstärkste Segment des Industrieautomatisierungsmarkts; man gehe von einem Wachstum von 50 Prozent bis 2020 aus. Cobots könnten in Fabriken sicher und verlässlich mit Menschen zusammenarbeiten. Durch raumerfassende Sensoren und Halbleiter würden sie sicher und präzise arbeiten. Der größte Wettbewerber der "Big Four" in diesem Bereich heiße Teradyne. Der frühere Spezialist für Mikroprozessortests sei durch die Übernahme des dänischen Roboterproduzenten Universal Robots im Jahr 2015 zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten geworden. Teradyne sei heute mit 50 bis 60 Prozent Marktanteil der Weltmarktführer für Cobots.

Tom Riley rechne damit, dass die Zahl der eingesetzten Roboter von 2018 bis 2020 im Jahresdurchschnitt um mindestens 15 Prozent steigen werde. Bis 2020 dürften über 1,7 Millionen neue Industrieroboter in Fabriken eingesetzt werden. "Dank neuer Technologien wird der Einsatz von Industrierobotern für mehr Effizienz, Präzision und Sicherheit sorgen. Wir sehen hier deshalb enorme Wachstumschancen und meinen, dass wir erst am Anfang dieser disruptiven Langzeitentwicklung stehen." (26.02.2018/fc/a/f)


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