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16.08.17 15:30
Großer Sparplan-Check: Die Elite der europäischen Aktienfonds

Wien (www.fondscheck.de) - Eurokrise, Griechenland-Desaster, Brexit: Anleger von Europa-Aktienfonds wurden in der vergangenen Dekade auf harte Geduldsproben gestellt, so die Experten von "FONDS professionell".

Im fünften Teil der Sparplan-Serie zeige die Redaktion deshalb, wie die besten Portfolios abgeschnitten hätten und wie sich die Fondsmanager positionieren würden.

Anleger, die in den vergangenen zehn Jahren auf europäische Aktienfonds gesetzt hätten, hätten es nicht eben leicht gehabt. An der Eurokrise habe die Staatengemeinschaft zu zerbrechen gedroht, Griechenland habe am Rande des Abgrunds gestanden, und die Briten wollten der Union überhaupt nicht mehr angehören. Wenig verwunderlich also, dass Fonds, die breiter gefasst auf Aktien vom Alten Kontinent setzen würden, von Anlegern zuletzt eher abgestoßen worden seien. Wie die Mittelzu- und Abflussstatistik von Mountain View zeige, seien 2016 satte 31 Milliarden Euro aus europäischen Aktienfonds abgezogen worden. Und auch 2017 zeige der Trendpfeil nach unten.

Anleger, die sich im Rahmen eines Sparplans für einen europäischen Aktienfonds entschieden hätten, seien also auf eine harte Geduldsprobe gestellt worden. Wer in den letzten zehn Jahren monatlich 100 Euro in die Fondskategorie eingezahlt habe, habe laut der jüngsten Sparplan-Wertentwicklungsstatistik des Branchenverbands BVI per Ende Juni dennoch durchschnittlich 4.950 Euro dazuverdient. Zum Vergleich: Bei globalen Aktienfonds wären es 5.551 Euro gewesen.

Im Sortiment würden sich zahlreiche Produkte finden, die in den letzten Jahren sehr gut performt und ihren Anlegern satte Überrenditen beschert hätten. FONDS professionell ONLINE habe die jüngste Sparplan-Statistik des Branchenverbands BVI unter die Lupe genommen: Die Redaktion zeige nicht nur, was Anleger bei einer monatlichen Einzahlung von jeweils 100 Euro in zehn Jahren mit den besten europäischen Aktienfonds hätten verdienen können. Die Redaktion zeige auch, wie die Manager die renditestärksten Europa-Produkte derzeit aufgestellt hätten.

Was sei aus monatlich 100 Euro in zehn Jahren geworden? Diese europäischen Aktienfonds hätten Anlegern laut Sparplan-Daten des BVI am meisten Geld eingebracht:

Platz 1: Allianz Wachstum Europa (ISIN DE0008481821 / WKN 848182)
An der Spitze des Rankings stehe der eine Milliarde Euro schwere Allianz Wachstum Europa. Aus den über zehn Jahre angesparten 12.000 Euro seien 21.096 Euro geworden. Mit über sieben Prozent zähle hier SAP zu den größten Positionen, gefolgt von Prudential mit mehr als fünf Prozent.

Platz 2: INVESCO Europa Core Aktienfonds (ISIN DE0008470337 / WKN 847033)
Breit gestreut würden die Fondslenker des INVESCO Europa Core Aktienfonds großteils in Konsumgüter, IT/Telekommunikation und Industrie investieren. Laut BVI-Berechnung habe das Sparplanern binnen zehn Jahren 8.735 Euro eingebracht.

Platz 3: FT UnternehmerWerte (ISIN DE000A0KFFW9 / WKN A0KFFW)
FRANKFURT TRUST lande mit seinem FT UnternehmerWerte bei diesem Ranking auf dem dritten Platz. Sparplan-Anleger, die sich vor zehn Jahren für das Produkt entschieden hätten, seien heute um 7.862 Euro reicher. Portfolioverwalter Friedrich Diel setze dazu zu knapp 30 Prozent auf Konsumgüter.

Platz 4: UniDynamicFonds: Europa -net- (ISIN LU0096427066 / WKN 989807)
Nestlé zähle auch beim UniDynamicFonds: Europa -net- zu den Top-Holdings. Aus den angesparten 12.000 Euro seien bei diesem Produkt 19.208 Euro geworden - ein Plus von 7.208 Euro.

Platz 5: Deka-EuropaSelect (ISIN DE0009786186 / WKN 978618)
Das Fondsmanagement-Team des Deka-EuropaSelect habe für ihre Sparplan-Investoren bei dieser Rechnung 7.182 Euro erwirtschaftet. Um das zu erreichen, stecke das Vermögen des Fonds in grundsoliden Titeln wie Nestlé oder Unilever.

Platz 6: Deutsche Invest I Top Euroland (ISIN LU0145647722 / WKN 552519)
6.956 Euro hätten Anleger in den abgelaufenen zehn Jahren bei einer monatlichen Sparanlage von 100 Euro mit dem Deutsche Invest I Top Euroland dazu verdienen können. Der Finanzsektor, vertreten etwa durch Allianz und BNP Paribas, zähle hier zu den größten Holdings.

Platz 7: Metzler European Growth (ISIN IE0002921868 / WKN 987736)
Der von Heiko Veit und Philipp Struck gemanagte Metzler European Growth habe Sparplan-Anlegern 6.953 Euro als Investorenlohn eingebracht. Auch hier zähle SAP zu den größten Positionen, daneben der Haushaltswarenhersteller Reckitt Benckiser und der Recyclingkonzern Umicore.

Platz 8: UniDynamicFonds: Europa (ISIN LU0085167236 / WKN 987194)
Nestlé, British American Tobacco und SAP würden zu den größten Titeln des UniDynamicFonds: Europa zählen. Wer in den vergangenen zehn Jahren monatlich 100 Euro in das Portfolio einbezahlt habe, der sei heute um 6.804 Euro reicher.

Platz 9: Pioneer Euroaktien (ISIN DE0009792143 / WKN 979214)
Sparplan-Investoren des Pioneer Euroaktien dürften sich bei dieser Beispielrechnung über ein Plus von 6.745 Euro freuen. Portfoliomanager Thomas Radinger setze bei seinem 1999 lancierten Fonds zu 21 Prozent auf die Branche Industrie.

Platz 10: Oddo Sustainability Fund (ISIN DE0007045437 / WKN 704543)
Beim europäische Aktienfonds Oddo Sustainability Fund hätten sich die einbezahlten 12.000 Euro binnen zehn Jahren auf 18.584 Euro vermehrt. Das Fondsmanagement verfolge einen ökologisch-nachhaltigen Ansatz und investiere zu über 26 Prozent in Finanztitel. Zu den größten Positionen würden etwa die ING-Gruppe oder der Versicherer Swiss Life zählen. (Ausgabe vom 15.08.2017) (16.08.2017/fc/a/f)


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