Den Haag (www.fondscheck.de) - Mit der erstmalig seit 2010 weltweit synchron verlaufenden wirtschaftlichen Erholung befinden sich Aktien unserer Meinung nach in einer optimalen Phase, so Jeroen Bos, Head of Equities bei NN Investment Partners (NN IP), im Kommentar zum European Sustainable Equity Fonds (ISIN LU0991964320 / WKN A117HD).
Sie sei gekennzeichnet durch robuste gesamtwirtschaftliche Daten sowohl in den Industriestaaten als auch Schwellenländern und ein qualitativ hochwertiges Gewinnwachstum, das durch Umsatzwachstum und Margenausweitung vorangetrieben werde. Die Gewinndynamik sei in allen Regionen positiv. Außerdem sei die Dynamik bei den Mittelzuflüssen in Aktien positiv und die Anlegerstimmung sei nicht übermütig. Zu guter Letzt sei das Vertrauen in den Unternehmen stark, was durch jüngste Aktivitäten wie Fusionen, Übernahmen und Börsengänge illustriert werde.
Bei den meisten Indikatoren schneide Europa, und vor allem die Eurozone, besser ab als andere Regionen der Welt. 2017 sei das Jahr des Durchbruchs für die Profitabilität der Unternehmen in Europa und markiere das Ende eines langen Profitrückgangs in der Region. Das Gewinnwachstum in Europa liege aktuell mit einem erwarteten Anstieg von 19 Prozent deutlich vor den USA (13 Prozent). Darüber hinaus liege das Wachstum klar über dem historischen Durchschnitt, sei von guter Qualität und werde getragen von zahlreichen Sektoren mit positiven Gewinnrevisionen. Angesichts der robusten Leitindikatoren in Europa dürfte diese Dynamik erst einmal andauern.
Die meisten europäischen Aktienstrategien von NN Investment Partners hätten sich in den vergangen zwölf Monaten - und auch seit Auflegung - besser entwickelt als die entsprechenden Indices. Das gelte auch für den European Sustainable Equity Fonds. Über den Zeitraum von einem Jahr bis Mitte Juni 2017 habe der Fonds nach Gebühren um 16,3 Prozent zugelegt (MSCI Europe: 15,8 Prozent), über drei Jahre liege die annualisierte Wertsteigerung des Fonds bei 9,5 Prozent (MSCI Europe: 6,8 Prozent).
Vergangenes Jahr seien die Märkte stark von politischen Ereignissen beeinflusst worden. Dieses Jahr habe sich der Fokus zurück auf die Fundamentaldaten verlagert, und die Aktienkurse würden von den Unternehmensgewinnen und den Ausblicken bestimmt. Das sei ein günstiges Umfeld für die Einzeltitelauswahl auf Basis intensiver Unternehmensanalysen. Im ersten Quartal habe die Gewinnsaison in Europa insgesamt die bereits hohen Erwartungen übertroffen - ein wichtiger Renditetreiber für viele Titel im Portfolio des NN Sustainable Equity Fonds. Die Strategie konzentriere sich auf Qualitätsunternehmen als wichtigste Alphaquelle. Die Experten von NN IP sind überzeugt, dass der Grad an Nachhaltigkeit einer Unternehmensleitung und eines Geschäftsmodells ein wichtiger Indikator für die Qualität eines Unternehmens ist. Aus finanzieller Sicht bedeute der Fokus auf Qualität eine Präferenz für Unternehmen mit erwiesenem Gewinnwachstum in der Vergangenheit, überdurchschnittlicher Rentabilität und robusten Bilanzen. Die Experten würden Qualitätsunternehmen mit attraktiven Bewertungen und Momentum suchen.
Die Vorteile des Investmentansatzes des NN Sustainable Equity Fonds würden jedoch über Finanzkennzahlen hinausgehen. Durch die Auswahl von Unternehmen mit nachhaltigeren Geschäftsmodellen sei die CO2-Bilanz der Strategie deutlich besser als im MSCI Europe Index, gemessen an Scope 1, 2 und 3 CO2-Emissionen pro Million Euro Umsatz. Als Scope 1 würden direkte Treibhausgas-Emissionen bezeichnet und würden als Emissionen aus Quellen gelten, die im Besitz oder in der Kontrolle des Unternehmens stünden. Scope 2 nenne indirekte Treibhausgas-Emissionen aus dem Verbrauch angekaufter Energiequellen, die dem Unternehmen vorgelagert erzeugt würden. Scope 3 seien Emissionen infolge der Betriebsvorgänge eines Unternehmens, die nicht im unmittelbaren Besitz oder in der unmittelbaren Kontrolle des Unternehmens stünden.
Die Experten von NN IP bevorzugen Segmente, in denen Innovationen Wachstum erzeugen und strukturelle Veränderungen auf Branchenebene und in der Wirtschaft auslösen. Das führe zu Übergewichtungen in den Branchen IT-Software & Dienstleistungen, Online-Einzelhandel, Spezialchemie und Gesundheit. Bei Basiskonsumgütern seien die Experten in Unternehmen engagiert, bei denen Fusionen und Übernahmen sowie Restrukturierungen einen Mehrwert auslösen könnten. Im Gegensatz dazu haben die Experten von NN IP nur eine geringe Ausrichtung auf weniger nachhaltige Sektoren mit verminderten langfristigen Wachstumsaussichten. Daher seien sie im traditionellen Energiesektor untergewichtet. (26.06.2017/fc/a/f)
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