London (www.fondscheck.de) - Das Jahresende ist die Zeit der Auguren, so die Experten von M&G Investments im Kommentar zum M&G Dynamic Allocation Fund (ISIN GB00B56H1S45 / WKN A0YEMC) und M&G Prudent Allocation Fund (ISIN GB00BV8BTV53 / WKN A14PWC).
Was bringe 2016? Doch nicht jeden würden die Spekulationen über die Zukunft überzeugen. "Manchmal hilft ein Blick zurück allerdings mehr als ein Blick nach vorne", meine Juan Nevado, Manager des M&G Dynamic Allocation Fund und des M&G Prudent Allocation Fund.
Der Blick zurück auf das Jahr 2015 offenbare eine aufregende Zeit: Ukrainekrise, Diskussion über Brexit und Grexit, Konjunkturabkühlung in China, terroristische Anschläge und politische Konflikte
Die Liste lasse sich beliebig fortsetzen. "Die Zukunft lässt sich nicht vorhersagen", folgere Nevado, "weil es immer wieder Ereignisse gibt, die man einfach nicht antizipieren kann." Stattdessen werfe er lieber einen Blick auf die Gegenwart.
Dazu trage auch bei, dass die Notenbanken der Welt sich in unterschiedliche Richtungen bewegen würden, so Nevado: "Die FED will die Zinsen behutsam anheben, doch die Notenbanken in Europa, Japan und China setzen weiterhin auf eine expansive Geldpolitik." Anleger würden deshalb verunsichert auf jedes Wort von Vertretern der großen Notenbanken achten. Wer sich davon jedoch nicht einschüchtern lasse, könne in diesem Szenario attraktive Chancen nutzen.
2015 sei auch das Jahr des billigen Öls gewesen. Der Preisverfall habe in etwa die Wirkung einer herzhaften Steuersenkung, sage Nevado, aber die Wirkung komme erst mit Verzögerung an den Märkten an: "Wir erwarten, dass das gigantische Konjunkturprogramm namens billiges Öl jetzt anfängt, seine Wirkung zu zeigen. Wir sehen an den Verbraucherindikatoren, dass die Auswirkungen im Westen seit kurzer Zeit spürbar sind, und diese Entwicklung dürfte sich weiter verfestigen."
Wenn also die Weltwirtschaft sich insgesamt zufriedenstellend entwickele, wie könne dann der einzelne Anleger daran teilhaben? Nevado stufe Aktien als derzeit attraktivste Anlageklasse ein und weise in diesem Zusammenhang auf die immer noch beträchtliche Aktienrisikoprämie hin. "Die Aktienmärkte sind nicht mehr so billig wie noch vor zwei Jahren, aber immer noch wird eine Risikoprämie eingepreist, weil Anleihen weiterhin teuer sind. Diese Verzerrung gegenüber den Fundamentaldaten machen Aktien auch heute noch zu einem interessanten Investment." - Allerdings nicht jede beliebige Aktie, wie Nevado betone: "Wir sehen gute Ertragsaussichten bei Japanischen Aktien und bei US-Banken. Einige Schwellenmarktaktien scheinen ebenfalls attraktiv bewertet, doch engagieren wir uns hier aufgrund der echten Fundamentalrisiken zurückhaltender."
Schließlich gehe Nevado von steigenden Anleiherenditen aus: "Angst um die globale Wirtschaft hat in den letzten Jahren die Renditen traditioneller Anleihen auf ein niedriges, nicht zu rechtfertigendes Tief gedrückt. Wir denken, dass die Staatsanleihen klassischer Industriestaaten, insbesondere am kurzen Ende, im Allgemeinen überbewertet sind, doch sehen wir am langen Ende der US-Kurve ein gewisses Wertpotenzial." Zwar sei es schwer, den Zeitpunkt der Trendwende vorherzusagen, weil die Renditen schon lange auf extremen Tiefstwerten verharren würden, dennoch erwarte er für 2016 wieder steigende Renditen und halte nach Anlagegelegenheiten Ausschau. (26.11.2015/fc/a/f)
© 1998 - 2026, fondscheck.de