Berlin (www.fondscheck.de) - Nach dem Einbruch an den chinesischen Börsen bieten sich Anlegern attraktive Einstiegsmöglichkeiten - besonders was in Hong Kong gelistete Aktien betrifft. Das ist die Ansicht von Michael Lai, Fondsmanager des GAM Star China Equity (ISIN IE00B1W3WR42 / WKN A0MW0K, USD (ACC); ISIN IE00B1W3X261 / WKN A0MXHS, C EUR ACC; ISIN IE00B1W3WK72 / WKN A0MXHW, EUR (ACC)), so die Experten von GAM.
"Zwar dominiert der jüngste Börsencrash derzeit die Schlagzeilen, dennoch sollten Investoren zwei Tatsachen nicht vergessen: Erstens, dass China das Reformtempo weiter erhöht, was sich langfristig positiv auswirken wird, und zweitens, dass nicht der gesamte Markt für chinesische Aktien von staatlichen Eingriffen beeinflusst wird", sage Lai.
Für China insgesamt bleibe Lai weiter optimistisch: "Gerade nach dem Crash dürfen wir das Gesamtbild nicht aus den Augen verlieren. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind mehr positive Nachrichten aus China gekommen als zu irgendeinem Zeitpunkt in den vergangenen 25 Jahren."
Chinas Wirtschaft wachse jährlich zwischen sechs und sieben Prozent, was insbesondere im Vergleich mit anderen Regionen immer noch außergewöhnlich sei. Die Reformagenda der Regierung setze sich fort und fokussiere sich auf Kapitalmarktreformen, die Liberalisierung der Finanzmärkte und die Stärkung der Binnennachfrage. Diese positiven Nachrichten seien nach Meinung des Fondsmanagers aufgrund der Ereignisse der letzten Wochen wenig beachtet worden: "China hat die Angewohnheit, immer zwei Schritte vor und einen zurück zu gehen; die Intervention am A-Aktienmarkt war nun leider ein besonders großer Schritt zurück."
Der Aktienmarkt in Hong Kong habe ebenfalls unter den Zwangsverkäufen von Anlegern, die auf Kredit investiert hätten, gelitten. Der dortige Markt sei allerdings viel transparenter und nicht von staatlichen Eingriffen betroffen. Daher fokussiere sich Lai derzeit auf diese Titel. "Wir haben so gut wie alle Positionen in A-Aktien abgestoßen, und die Schwäche in Hong Kong für Zukäufe genutzt. Der dortige Markt war bereits vor der Korrektur günstig bewertet und ist nun noch günstiger geworden", erkläre Lai. (03.08.2015/fc/a/f)
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