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24.06.15 14:06
GAM Star India Equity-Fonds: Anleger unterschätzen Potenzial des Reformprozesses in Indien - Fondsanalyse

Berlin (www.fondscheck.de) - Mit dem von der Regierung Modi eingeleiteten Reformprozess steht Indien in den kommenden Jahren vor einem langanhaltenden Wirtschaftsaufschwung. Zu dieser Einschätzung kommt Madhav Bhatkuly, Fondsmanager des GAM Star India Equity (ISIN IE00BTFRMY61 / WKN A14NQU) bei GAM.

"Die Voraussetzungen dafür könnten besser kaum sein, denn nach langer Zeit kommen gleich eine ganze Reihe von positiven Faktoren zusammen", sage er. Die Reformpläne seien zwar sehr ambitioniert, würden aber von breiten Teilen seiner Wählerschaft getragen. "Dieser Reformprozess darf aber nicht unterschätzt werden, schafft er doch die Voraussetzungen, mehr internationale Firmen anzuziehen und den Unternehmergeist in seiner gut ausgebildeten Bevölkerung zu fördern", so Bhatkuly.

"Die Briten haben die Bürokratie eingeführt, die Inder haben sie perfektioniert", so ein bekanntes Sprichwort in Indien. Laut Bhatkuly packe Modi mit seiner Reformagenda das Problem der überbordenden Bürokratie endlich aktiv an, mit dem Ziel, wirtschaftliches Handeln zu stimulieren. Heute brauche es sehr gute Nerven und viel Ausdauer, um bürokratische Hindernisse zu überwinden und Geschäfte in Indien zu tätigen. Eine kürzlich publizierte Studie über unternehmerfreundliche Rahmenbedingungen in verschiedenen Ländern zeige, dass in dieser Hinsicht noch viel zu tun bleibe: Von den insgesamt 189 bewerteten Nationen belege Indien nur Rang 142. Zu Modi's Reformen gehöre auch die Verschlankung und Beschleunigung der Genehmigungsprozesse bei Industrieneubauten. Heute seien dafür über 70 Bewilligungen nötig, deren Beschaffung gut und gerne drei Jahre verschlingen würden. Und auch das komplizierte Steuersystem, das unter anderem aus einer Vielzahl von regionalen Steuern bestehe, solle vereinheitlich und einfacher werden.

Aber nicht alleine aufgrund der Reformbemühungen seien die wirtschaftlichen Aussichten in Indien laut Bhatkuly so gut wie lange nicht mehr. "Die indischen Unternehmen stehen am Anfang eines Ertragszyklus", prognostiziere der Fondsmanager: "Die Unternehmensgewinne liegen auf dem niedrigsten Niveau seit 2003 und es gibt deutliche Anzeichen für einen Turnaround." Dazu habe die Notenbank die Inflation erfolgreich in den Griff bekommen, was ihr Spielraum für zukünftige Zinssenkungen eröffne. Außerdem sei Indien - unter allen Emerging Markets - die ölintensivste Volkswirtschaft. Die gesunkenen Kosten für Ölimporte würden die Leistungsbilanz Indiens entlasten und damit die Aussichten für den Außenwert der Rupie verbessern. "Das Zusammentreffen all dieser Faktoren macht Indien - unabhängig von der Entwicklung anderer Schwellenländern - zu einem langfristig äußerst attraktiven Investment", so Bhatkuly. (24.06.2015/fc/a/f)


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