München (www.fondscheck.de) - Die Experten von "Euro fondsxpress" empfehlen den Aberdeen World Equity A2-Fonds (ISIN LU0094547139 / WKN 989897, USD) als Anlagetipp der Woche.
Bruce Stout sei seit 2001 bei Aberdeen Asset Management. Damals habe Aberdeen Murray Johnstone akquiriert, bei denen Stout tätig gewesen sei. Er habe Ökonomie an der Universität von Strathclyde studiert. Er manage bei den Schotten etwa den Aberdeen Global Equity Fund.
Obwohl für Bruce Stout als Hardcore-Stock-Picker makroökonomische Entwicklungen keinerlei Rolle spielen würden, mache sich der Schotte natürlich trotzdem Gedanken über die schöne neue Welt des ewigen Gelddruckens. Dabei nehme er kein Blatt vor den Mund und nenne das Vorgehen der Noten Banken "ökonomischen Vandalismus". Als überzeugter Schotte habe er für die Auswirkungen wie etwa negative Realzinsen keinerlei Verständnis. "In Schottland nennen wir so etwas Diebstahl", sage er in seiner trockenen Art.
Auch die hohen Kurse vieler Aktien würden keinen Anklang bei ihm finden. "Die Argumentation, dass Aktien so teuer sein können, weil die Zinsen so niedrig sind, ist meiner Meinung nach Unsinn. Nur weil eine Anlageklasse überbewertet ist, rechtfertigt dies kaum, dass es die andere auch ist", gebe Stout zu bedenken. Denn für ihn liege stets im Einkauf der Gewinn. Dabei setze er jedoch nicht auf Schnäppchen oder Valuetitel. "Wir bei Aberdeen sehen uns vielmehr als Growthinvestoren."
Seinen Anlagestil bezeichne Stout als Growth at Scottish Prices (GASP). Das heiße: "Wir konzentrieren uns ausschließlich auf die Unternehmen und ihre Gewinnchancen. Die können wir nur einschätzen, wenn wir ihre Geschäftsmodelle verstehen. Die Unternehmen müssen zudem unseren Qualitätsansprüchen genügen sowie die Manager eine glaubhafte Wachstumsstrategie verfolgen. Und der Preis muss stimmen", sage Stout. Daher falle es ihm derzeit schwer, interessante Titel zu finden.
Unter den Top-Ten-Werten des Fonds würden sich unter anderem CVS Health Corporation, Roche und Novartis finden. "Solchen Gesundheitsunternehmen ist es gelungen, durch Innovation und dem Einstieg in neue Märkte ihre Gewinne zu steigern, obwohl die Preise für ihre Medikamente jedes Jahr sinken", sage Stout.
Jedoch müssten laut dem Schotten die Unternehmen nicht unbedingt innovativ sein, um langfristig tolle Gewinne abzuwerfen. Als Beispiel nenne er British American Tobacco. "Das Unternehmen erfindet nichts Neues, hat sich aber in den vergangenen Jahren vervielfacht", sage Stout. Zudem zahle es seit Jahren hohe und verlässliche Dividenden.
Stout habe nur rund 49 Titel im Fonds und er möge mittelgroße Unternehmen mit etwa 40 bis 50 Milliarden Marktkapitalisierung. "Wenn sie wachsen, werden sie in der Regel besser und kompetitiver." Bei Marktführern wie Microsoft sei dies anders. "Wachstumssprünge sind hier nicht zu erwarten und große Unternehmen sind oft zu komplex", sage Stout.
Wer einen Fonds suche, der in solide, günstig bewerte Titel investiere, fahre mit dem Aberdeen-Fonds gut. Jedoch finde er sich daher in den Ranglisten selten ganz oben.
Für die Experten von "Euro fondsxpress" ist der Aberdeen World Equity A2-Fonds ein Anlagetipp der Woche. (Ausgabe 23 vom 05.06.2015) (08.06.2015/fc/a/f)
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