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12.03.15 08:58
Europafonds von Henderson im Aufschwung - Fondsanalyse

München (www.fondscheck.de) - Wer derzeit einen europäischen Aktienfonds von Henderson Global Investors kauft, kann offenbar nichts falsch machen, so die Experten der Euro Advisor Services GmbH.

Alle sechs Henderson-Produkte für diese Region bewerte Euro Advisor Services mit FondsNote 1 oder 2. Das liege nicht zuletzt an John Bennett, den die Fondsredakteure von Euro, Euro fondsxpress und Euro am Sonntag im Januar 2014 zum Fondsmanager des Jahres gekürt hätten. Den Henderson Gartmore Continental European (ISIN LU0201071890 / WKN A0DLKB) von Bennett würden sie beispielsweise mit Note 1 bewerten, den Henderson Gartmore Pan European (ISIN LU0201075453 / WKN A0DNE8) und Henderson Pan European Alpha (ISIN LU0264597450 / WKN A0LA5Y) jeweils mit Note 2.

Auch der Henderson Pan European Equity (ISIN LU0209157733 / WKN A0DPTY) von Tim Stevenson überzeuge mit Note 2. Und der Henderson Euroland (ISIN LU0011889846 / WKN 989226) von Nick Sheridan sei nun auf Note 1 hochgestuft worden. Die aktuelle Börsenphase spiele den Henderson-Fondsmanagern unisono in die Hände könnte man meinen. Doch dieser Anschein täusche. Bennett orientiere sich antizyklisch anhand von Sektoren, Stevenson investiere in stabil wachsende Qualitätsaktien und Sheridan kaufe hochwertige Value-Aktien, die er quantitativ auswähle. Entscheidend sind also die jeweiligen Stockpicking-Fähigkeiten der Fondsmanager, so unterschiedlich sie auch geartet sein mögen, so die Experten der Euro Advisor Services GmbH.

Bei Indexfonds seien die Qualitäten eines Fondsmanagers nicht gefragt. Doch stimme ihre Strategie, könnten Indexfonds auf lange Sicht ebenfalls sehr erfolgreich sein - was zwischenzeitlich schwächere Phasen nicht ausschließe. So hätten sich etliche Dividenden-ETFs in den vergangenen Jahren sehr schwer getan. Die jüngste Hausse der Dividenden-Aktien habe sie jedoch beflügelt. Deshalb hätten die Experten die beiden Europe Select Dividend 30 ETFs von iShares (ISIN DE0002635299 / WKN 263529) und und Lyxor (ISIN FR0010378604 / WKN LYX0BB) nun auf FondsNote 2 hochgestuft. Beide ETFs würden den gleichen Index abbilden, ihre Erträge ausschütten und je rund 0,30 Prozent pro Jahr kosten. Dennoch würden sie sich unterscheiden. Während der iShares-ETF alle 30 Aktien des Index kaufe, bilde der Lyxor-ETF den Index mithilfe der Swap-Methode ab.

Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (ISIN DE000A0M8HD2 / WKN A0M8HD) sei vor allem bei Privatanlegern populär. Schließlich habe Fondsmanager Frank Fischer das schwierige Börsenjahr 2011 im Plus und nicht im Minus beendet. Ein Kunststück, das damals nur wenigen aktienlastigen Fonds gelungen sei. Die defensive Strategie von Fischer erweise sich bei steigenden Kursen jedoch als Nachteil. Seit einiger Zeit halte der Fondsmanager nur rund 50 Prozent in Aktien, während ihm andere europäische Nebenwertefonds mit 100 Prozent Aktienquote enteilen würden. Daher hätten die Experten den Fonds nun auf Note 4 herabgestuft. Wer den vorsichtigen Value-Stil von Fischer schätze, könne aber investiert bleiben. Auch die Experten würden den Fonds im defensiven Fondsmusterdepot lassen.

Auf Anhieb Note 1 habe der Mischfonds Acatis Datini Valueflex (ISIN DE000A0RKXJ4 / WKN A0RKXJ) von Hendrik Leber erreicht. Der Acatis-Chef wende seine Value-Philosophie dort auf alle Anlageklassen an und könne die Aktienquote zwischen null und 100 Prozent variieren. Sein Ziel dabei: Möglichst hohe Erträge erzielen, auch wenn der Werterhalt an vorderer Stelle stehe - "jedoch mehr aus der Sicht eines umsichtigen Unternehmers als eines ängstlichen Bürokraten." (Ausgabe März 2015) (12.03.2015/fc/a/f)


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