Frankfurt (www.fondscheck.de) - Ein Plus von knapp 8 Prozent beim DAX auf Vierwochensicht mit zwischenzeitlich volatilen Bewegungen am Markt haben Spezialisten zufolge für ordentliche Umsätze im Fonds-Handel gesorgt, so die Deutsche Börse AG.
"Dabei sind die Auslöser unverändert", beobachtee Anja Deisenroth-Boström von der Baader Bank. Die Nachrichtenlage rund um Ebola spiele eine ebenso große Rolle wie die Aktivitäten der Terrorgruppe "Islamistischer Staat" und das fehlende Wachstum in Europa. Fonds-Investoren hätten sich zudem auf den Jahreswechsel vorbereitet. "Häufig stehen in dieser Zeit Umschichtungen und Depot-Bereinigungen auf der Agenda."
"Ein spürbarer Faktor im Fondshandel ist die Geldpolitik der Zentralbanken", ergänze Frank Wöllnitz von der ICF Bank. Anleger hätten auf die Öffnung der Geldschleusen in Japan ebenso reagiert wie auf Draghis wiederholte Beteuerungen, alles zu tun, um die Kreditvergabe für die europäische Wirtschaft zu beleben.
In Anbetracht einer fehlenden Grundrichtung hätten Fonds-Investoren einmal mehr gemischte Portfolios bevorzugt. Getreu dem Credo "je breiter gestreut desto besser" sei etwa der Flossbach von Storch Multiple Opportunities (ISIN LU0323578657 / WKN A0M430) nahezu ausschließlich gekauft worden, wie Wöllnitz registriere. Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (ISIN DE000A0M8HD2 / WKN A0M8HD) belege beinahe schon traditionell einen vorderen Rang in der Umsatzstatistik. "Hier verbuchen wir ebenfalls fast nur Zuflüsse." Als dritter und vierter im Bunde seien der Carmignac Patrimoine (ISIN FR0010135103 / WKN A0DPW0) und der Kapital Plus (ISIN DE0008476250 / WKN 847625) meist in den Anlegerdepots gelandet.
Auf beiden Seiten gespielt würden die beliebten Max Otte Vermögensbildungsfonds (ISIN DE000A1J3AM3 / WKN A1J3AM) und DWS Top Dividende (ISIN DE0009848119 / WKN 984811). Ersterer setze schwerpunktmäßig auf europäische und US-amerikanische Aktien und mische sowohl Anleihen als auch Rohstoff-Fonds je nach Markteinschätzung des Fondsmanagers bei.
Unterdessen würden sich Anleger in Summe von ihren Aktieninvestments mit europäischer Ausrichtung trennen, wie Deisenroth-Boström feststelle. Abgestoßen würden beispielsweise der Industria (ISIN DE0008475021 / WKN 847502) und der Fidelity Funds European Growth (ISIN LU0048578792 / WKN 973270). Mit einem leichten Zufluss führe die Baader Bank Portfolios mit hiesigen Blue Chips. Beispielsweise kämen der Deutsche Invest I German Equities (ISIN LU0740822977 / WKN DWS1AA) und der DWS Aktienstrategie Deutschland (ISIN DE0009769869 / WKN 976986) gut an.
Auf wenig Gegenliebe würden bei den Kunden der Baader Bank Portfolios mit asiatischen Werten stoßen. Tendenziell abgestoßen würden der DWS Top Asien (ISIN DE0009769760 / WKN 976976), der DNB Asian Small Cup (ISIN LU0067059799 / WKN 986071) und die US-Dollar-Version des Baring Hong Kong China Fund (ISIN IE0000829238 / WKN 972840). Zuspruch gebe es per Saldo für den ebenfalls in US-Dollar geführten Aberdeen Global Asian Smaller Companies Fund (ISIN LU0231459107 / WKN A0HMM3).
Fonds mit Aktien der Branchen Biotechnologie und Gesundheit würden bei der ICF nach wie vor gut laufen. "Mit dem Anstieg der Viren-Epidemien wie Ebola und die Vogelgrippe rechnen Anleger mit vielversprechenden Entwicklungen in diesen Bereichen", vermute Wöllnitz. Nahezu durchweg Käufe gebe es für den DWS Biotech (ISIN DE0009769976 / WKN 976997), der in Aktien von Biotechnologieunternehmen mit dem geografischen Schwerpunkt USA unter Beimischung ausgewählter Werte aus der Pharma- und Medizintechnik investiere. Anleger hätten zudem auf den Candriam Biotechnology (ISIN LU0108459040 / WKN 939838) mit seinem Fokus auf internationale Unternehmen aus der Bio- und Gentechnologie gesetzt. (19.11.2014/fc/a/f)
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