Boston (www.fondscheck.de) - Nach mehreren Jahren düsterer Wirtschaftsnachrichten in Europa gibt es jetzt vorsichtige Anzeichen für eine Verbesserung des Geschäftsklimas, des Einzelhandels und der BIP-Daten, so die Experten von Baring Asset Management im Kommentar zum Baring Europe Select Trust (ISIN GB0000796242 / WKN 973145).
Außerdem trete die Eurozone aus einer technischen Rezession heraus, die über sechs aufeinanderfolgende Quartale angehalten habe. Darüber hinaus gebe es durch die Wiederwahl Angela Merkels zur Bundeskanzlerin einen Unsicherheitsfaktor weniger, was die Sorgen über die deutsche Politik mit Blick auf den Euro mildere. Europäische Aktienmärkte hätten sich im vergangenen Jahr gut entwickelt und beispielsweise Smaller Company Indices hätten in den letzten zwölf Monaten um 35,8% in Pfund Sterling zulegen können, da Anleger nun einen optimistischeren Ansatz verfolgen würden.
Den Grundstein dafür habe eine im August 2012 gehaltene Rede des Europäischen Zentralbankpräsidenten, Mario Draghi, gelegt, in der er erklärt habe, dass er tun würde, "was auch immer nötig sei", um den Euro zu retten. Diese Aussage habe Anlegern versichert, dass es in letzter Instanz einen Käufer für Staatsanleihen der Eurozone geben würde, was die Bedenken um die Zukunftsfähigkeit von südeuropäischen Regierungen gemindert habe.
Infolgedessen hätten sich Anleger noch eingehender mit den Entwicklungen in der Eurozone beschäftigt und obwohl Sparhaushalte und die Schuldenkrise Europa strapaziert hätten (insbesondere die südeuropäischen Peripherieländer), hätten wichtige Reformen durchgesetzt werden können. Mittlerweile seien erste Anzeichen dafür zu erkennen, dass die Volkswirtschaften das Schlimmste überstanden hätten.
Im Baring Europe Select Trust würden sich die Experten darauf konzentrieren, attraktive Anlagechancen in kleineren und mittelgroßen Unternehmen in Kontinentaleuropa aufzuspüren. In diesem wenig analysierten Bereich sei es ihr Ziel, solche Firmen ausfindig zu machen, die trotz des schwierigen Umfelds erfolgreich seien.
Der Bottom-Up-Fokus der Experten auf europäische Smaller Companies bedeute, dass ihre Sorge hauptsächlich der Leistung des einzelnen Unternehmens gelte. Anders gesagt, würden gesamtwirtschaftliche Faktoren ihre Ansicht formen, sie seien aber nicht der einzige Treiber für Anlageentscheidungen.
Als Ergebnis des Bottom-Up-Ansatzes der Experten halte der Trust derzeit umfangreiche Allokationen in Unternehmen der Schweiz, der Niederlande und in französischen Firmen. Zwar sei die wirtschaftliche Lage in Frankreich und in den Niederlanden weiterhin schwach, jedoch könnten holländische Unternehmen wie Aalberts, ein Spezialist für Industriemaschinen, eine lange internationale Erfolgsbilanz aufweisen und in Frankreich würden derzeit einige weltweit führende Gesellschaften auf ihrem Gebiet, wie Call-Center-Betreiber Teleperformance, zu attraktiven Bewertungen gehandelt.
Durch die relative Stabilität der Binnenwirtschaft in der Schweiz und das Potenzial des Landes zur Ankurbelung der Exportchancen, das von dem leichten Einbruch des Schweizer Franken gegenüber anderen wichtigen Währungen herrühre, hätten die Experten Anlageziele in verschiedenen Sektoren wie Chemie, Versicherungen und Produktionstechnik ausfindig machen können.
Zusammengefasst habe es in den vergangenen Jahren nicht viele positive Schlagzeilen in Bezug auf Europa gegeben, was verständlicherweise einige Anleger von Investitionen in der Region abgehalten habe.
Das Ziel der Experten sei es, gute Unternehmen auf dem Kontinent zu finden, die attraktiv bewertet und in der Lage dazu seien, Wachstumschancen in ihren jeweiligen Nischenbereichen zu nutzen. Eine Erholung der europäischen Wirtschaft, wie man sie nach Meinung der Experten jetzt allmählich sehe, könnte in Anbetracht des derzeitigen Bewertungsniveaus einen Rahmen für weitere Kursgewinne bei europäischen Aktien bieten. (11.10.2013/fc/a/f)
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