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NEWS - ETF
www.fondscheck.de
05.03.13 17:09
ETF-Handel: "Käufertage"

Frankfurt (www.fondscheck.de) - "Seeehr viel zu tun", fasst Bernardus Roelofs das Geschehen am ETF-Markt zusammen, so die Deutsche Börse AG.

Der Händler beim niederländischen Market Maker Flow Traders berichte von einem Käufermarkt im Verhältnis 54 zu 46 Prozent. Thematisch hätten neben der Wahl in Italien überraschend starke Zahlen vom US-Immobilienmarkt bewegt.

Auch bei Jörg Sengfelder, DekaBank, und Andreas Bartels, Commerzbank seien die Orderbücher voll. Bartels zähle über 15.000 Trades im betrachten Zeitraum, das sei etwa 50 Prozent über dem langfristigen Durchschnitt, die Käufer würden mit 57 Prozent deutlich überwiegen.

Ein einheitlicher Trend lasse sich bei Trackers beobachten, die an die großen Indices gekoppelt seien, sie seien im betrachten Zeitraum ausgeglichen gehandelt worden. Sengfelder konkretisiere die Marktströme: "Anfang vergangener Woche haben Anleger das Risiko aus ihren Depots rausgenommen, dann sind sie wieder in den Markt reingegangen. Am Preisniveau hat sich unterm Strich nicht viel verändert."

Vom Emittenten ETFlab seien die an DAX gekoppelten Fonds sowohl in der Preis- als auch in der Performance-Variante gekauft worden (ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01, ISIN DE000ETFL029 / WKN ETFL02). Bei letzterem würden die Dividendenzahlungen nicht in die Indexentwicklung einfließen. Aber auch eine Dividendenspezialität sei gesucht, der ETFlab DAXplus® Maximum Dividend (ISIN DE000ETFL235 / WKN ETFL23). Der zugrunde liegende Index enthalte die 20 deutschen Aktien, die innerhalb der laufenden Periode die höchste Dividendenrendite vorweisen würden. Hierbei werde auf effektive Dividendenankündigungen und Dividendenschätzungen zurückgegriffen.

Bartels ergänze, dass mit ShortDAX-ETFs rege kurzfristige Marktbewegungen "gespielt" worden seien, Anleger hätten flexibel Handelspositionen auf- und abgebaut.

Vergleichsweise hoch seien auch die Umsätze in ETFs mit Schweizer Aktien. Sengfelders Kunden würden an den SMI gekoppelte Fonds abgeben, bei Roelofs stünden sie dagegen auf den Kauflisten.

Sehr breit gestreute Aktiennachfrage würden Anleger Sengfelder zufolge zeigen, indem sie Fondsanteile kaufen würden, die am MSCI World partizipieren würden (ISIN DE000A0HGZR1 / WKN A0HGZR).

Uneinheitlich sei der Trend in Indexpapieren mit Unternehmen aus Schwellenländern. Wie Bartels berichtet, würden diese über alle Emittenten hinweg verkauft. Anders bei Flow Traders, in deren Oderbüchern Anteile am MSCI Emerging Markets-ETF von iShares (ISIN DE000A0HGZT7 / WKN A0HGZT) und am MSCI Indonesia (ISIN LU0476289623 / WKN DBX0EU) von der Deutschen Bank verkauft würden.

In Bundes- wie anderen europäischen Staatsanleihen dominiere dagegen eine Richtung: Raus damit aus den Depots. Vor allem von Indexfonds, die solche Renten längerer Laufzeiten enthalten würden, hätten sich Anleger getrennt, wie Bartels berichte. Indices mit Unternehmensanleihen würden dagegen nachgefragt, wie z.B. der Markit iBoxx EURO Corporate Bond von iShares (ISIN DE0002511243 / WKN 251124). Den Hang zum Risiko bestätige auch der geringe Anteil, den Geldmarkt-Papiere am Handelsvolumen hätten.

Bei den Sektor-ETFs scheinen derzeit Roh- und Grundstoffunternehmen gefragt, so die Deutsche Börse AG. Bei Bartels würden sie überwiegend gekauft. Sengfelder berichte zudem von Nachfrage nach Öl- und Gaswerten (ISIN IE00B5MTWH09 / WKN A0RPSB) und Versorgern (ISIN DE000A0Q4R02 / WKN A0Q4R0).

Eindeutig dominiere Verkäuferstimmung den Handel mit Banken-ETFs. Alle Händler würden von Abgaben berichten - auch von Portfolioanteilen mit Aktien der Finanzdienstleister. (05.03.2013/fc/a/e)


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