Wien (www.fondscheck.de) - Das neue Kapitel, das Ungarn am Sonntag mit der Zweidrittelmehrheit von Peter Magyar (TISZA) bei der Parlamentswahl aufgeschlagen hat, bringt nicht nur große Erleichterung für die EU und die NATO, sondern sorgt auch an den Kapitalmärkten für gute Stimmung, so Ronald Schneider, Leiter "Anleihen, CEE & Global Emerging Markets" bei Raiffeisen Capital Management im Kommentar zum Raiffeisen-Osteuropa-Rent (ISIN AT0000740659 / WKN 591727).
Ungarische Aktien, Anleihen und insbesondere die Währung hätten sich im Zuge der Nachrichtenlage und in Erwartung einer kooperativeren Ausrichtung nach Europa stark entwickelt. Während vor der Wahl noch große Unsicherheit geherrscht habe, lege der Forint zuletzt eine beeindruckende Rallye hin und zähle aktuell zu den stärksten Währungen gegenüber dem Euro.
Voraussetzung für die Auszahlung der Mittel werde aber sein, dass Ungarn die Bedingungen in Bezug auf Rechtsstaatlichkeit und Governance erfülle. Sollte Ungarn die EU-Mittel erhalten, würde das nicht nur dem, auch im Zuge der Wahl von der FIDESZ-Partei stark strapazierten, Haushaltsdefizit helfen, sondern mit Sicherheit die mittelfristigen Wachstumsaussichten Ungarns verbessern. Das Haushaltsdefizit habe 2025 4,6% betragen. Für dieses Jahr und 2027 würden 5% erwartet. Inflationsdruck sei da, aber nicht übertrieben hoch. Auch Spekulationen darüber, dass Ungarn nun den Euro einführen könnte, würden wieder lauter.
Raiffeisen Capital Management sei anleihenseitig - im Raiffeisen-Osteuropa-Rent - neutral positioniert, weil schon vieles vor der Wahl vorweggenommen worden sei. Die Spreads seien stark rückläufig, die Renditen deutlich gesunken. (13.04.2026/fc/a/f)
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