Zürich (aktiencheck.de AG) - Geringfügige Veränderungen der Wachstumsprognosen des schweizerischen Staatssekretariats für Wirtschaft sorgten in den Medien für große Schlagzeilen, so die Experten von Swiss Life.
Es scheine, dass die hohen Energiepreise und die Lage an den Finanzmärkten die Aufnahmebereitschaft des Publikums für schlechtere Nachrichten erhöht habe. Die Experten würden bei ihrer Annahme bleiben, dass sich die Wachstumsdynamik verglichen mit den Vorjahren weiter verlangsamen werde, würden aber die erfreulichen Fakten wie der hohe Bestellungseingang in der Industrie und den Stand der Reservationen in der Hotellerie nicht übersehen. Bei den aktuell hohen Energie- und Nahrungsmittelpreisen sei jedoch größere Vorsicht in der Veranschlagung der persönlichen Konsumausgaben angezeigt. Das Bild werde zusätzlich durch den erwarteten Arbeitsplatzabbau im Finanzsektor getrübt. Zudem zeichne sich ab, dass die erwarteten Einkommenssteuersenkungen über die kommenden Jahre bescheidener als ursprünglich diskutiert ausfallen dürften.
Das Bundesamt für Statistik erfasse neuerdings die Preise für Bekleidung und Schuhe in acht, statt wie bisher sechs Monaten. Der neue Erhebungsrhythmus des Landesindex der Konsumentenpreise habe zur Folge, dass der Einfluss der Rabatte während der Ausverkaufssaison geglättet werde. Somit werde der zuletzt immer heftiger gewordene Ausschlag in den Monaten Januar und Juli künftig milder ausfallen. Für dieses Jahr sei nun aber schwierig abzuschätzen, um wie viel die Ausverkaufpreise bereits in die Zahlen zum Juni eingeflossen seien. (Ausgabe August 2008) (08.08.2008/fc/a/m)
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