Munsbach (www.fondscheck.de) - Zweifelsohne befinden wir uns aktuell in einer Phase, in der in kurzer Zeit überdurchschnittlich viel passiert; an einiges werden wir uns in einem Jahr nicht mehr erinnern, so die Experten von ETHENEA im Kommentar zum Ethna-DYNAMISCH (ISIN LU0455734433 / WKN A0YBKY).
Anderes werde im Nachgang als historische Weichenstellung für die kommenden Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, wahrgenommen werden. Das eine vom anderen in der Hektik der Gegenwart zu trennen, sei kaum möglich. Was bleibe, sei eine hohe Verunsicherung. Bei Unternehmern, ebenso bei Politikern, Zentralbankern, Konsumenten und Anlegern.
Zumindest: Es werde nicht langweilig! Mit diesem Satz könnte die tägliche Nachrichtenflut an geopolitischen, innenpolitischen sowie makroökonomischen Themen schöngeredet werden. Doch das Gros der ETHENEA-Kunden habe sich nicht nur wegen des Fokus auf Aktien für ein Investment im Ethna-DYNAMISCH entschieden, sondern auch, um sich ein Stück Langeweile - im positiven Sinn - ins Depot zu legen.
Die Aktienmärkte würden sich derzeit sehr unterschiedlich entwickeln:
• USA: Die hohe Gewichtung amerikanischer Aktien in globalen Indices habe viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt. Besonders große Technologieunternehmen und konjunkturabhängige Werte (Zykliker) hätten weitere Kursrückgänge verzeichnet. Defensive Titel (wie Versorger oder Konsumgüter) hätten hingegen besser abgeschnitten.
• Europa: Hier zeige sich ein anderes Bild - konjunkturabhängige Werte hätten sich weit in den März hinein noch positiv entwickelt, zum Monatsende hin jedoch auch Gewinne abgeben müssen.
Diese Pendelbewegung scheine jedoch langsam ihre Grenzen zu erreichen. Die in unseren Augen wesentlichen Treiber - Bewertungsunterschiede, wirtschaftliches Momentum, Anlegersentiment und -positionierung - scheinen fürs Erste ausgereizt zu sein, so die Experten von ETHENEA. Beeindruckend sei, mit welcher Geschwindigkeit sich diese Anpassungsprozesse teilweise abgespielt hätten.
• Die Aktienquote habe zwischenzeitlich unter 70% gelegen, nachdem die Experten von ETHENEA mehr Positionen reduziert als aufgestockt hätten. Erst mit einem breiteren Abverkauf am Markt Richtung Monatsende habe es wieder etwas mehr Zukäufe im Portfolio gegeben.
• Ein Beispiel für das aktive Management: Die Commerzbank-Aktie habe Ende Februar zu den Top-10-Positionen bei ETHENEA gehört. Nach einem weiteren Kursanstieg von in der Spitze 20% hätten die Experten diese im März komplett veräußert. Gerade noch rechtzeitig, bevor die Aktie wieder zweistellig korrigiert habe.
• Neu ins Portfolio aufgenommen hätten die Experten von ETHENEA Novo Nordisk, Europas größtes Pharmaunternehmen. Nach dem Erfolg des Abnehmmittels Wegovy sei die Aktie lange überbewertet gewesen. Diese Überbewertung habe sich in den zurückliegenden neun Monaten abgebaut - zugegebenermaßen begleitet von leicht unter den Markterwartungen liegenden Studienergebnissen. Doch mittelfristig seien die Experten sehr zuversichtlich, dass Novo Nordisk seine starke Marktstellung in einem dynamisch wachsenden Markt beibehalten könne und als neue Kernposition viel Freude im Portfolio bereiten werde.
Abseits der Aktien habe es auch an den Renten- und Währungsmärkten signifikante Ausschläge gegeben.
• US-Staatsanleihen hätten sich kontinuierlich in einem Spannungsfeld zwischen Inflations- und Rezessionsängsten bewegt. Auch hier hätten die Experten von ETHENEA antizyklisch agiert und zwischenzeitlich die 10%-Position in langlaufenden Staatsanleihen halbiert, um sie später zu attraktiveren Renditen wieder leicht auszubauen.
• Beim US-Dollar (USD) hätten die Experten von ETHENEA ähnlich agiert. Sie hätten ihr Engagement zunächst von 20% auf 10% reduziert und es später wieder zurück auf die Ausgangsposition erhöht. Allein durch diese kleine Aktion hätten sie binnen weniger Tage dem Fonds einen Wertrückgang von 40 Basispunkten ersparen können. Mühsam ernähre sich das Eichhörnchen!
Die Verunsicherung unter Anlegern sei bereits hoch und in weiten Teilen des Marktes eingepreist. Vieles habe sich bislang insbesondere unter der Oberfläche abgespielt und zahlreiche Chancen eröffnet, um das Fondportfolio fortlaufend anzupassen - sowohl bei der Allokation als auch bei der Titelselektion.
Die Experten von ETHENEA würden davon ausgehen, dass die Unsicherheit vorerst anhalten werde. Ihr konzentriertes Aktienportfolio bleibe dabei der Fels in der Brandung. Ob die Netto-Aktienquote in einem Monat auf vergleichbaren, höheren oder niedrigeren Niveaus liegen werde, müsse sich zeigen. Stand heute scheine alles möglich zu sein in diesem Umfeld. (Ausgabe vom 31.03.2025) (07.04.2025/fc/a/f)
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