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17.07.23 12:00
Scope-Fondsratings: Starmanager verliert Bestnote - Fondsnews

Wien (www.fondscheck.de) - Die Analysten der Agentur Scope haben bei der monatlichen Überprüfung ihrer Fondsratings wieder zahlreiche Noten angepasst, so die Experten von "FONDS professionell".

Bei den Herabstufungen habe es auch das milliardenschwere Portfolio eines prominenten Fondsmanagers erwischt.

Rund 6.700 Fonds hätten die Analysten von Scope in den vergangenen Wochen wieder überprüft, bei 293 habe sich das Rating verbessert, bei 289 habe es sich verschlechtert. Wie die Berliner Fondsratingagentur mitteile, sei unter den Herabstufungen auch der fast neun Milliarden Euro schwere Fundsmith Equity (ISIN LU0690374615 / WKN A1JVFT), der von Terry Smith gelenkt werde. Der Fonds trage nun statt der Bestnote "A" das eine Stufe schlechtere "B". Wobei in der Scope-Notenskala, die von "A" bis "E" reiche, "A" und "B" als Top-Rating gelten würden. Ein Blick in die Rating-Historie der vergangenen fünf Jahre zeige zudem, dass der Fundsmith-Fonds bis Ende 2022 ununterbrochen die Bestnote gehalten habe, seither sei er mehrere Male zwischen "A" und "B" hin und her gewechselt.

"Der seit 2010 von Manager Terry Smith verwaltete Fonds verfolgt einen langfristig orientierten Ansatz, der nach Unternehmen mit hoher Qualität und Wachstum sucht", sage Scope-Analystin Barbara Claus. Das Portfolio sei mit zuletzt nur 26 Titeln sehr konzentriert. Die meisten dieser Unternehmen finde Smith derzeit im Konsumgütersektor, der mit 35 Prozent ein hohes Gewicht aufweise. "Insgesamt hat sich der Anlagestil des Managers bislang ausgezahlt, doch verlor der Fonds im Zuge der Stilrotation im Jahr 2022 an Boden gegenüber den Wettbewerbern in der Peergroup Aktien Welt", erläutere Claus.

Der Technologiesektor habe lediglich einen Anteil von zehn Prozent am Portfolio, weshalb der Fonds auch nicht überproportional von der Erholung dieses Sektors habe profitieren können. Der Abstand zum Schnitt der Mitbewerber sei deshalb etwas geschrumpft, so die Analystin: Über fünf und drei Jahre habe der Fundsmith-Fonds laut Scope ein Plus von 9,8 respektive 9,1 Prozent per annum gebracht, die Konkurrenz sei im selben Zeitraum auf 6,5 respektive 8,8 Prozent jährlich gekommen. "Die Risikokennzahlen fielen dabei besser aus als der Peergroup-Durchschnitt", halte Claus fest.

Die zehn größten Fonds mit einem Downgrade im Juli seien unter dem folgenden Link zu finden.

Nach einer langen Durststrecke, bei der es in den vergangenen fünf Jahren bis auf "E" hinabgegangen sei, habe der mehr als zwei Milliarden Euro schwere Eastspring Investments-Japan Dynamic (ISIN LU1118707725 / WKN A14ZYJ) nun mit "B" wieder ein Top-Rating erhalten. "Insbesondere die exzellente Wertentwicklung seit 2021 war für das Upgrade verantwortlich", erläutere Scope-Expertin Claus. Fondsmanager Ivailo Dikov verfolge einen ausgeprägten Value-Ansatz, der zu einem konzentrierten Portfolio mit zuletzt 38 Titeln führe. Durch signifikante Beimischung von Mid Caps liege die Marktkapitalisierung etwas unterhalb des Peergroup-Durchschnitts.

Die Wertentwicklung über fünf und drei Jahre falle mit 5,8 beziehungsweise 17,5 Prozent per annum gegenüber dem Peergroup-Durchschnitt von 3,0 und 5,3 Prozent jährlich sehr überzeugend aus, so die Analystin. Allerdings seien die Risikokennzahlen vergleichsweise hoch: Über fünf Jahre lägen Volatilität und maximaler Verlust laut Scope mit 18,1 und 27,9 Prozent deutlich höher als in der Peergroup mit 14,2 und 16,5 Prozent.

Die zehn größten Fonds mit einem Upgrade im Juli seien unter dem folgenden Link zu finden. (17.07.2023/fc/n/s)



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