Zürich (aktiencheck.de AG) - Nun lässt auch der britische Arbeitsmarkt Anzeichen einer Abkühlung erkennen, so die Experten von Swiss Life.
Im zweiten Quartal sei ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu beobachten gewesen, derweil sich die Abschwächung des Lohnwachstums im privaten Sektor weiter fortgesetzt habe. Die Prognose der Experten zum durchschnittlichen Wachstum im laufenden Jahr liege leicht über jener des Konsensus, im Gegensatz zur Konkurrenz hätten die Experten allerdings bereits die erstaunlich starken Einzelhandelsumsätze für den Mai in ihre Prognose einbauen können.
Den deutlichen Unterschied zur Konsensusprognose für 2008 würden die Experten mit einem stärkeren Basiseffekt aus den Annahmen zum laufenden Jahr und mit ihrer Einschätzung erklären, dass die Befürchtungen einer deutlich restriktiver werdenden Geldpolitik übertrieben seien. In seiner öffentlichen Erklärung zu der über die Zielvorgabe gekletterten Teuerungsrate habe der Gouverneur der Zentralbank klar gemacht, dass über die kommenden Monate keine Serie von Zinserhöhungen zur Dämpfung der Teuerung in Betracht gezogen werde.
Die Überraschung in den Zahlen zur Jahresteuerung im Mai habe weniger in der Tatsache gelegen, dass mit 3,3% das Inflationsziel für die Bank von England deutlich überschritten worden sei, sondern vielmehr darin, dass auch die Preise für die Kategorie Wohnen stark gestiegen seien. Dahinter scheine eine Marketingstrategie der Fachgeschäfte zu stecken, welche schon 2007 die Preise vor der Ausverkaufsperiode heraufgesetzt hätten, nur um die Rabatte im folgenden Monat umso attraktiver aussehen zu lassen. (Ausgabe Juli 2008) (08.07.2008/fc/a/m)
© 1998 - 2026, fondscheck.de