Zürich (aktiencheck.de AG) - Über die vergangenen Wochen haben sich die UK-Fundamentaldaten in großer Zahl weiter verschlechtert, so die Experten von Swiss Life.
Von besonderer Bedeutung scheine den Experten, dass auch die Arbeitsmarktdaten erste Schwächezeichen erkennen lassen würden. Es sei offensichtlich, dass fallende Hauspreise und die mangelnde Bereitschaft der Geschäftsbanken zur Weitergabe der Zinssenkungen an die Hauseigentümer nun Wirkung auf die übrigen Sektoren ausübe.
Nach Ansicht der Experten sei die britische Volkswirtschaft derzeit in der schlechtesten Verfassung. Im laufenden Quartal dürfte die Konjunktur stagniert haben. Eine spürbare Beschleunigung werde erst wieder in der zweiten Jahreshälfte 2009 zu beobachten sein. Voraussetzung dafür sei, dass sich die Spanne zwischen dem offiziellen Leitzins und dem Durchschnittssatz auf Neuhypotheken in den kommenden Monaten normalisiere. Erst dann könnten die geldpolitischen Maßnahmen der Bank of England ihre stimulierenden Impulse entfalten.
Die Jahresteuerung komme im Mai auf 3,1% zu liegen, was einer Verfehlung der Zielvorgabe für die Zentralbank gleichkomme. Zur Erklärung der Gründe und seiner Maßnahmen, um die Teuerung wieder in den Zielbereich zu führen, werde der Vorsteher der Bank of England einen öffentlichen Brief zuhanden des Schatzkanzlers verfassen müssen. Die Situation werde zusätzlich verschärft durch einen erneuten Anstieg der Gebühren für Elektrizität und Gas um rund 20%, welcher sich im August im Teuerungsindex niederschlagen werde. (Ausgabe Juni 2008) (10.06.2008/fc/a/m)
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