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14.09.22 08:30
Apus Capital Marathon Fonds: 08/2022-Bericht, Wertrückgang von 5,4% - Fondsanalyse

Hamburg (www.fondscheck.de) - Das Ziel der Anlagepolitik des Apus Capital Marathon Fonds (ISIN DE000A2DR1W1 / WKN A2DR1W) ist es, im Rahmen einer aktiven Strategie langfristig einen attraktiven Wertzuwachs zu erwirtschaften, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Fonds werde aktiv gemanagt und orientiere sich nicht an einem Vergleichsmaßstab. Die Aktienauswahl erfolge diskretionär anhand der nachfolgend beschriebenen Strategie: Anlageschwerpunkt des Fonds würden nationale und internationale Aktien mit attraktivem Rendite-Risiko-Profil bilden. Die Titelselektion erfolge über einen substanzorientierten Investmentprozess. Derivate Instrumente und Techniken könnten sowohl zu Absicherungs- als auch zu Investitionszwecken eingesetzt werden. Der Fonds könne in bestimmten Marktphasen auch Liquidität halten. Attraktive Unternehmensanleihen könnten beigemischt werden.

Der Monat August sei vom Börsenumfeld her zweigeteilt gewesen. Der positive Schwung aus dem Monat Juli habe sich zunächst noch fortgesetzt und in der ersten Augusthälfte für ein allgemein freundliches Marktumfeld gesorgt. Unterstützung habe es von der Makrodatenseite nicht zuletzt dank einem robusten US-Arbeitsmarktbericht gegeben. Wenige Tage später hätten die Markte von schwacher als gedacht ausfallenden Inflationsdaten profitiert. Entsprechend habe der DAX zur Monatsmitte ein Niveau erreicht, das er zuletzt Anfang Juni gesehen habe. Kurz danach hätten sich die meisten globalen Aktienmarkte in eine deutliche Korrekturphase bewegt, die ihren Kulminationspunkt nach der vorsichtigen Rede des FED-Vorsitzenden Powell in Jackson Hole erreicht habe. Neben den Themen Zinsen und Inflation hätten zunehmende Konjunktursorgen, hohe Energiepreise und die anhaltenden Probleme in den globalen Lieferketten belastet.

Mit einem Minus von 4,8% habe der DAX den schlechtesten August seit dem Jahr 2015 verzeichnet. Auch nahezu alle anderen Aktienindices hätten im Berichtsmonat ausgeprägte Kursverluste verbucht: Sowohl national (MDAX: -7,8%, TecDAX: -6,5%, SDAX: -7,4%) als auch international (DJ STOXX 50: -5,2%, S&P 500: -4,2%, NASDAQ: -4,6%). Bemerkenswerterweise hätten sich die Aktienindices vieler Emerging Markets hingegen teilweise deutlich positiv entwickelt. So würden der Bovespa-Index in Brasilien wie auch der indische Nifty positive Monatsergebnisse von 6,2% beziehungsweise 3,7% ausweisen.

Im Berichtsmonat habe der APUS Capital Marathon Fonds 5,4% verloren. Damit habe sich der Fonds nur leicht schwacher als der DAX, aber spürbar besser als die Indices für kleine und mittlere Unternehmen entwickelt. Bezogen auf das Gesamtjahr weise der Fonds weiter einen Performancerückstand auf, was auf eine deutliche Kurskorrektur bei stabil wachsenden Unternehmen - auf die sich der Fonds fokussiere - zum Jahresanfang zurückzuführen sei. Seit Auflage im Oktober 2017 weise der Fonds mit +24,8% aber unverändert eine deutliche Outperformance gegenüber allen relevanten europäischen Vergleichsindices aus, die häufig in diesem Zeitraum ein negatives Ergebnis erzielt hätten.

Positiv zum Monatsergebnis beigetragen hätten insbesondere Siegfried und Nordic Waterproofing, während adesso und Sanofi die Performance belastet hätten.

Nennenswerte Zukaufe hätten die Experten von Aramea Asset Management in Gamma Communications, GFT und Detection Technology getätigt. Hingegen hätten sie ihre Positionen in Össur reduziert. Die Barmittel hätten Ende August 15,2% vom Fondsvolumen betragen.

Aktuell sei das Thema Energieversorgung das alles überlagernde Thema, während die Zentralbanken weiterhin die richtige Balance zwischen Inflationsbekämpfung und Konjunktursorgen finden müssten. Angesichts des schwierigen Umfelds hätten sich viele börsennotierte Unternehmen bisher besser als befürchtet geschlagen. Während sich die Angebotsseite langsam zu normalisieren scheine, sei die entscheidende Frage, wie stark die steigenden Energiekosten die Gewinne belasten würden und wie deutlich sich die schrumpfenden privaten Einkommen auf die Nachfrage, insbesondere den Konsum in Europa auswirken würden.

Unsere Hoffnung, wonach wir die Jahrestiefs im Juni gesehen haben könnten, dürfte in den kommenden Wochen vermutlich auf die Probe gestellt werden, so die Experten von Aramea Asset Management. Generell dürfte die Volatilität an den Aktienmärkten hoch bleiben. Längerfristig würden die Experten von Aramea Asset Management aber optimistisch bleiben. Jede Krise eröffne an den Aktienmärkten interessante Investmentchancen. Nicht nur, dass solche Phasen das Tempo von technologischen Neuerungen erhöhen würden, auch würden sich die Kurse vieler innovativer Unternehmen deutlich nach unten entwickeln. Dies sei insbesondere bei vielen kontinuierlich wachsenden Gesellschaften im bisherigen Jahresverlauf der Fall gewesen. Vor diesem Hintergrund würden die Experten von Aramea Asset Management die hohe Liquidität nutzen, um schrittweise Zukäufe in bestehenden und neuen Investments vorzunehmen. (Stand vom 31.08.2022) (14.09.2022/fc/a/f)



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