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01.09.22 14:35
Bellevue Medtech & Services Fonds: Medtech-&-Services-Sektor wird seinem Ruf gerecht

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Die Sektorrotation in Value-Aktien scheint deutlich an Kraft zu verlieren und das Interesse an wachstumsstarken, innovativen, nichtzyklischen Aktien zu steigen. Das bringt Medtech-&-Services-Unternehmen (zurück) auf den Radar der Investoren, so Marcel Fritsch, Portfoliomanager des Bellevue Medtech & Services Fonds (ISIN LU0415391431 / WKN A0RP23, B EUR ACC) bei der Bellevue Asset Management AG.

Die absehbare Zinsstabilisierung wirke sich positiv auf die Aktienmärkte aus, welche erste Anzeichen einer Erholung zeigen würden. Ende Juli hätten die globalen Aktienmärkte (MSCI World Net +11.0%) deutlich im positiven Bereich geschlossen und auch der EURO STOXX 50 (+7.5%) sowie der deutsche Leitindex DAX (+5.5%) hätten sich etwas von den starken Kursrückschlägen der Vormonate erholt. In diesem Umfeld habe sich auch der Medizintechnik- und Gesundheitsdienstleistungssektor gut behaupten können. Der Sektor gemessen am MSCI World Healthcare Equipment & Supplies habe eine Performance von 9.3% aufgewiesen und den breiten Gesundheitsmarkt MSCI World Healthcare Net (+6.2%) deutlich übertreffen können.

Die aktuelle Berichterstattung der Zweitquartalsergebnisse stimme die Experten ebenfalls positiv. Boston Scientific, Stryker, Danaher oder Thermo Fisher, aber auch US-Krankenversicherer wie Molina oder Centene hätten über den Erwartungen liegende Ergebnisse ausgewiesen und seien entsprechend mit steigenden Kursen belohnt worden. Aber auch Unternehmen, die die Erwartungen nicht ganz hätten erfüllen können, wie Align, Intuitive Surgical oder Edwards Lifesciences, hätten eine positive Kursentwicklung verzeichnet. Dies sei ein weiterer Indikator, dass die Investoren dank der besseren Informationslage den Risikoabschlag deutlich reduziert hätten, was die leicht tieferen Aussichten für das Gesamtjahr 2022 überkompensiert habe.

Die große Verunsicherung der Anleger in Bezug auf eine Erholung der Behandlungszahlen nach der letzten Coronawelle sei verhaltenem Optimismus gewichen. Obwohl auch der Medizintechniksektor nicht komplett immun gegen Rezession, Inflation und Zinsveränderungen sei, hätten die Kommentare der Unternehmen doch gezeigt, dass der Medizintechnik- und Gesundheitsdienstleistungssektor seinen Nimbus als sicherer Hafen in schwierigen Zeiten nicht verloren habe.

Der Rückblick auf die letzte große Rezessionsphase 2008/09 zeige, dass die große Mehrheit der Medtechunternehmen damals ein Umsatz- und Gewinnwachstum gezeigt habe. Seitdem habe die Branche weiter an Reife gewonnen und ihren Charakter als einer der defensivsten Sektoren gefestigt. Die Medizintechnik zeichne sich durch überdurchschnittliches Gewinnwachstum bei gleichzeitig niedriger Schwankungsanfälligkeit aus. Diese Stärken seien gerade in einem Marktumfeld besonders attraktiv, in dem die Investoren hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Gesamtwirtschaft unsicher seien.

Die Experten würden den weiteren Ausblick für das Börsenjahr 2022 im Bereich Medtech & Services als attraktiv erachten. In den wichtigsten Absatzmärkten des Sektors (Nordamerika, Europa und Japan) seien Infektionen und Hospitalisierungen durch die Omikron-Variante rasch und signifikant zurückgegangen. Die Experten würden glauben, dass die breite Immunität eine signifikante Erholung der elektiven Eingriffe im Jahr 2022 und 2023 ermöglichen werde.

Das Risiko-Rendite-Profil des Sektors werde von vielen Investoren als vorteilhaft angesehen. Unabhängig von einer Normalisierung der Corona- und geopolitischen Situation würden langfristige Wachstumsfaktoren, wie die steigende Lebenserwartung und die hohe Innovationskraft, den Medtech-&-Services-Sektor im Vergleich zur Gesamtwirtschaft schneller wachsen und die Gewinne überdurchschnittlich ansteigen lassen. So liege das langfristig durchschnittliche Gewinnwachstum je Aktie im MSCI Medtech & Services bei 12% und damit doppelt so hoch wie bei allen im MSCI World Index enthaltenen Unternehmen.

Höhere Material- und Logistikkosten seien real, dürften aber von den gut geführten Unternehmen kompensiert werden. Zudem würden die Experten Zulassungen und Markteinführungen vieler relevanter Produkte für Diabetes und strukturelle Herzkrankheiten erwarten.

Die Bewertungsbasis des Sektors sei moderat und biete nicht nur Chancen für Investoren. Die Experten würden auch verstärkte Übernahmeaktivitäten erwarten, da die Bewertungsmultiples vieler aufstrebender Wachstumsunternehmen deutlich zurückgegangen seien.

Der Bellevue Medtech & Services Fonds investiere in den gesamten Gesundheitsmarkt ohne die Medikamentenhersteller. Einer der Gründe für den nachhaltigen Erfolg der Anlagestrategie sei, dass der Medtech-&-Services Sektor zu den defensivsten Gesundheitssektoren mit zugleich nachhaltigem Outperformance-Potenzial gehöre. Verbunden mit einem zusätzlichen Wachstumsschub, der durch die während der Coronakrise aufgeschobenen Behandlungen ermöglicht werde, ergebe sich daraus ein attraktiver Einstiegszeitpunkt für die Investoren. (01.09.2022/fc/a/f)


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