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14.12.21 15:00
VV-Fonds: Wie gut globale gegenüber regionalen Ansätzen abschneiden - Fondsnews

Wien (www.fondscheck.de) - Die meisten vermögensverwaltenden Fonds legen weltweit an, so die Experten von "FONDS professionell".

Manche Mischfondsmanager würden sich aber auf regionale Investments fokussieren. Sei eine solche Eingrenzung von Vorteil - oder eher hinderlich?

Viele Manager vermögensverwaltender Fonds (VV-Fonds) würden sich weltweit nach Anlagemöglichkeiten umschauen. Andere würden sich auf bestimmte Regionen wie Europa oder die Schwellenländer konzentrieren, um mit lokaler Expertise das Vermögen ihrer Kunden zu wahren und zu mehren. Doch welcher Ansatz verspreche mehr Erfolg? Ein globaler, da hier die Portfoliolenker viele verschiedene Renditequellen anzapfen könnten? Oder berge ein Fokus auf Regionen Vorzüge, da die Manager mit besonderer Expertise punkten könnten?

Um diese Frage zu beantworten, habe "FONDS professionell" das auf VV-Fonds spezialisierte Researchhaus MMD Analyse & Advisory, die Ratinggesellschaft Scope sowie den zur London-Stock-Exchange-Gruppe gehörenden Anbieter Refinitiv mit seiner Lipper-Datenbank um Kennzahlen gebeten. Die daraus extrahierten Grafiken seien unter dem folgenden Link zu finden.

Bei Mischfonds würden viele Argumente für eine weltweite Ausrichtung sprechen. Immerhin habe sich der US-Aktienmarkt über die vergangenen Jahre mit Amazon, Alphabet, Facebook & Co. stark gezeigt. Auch bei Anleihen seien außerhalb der Eurozone höhere Renditen zu holen gewesen. Doch spiegele sich das auch in der Entwicklung von VV-Fonds wider?

Der erste Blick richte sich auf die quantitativen Sterne-Bewertungen, die das Analysehaus MMD für VV-Fonds vergebe. Konkret sei der Anteil der Topratings mit vier und fünf Sternen betrachtet worden. Für global agierende VV-Fonds beziffere sich der Anteil der beiden Spitzengruppen zusammen auf rund 40 Prozent. Darauf würden Portfolios mit Euroland-Fokus folgen. Über fünf Jahre gesehen summiere sich hier der Anteil der Top-Platzierten sogar auf fast 50 Prozent.

Der nächste Blick richte sich auf die generelle Verteilung der Mischfonds nach Regionen. Was die MMD-Sterneratings bereits angedeutet hätten, würden die Lipper-Daten bestätigen: Die überwiegende Mehrheit der Multi-Asset-Manager wähle einen globalen Ansatz. Zudem sei ein Rückgang der regionalen Ansätze zu beobachten.

Die Verteilung des verwalteten Vermögens zwischen regionalen und globalen Strategien hingegen sei weitgehend stabil geblieben. Der Volumenanteil regionaler Mischfonds am Gesamtvermögen habe sich 2010 auf rund 13 Prozent beziffert, sei bis 2014 auf mehr als 17 Prozent gestiegen und bis 2021 wieder auf rund 14 Prozent gesunken.

Vor diesem Hintergrund gehe der Blick zuletzt auf die Renditen, die die globalen Mischfonds im Vergleich zu denen mit Europa-Fokus erwirtschaftet hätten. Die Performancedaten von Scope würden zum Teil bestätigen, was die Sterne-Ratings von MMD angedeutet hätten: Zumindest über drei Jahre lägen die global agierenden Manager durchweg vorn, aber…

…über fünf Jahre gesehen schrumpfe der Abstand wieder. Andere regionale Ausrichtungen, wie etwa auf Schwellenländer, würden übrigens keine große Rolle spielen. Nur sehr wenige Fonds würden solche Nischen besetzen. (14.12.2021/fc/n/s)



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