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02.06.21 12:00
DWS Invest SDG Global Equities LD-Fonds: 04/2021-Bericht, 0,84% an Wert gewonnen - Fondsanalyse
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Aktienfonds DWS Invest SDG Global Equities LD (ISIN LU1891311430 / WKN DWS2Y8) investiert in Unternehmen, die einen positiven Beitrag zur Erreichung mindestens eines der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (Sustainable Development Goals, sog. SDG) leisten, so die Experten von DWS.

Im Gesamtportfolio des Fonds werde angestrebt, dass durchschnittlich 50% der Unternehmenserträge zur Erreichung der 17 Ziele beitragen würden. Alle im Fonds enthaltenen Unternehmen würden zusätzlich die definierten ESG - Standards der DWS erfüllen.

Im April hätten die globalen Aktienmärkte erneut deutlich an Wert gewinnen können. Nach wie vor sei die Nachrichtenlage von dem Fortschritt bei den Impfungen gegen Covid-19 geprägt gewesen. Auch wenn es weiterhin zu regionalen Einschränkungen aus Sorge um die Verbreitung von Virus-Mutationen komme, wie beispielsweise in Indien, so beflügle die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr zur Normalität die globalen Aktienmärkte. Zudem hätten nicht nur wirtschaftliche Frühindikatoren, sondern auch die Verabschiedung des von US-Präsident Biden angekündigten Investitionsprograms für Zuversicht an den Märkten gesorgt.

Während es im April zu neuen Allzeithochs an den globalen Aktienmärkten gekommen sei, so habe besonders der breite US-amerikanische Aktienmarkt an Wert gewinnen können. Während der S&P 500 (in US-Dollar) um 5,2% gestiegen sei, habe auch der wachstumsorientierte NASDAQ nach schwächeren Wertzunahmen in den Vormonaten mit 5,4% im April deutlich zulegen können. Der europäische Aktienmarkt, gemessen am MSCI Europe (in Euro), sei um 1,6% an Wert gestiegen. Der MSCI Emerging Markets habe 2,4% an Wert (in US-Dollar) gewonnen, was besonders von einer Erholung in Lateinamerika getrieben worden sei. Dagegen habe der TOPIX Index (in Yen), der den japanischen Markt repräsentiere, nach der Wertzunahme in den Vormonaten leichte Verluste verzeichnet und sei 2,9% gefallen.

Auf sektoraler Basis habe sich ein sehr gemischtes Bild ergeben. Im April hätten sowohl der Kommunikationssektor als auch der Technologiesektor überproportionale Gewinne erzielt. Außerdem sei die Wertentwicklung bei zyklischen Konsumaktien und Finanzwerten erfreulich gewesen, die von einer wirtschaftlichen Erholung deutlich profitiert hätten. Zudem hätten Basisgrundstoffe überproportional zulegen können, da ihnen steigende Inflationserwartungen zugutekämen. Dagegen sei die Wertentwicklung bei defensiven Sektoren wie nicht-zyklischer Konsum, Versorger und Gesundheit unterdurchschnittlich gewesen. Der Energiesektor habe das Schlusslicht gebildet.

Bei der Konstruktion des Portfolios wurde berücksichtigt, dass wir uns wahrscheinlich eher am Ende, als am Anfang des Konjunkturzyklus befinden, so die Experten von DWS. Spätzyklische Sektoren wie Versorger und Gesundheitswerte seien im Portfolio stärker gewichtet als beispielsweise im MSCI World All Country. Zudem bestehe das Portfolio, gemessen an der Marktkapitalisierung, aus über 60% großen und sehr großen Unternehmen. Diese Unternehmen würden meist über ein regional breit diversifiziertes Produktportfolio und ausreichend Ressourcen verfügen, um auch einen zyklischen Abschwung gut zu überstehen. Grundsätzlich aber liege der Fokus auf Aktien von Firmen mit nachhaltigen, wachstumsorientierten Geschäftsmodellen, soliden Bilanzen, starken Managements und attraktiven Bewertungen. Darüber hinaus werde darauf Wert gelegt, dass diese Unternehmen einen signifikanten Beitrag zu den UN Nachhaltigkeitszielen leisten könnten.

Im April hätten die Experten von DWS unter anderem die Enphase komplett verkauft, das Unternehmen sei ein Spezialist für Solaranlageninverter. Zudem hätten die Experten von DWS auch nach sehr guter Wertentwicklung Gewinne bei Nordex, einem deutschen Windturbinenhersteller, und bei Scatec, einem Entwickler und Betreiber von Wind und Solarparks, realisiert.

Neu im Portfolio befinde sich die Alstom. Das französische Unternehmen konstruiere und fertige Schienenfahrzeuge, wie Straßenbahnen, U-Bahnen, Züge und Lokomotiven sowie Systeme für den Nah- und Fernverkehr sowie Signalsysteme und -ausrüstung. Das Geschäftsmodell von Alstom leiste damit einen potenziellen Beitrag zu nachhaltiger Mobilität und damit zum UN Nachhaltigkeitsziel 13 "Klimaschutz".

Der DWS Invest SDG Global Equities habe im April 0,84% an Wert gewonnen und damit hinter dem MSCI Welt all country (total return, in Euro) gelegen, der im gleichen Zeitraum 2% an Wert gewonnen habe. Ein Teil dieser Differenz sei durch die unterschiedlichen Bewertungszeitpunkte am Monatsbeginn zu erklären. Die relative Wertentwicklung des Fonds sei im Berichtsmonat sowohl durch die Sektorallokation als auch die Einzeltitelselektion beeinflusst worden. Das Untergewicht im Kommunikationssektor sei im April von Nachteil gewesen, allerdings habe dieser durch die Titelauswahl wieder kompensiert werden können. Insbesondere Unternehmen aus dem Subsektor Bildung hätten hier überzeugen können. Auch das Untergewicht sowie die Selektion im Finanzsektor seien von Nachteil gewesen, da traditionelle zinssensitive Banken und Versicherer weniger im Anlagefokus des Fonds stünden.

Die Selektion innerhalb des Industriesektors und des Versorgungssektors habe positiv zur relativen Wertentwicklung beigetragen, doch das Übergewicht der Sektoren sei nicht von Vorteil gewesen. Auch im Gesundheitssektor habe die Titelauswahl positiv zur relativen Wertentwicklung beitragen können. Insbesondere der Fokus auf nordamerikanische Krankenversicherer sei im abgelaufenen Monat vorteilhaft gewesen. Das Untergewicht bei Grundstoffen habe sich nicht bezahlt gemacht, dieser Nachteil habe aber auch hier durch die Selektion mehr aus ausgeglichen werden können. Hingegen seien sowohl das Untergewicht bei Technologieaktien als auch die Titelauswahl im Sektor von Nachteil gewesen. Insbesondere Gewinnmitnahmen bei Solaraktien hätten sich negativ auf die relative Wertentwicklung ausgewirkt. Das Untergewicht sowie die Selektion bei Energiewerten hätten sich im April ausgezahlt.

Trotz Verunsicherungen sowohl über weitere politische Ereignisse und über die Konjunkturlage in den wichtigsten Ländern sei das Gesamtbild weiterhin verhalten konstruktiv. Die Entwicklung der Covid-19-Pandemie werde weiterhin genau beobachtet und könne zu Schwankungen an den globalen Aktienmärkten führen. Durch die im Dezember begonnenen Impfungen bestehe Hoffnung auf ein absehbares Ende der Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen.

Zusätzlich würden sowohl massive geldpolitische als auch fiskalpolitische Maßnahmen die Weltwirtschaft weiterhin unterstützen, was auch den Aktienmärkten zugutekomme. Entscheidend für das globale Wachstum würden die Effektivität der Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus sowie die Dauer dieser Krise sein. Die Hoffnungen auf eine konstruktive Lösung im globalen Handelsstreit hätten sich verbessert. In Europa bleibe die Situation genau zu beobachten, wo neben der Covid-19-Pandemie auch die Auswirkungen des Brexit auf das Wirtschaftswachstum noch unklar seien.

Die Schwellenländer stünden weiterhin vor großen Herausforderungen, sollten jedoch aller Voraussicht nach ein, wenn auch eher mittelfristiger Treiber der Weltkonjunktur bleiben würden. Kurzfristige Schwankungen bei Schwellenländer-Investments würden sicher auch für die Zukunft zu erwarten sein.

Ein anderer Aspekt komme hinzu: Trotz des jüngsten Anstiegs der langfristigen Rendite würden die Zinsen historisch gesehen weiterhin niedrig. Für Anleger auf der Suche nach "Rendite" würden Aktien daher aus Mangel an Anlagealternativen notwendig bleiben und könnten zumindest strategisch die Aktienmärkte weiter unterstützen. Voraussetzung dafür sei eine weiterhin expansive Geldpolitik der Zentralbanken. Entsprechende Zuflüsse zu Aktienfonds oder Änderungen der Vermögensallokation bei Versicherungen und Pensionsfonds seien deswegen weiterhin genau zu beobachten. (Stand vom 30.04.2021) (02.06.2021/fc/a/f)



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