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Analysen - Fonds
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08.04.21 12:00
BKC Treuhand Portfolio-Fonds: Rohstoff-Investments als Gewinner der Energiewende
Bank für Kirche und Caritas

Paderborn (www.fondscheck.de) - Begleitet von wirtschaftlicher Erholung und dem Zinsanstieg seit Ende 2020 ist an den globalen Aktienmärkten eine merkliche Stil-, Branchen- und Themenrotation wahrnehmbar, so Bernhard Matthes, CFA, Bereichsleiter BKC Asset Management, Portfoliomanager des BKC Treuhand Portfolios (ISIN DE000A0YFQ92 / WKN A0YFQ9) bei der Bank für Kirche und Caritas eG (BKC).

Die Technologie-Hausse laufe aus, der Dow Jones könne den NASDAQ 100 seit Jahresbeginn deutlich outperformen, Qualitätsaktien aus den Bereichen defensiver Konsum und Pharma würden zuletzt deutlich hinter Hoch-beta Aktien aus den Segmenten Energie, Grundstoffe und Finanzwerte zurückbleiben.

Zu den "Gewinnern von gestern" hätten unter anderem "Grüne Aktien" gezählt, mit denen Anleger auf den Trend der Energiewende gesetzt hätten. Die Jagd nach grünen Wachstumswerten habe 2020 mit den Ankündigungen diverser "Green Deals" und den Erwartungen kulminiert, dass auch in den USA mit Amtsantritt der Biden-Administration der Weg zur Energiewende beschritten werde.

Die im Zuge der beeindruckenden Rally erreichten Bewertungen würden Fragen aufwerfen, inwieweit Investoren das antizipierte Wachstum nicht bereits "überbezahlen" und eine mögliche Blasenbildung bei "Grünen Aktien" vorliege. Speziell in Subsektoren wie Wind, Solar oder Batterietechnik könnte mit der zurückliegenden spektakulären Kursentwicklung vieler Einzelwerte ein Großteil der im langjährigen Schnitt realistisch zu erwartenden Renditen bereits vereinnahmt sein.

Der politisch gewollte Umbau von Energieerzeugung und Mobilität, begleitet von hohen öffentlichen Investitionen, benötige gigantische Mengen an Metallen. So komme Kupfer beispielsweise eine Schlüsselrolle bei der Elektrifizierung und dem Netzausbau zu. Silber werde nachgefragt in der Herstellung von Solarmodulen und Platin in Wasserstoff-basierten Technologien. Nicht zu vergessen seien die im Vergleich zur konventionellen Verbrennungstechnologie noch immer kürzeren Lebenszyklen der Batterietechnologien. Folglich müssten Nickel, Lithium und andere Metalle in entsprechenden Mengen für die Ersetzung erschöpfter Speichertechnik verfügbar sein.

Vielfach werde daher heute schon von einem bevor stehenden "Rohstoff Superzyklus" gesprochen. Der absehbar hohe Verbrauch von Industriemetallen und seltenen Erden werde den Minenbetreibern einen strukturell hohen Auftragsbestand sichern. Die eigentlichen Gewinner der globalen Energiewende könnten somit in weniger offensichtlichen, aber unverzichtbaren Input-Industrien zu finden sein, vornehmlich im Bereich der Rohstoffe.

Viele Grund- und Rohstoffaktien würden nach ihrer jahrelangen Underperformance derzeit noch eine Sicherheitsmarge und Spielraum für denkbare Bewertungsausweitungen bieten. Als unterinvestierte, ungeliebte und unterbewertete Aktien würden sie die gängigen Anforderungen an ein Value-Investment erfüllen. Der absehbare realwirtschaftliche Nachfrageboom treffe auf eines der wenigen verbliebenden Kapitalmarktsegmente, das auch im "Rausch des billigen Geldes" - der durch die Notenbanken herbeigeführten Überversorgung mit Liquidität - noch als vertretbar bewertet gelten könne.

Unter Aspekten der nachhaltigen Geldanlage erscheinen Rohstoffinvestitionen für einige Anleger grundsätzlich als fragwürdig, so die Analysten der Bank für Kirche und Caritas eG. Daher würden die Analysten in der Selektion entsprechender Unternehmen hochgradig differenziert vorgehen. Auch innerhalb einer an sich als problembehaftet geltenden Branche könnten Unternehmen mit hohen Umwelt- und Sozialstandards identifiziert werden. In ihrem Mischfonds BKC Treuhand Portfolio würden die Analysten solche Unternehmen auswählen, die bereits über längere Zeiträume einen konsistent hohen ESG Track Record demonstriert hätten und zugleich über ein profitables Geschäftsmodell und ansprechende Bewertungseigenschaften verfügen würden. (08.04.2021/fc/a/f)


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