Zürich (aktiencheck.de AG) - Das Wachstum in der Eurozone im vierten Quartal des letzten Jahres um 0,9% überraschte deutlich, berichten die Experten von Swiss Life.
Von den vier größten EWU-Teilnehmerländern habe Frankreich mit immerhin 0,6% die schwächste Wachstumsrate ausgewiesen, wogegen Italien und Deutschland mit 1,1%, respektive 0,9% für einmal kaum noch Wünsche offen gelassen hätten. In Deutschland hätten nicht nur der Export, sondern auch Ausrüstungsinvestitionen und die Endnachfrage der Privathaushalte deutlich zum Wachstum beigetragen.
Deutschlands Teuerungszahlen für den Januar seien angesichts der höheren Mehrwertsteuer mit Spannung erwartet worden. Die Überraschung sei groß gewesen, als ein monatlicher Rückgang um 0,2% vermeldet worden sei. Einzig in den Dienstleistungssektoren wie Restaurants und Hotels sei eindeutig eine Weitergabe der Erhöhung der Mehrwertsteuer um 3% festzustellen gewesen.
Zwar hätten die Experten erwartet, dass der Einzelhandel die höheren Abgaben nur allmählich mit dem Eintreffen neuer Kollektionen an die Kunden weitergeben würde, das Ausmaß der Ausverkäufe im Bereich Bekleidung und Schuhe hätten die Experten jedoch unterschätzt. Besonders ausgeprägt seien diese Saisonalitäten außerdem diesmal in Italien und Spanien gewesen. Die Experten von Swiss Life würden sich daher zu einer deutlichen Korrektur der Prognose für die durchschnittliche Jahresteuerung gezwungen sehen. (Ausgabe März 2007) (06.03.2007/fc/a/m)
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