Frankfurter Investmenthaus übernimmt Schweizer Research-Spezialisten - Fondsnews


17.01.23 15:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Frankfurter Fondsgesellschaft Serafin Asset Management hat das Schweizer Analysehaus Alpora zu Ende Dezember 2022 übernommen, so die Experten von "FONDS professionell".

Die Frankfurter hätten bereits 2021 einen Mehrheitsanteil in Höhe von 70 Prozent an der auf Innovationsthemen spezialisierten Gesellschaft erworben. Die Komplettübernahme sei eigentlich erst für 2025 angepeilt gewesen. Zudem habe das Haus die Einrichtung eines "Innovation-Hubs" bei Serafin AM angekündigt.

Serafin betreibe einen Multi-Asset-Fonds. Das Unternehmen habe sich 2022 zudem an der AMG Fondsverwaltung aus Zug in der Schweiz beteiligt, die sich auf Small und Mid Caps spezialisiert und mehrere Aktienfonds aufgelegt habe. Alpora wiederum lenke den in der Schweiz angesiedelten Alpora Innovation Europa mit 225 Millionen Euro Volumen sowie in Kooperation mit der von Volker Schilling mitbegründeten Freiburger Gesellschaft Greiff Capital den Alpora Global Innovation mit rund vier Millionen Euro Volumen.

Die Vollübernahme von Alpora durch Serafin habe "derzeit keine Auswirkungen auf die Innovationsfonds", habe Silvio Halsig, Mitgründer der Serafin AM, auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE erklärt. "Die Verantwortlichkeiten, Anlagekonzepte und Umsetzungen bleiben unverändert." Das Produktportfolio unterliege in Bezug auf bestehende und mögliche neue Anlageprodukte einer ständigen Überwachung und Optimierung, habe Halsig ergänzt. "Dieser Prozess wird auch nach der Vollübernahme weitergeführt."

Grund für die vorzeitige Komplettübernahme sei unter anderem das Ziel, den Markenauftritt von Serafin zu vereinheitlichen, habe Halsig erläutert. Die Personalstruktur werde nicht nur gehalten, sondern weiter ausgebaut. Der "Innovation-Hub" solle zum Kompetenzzentrum beim Thema Innovation innerhalb der Serafin-Gruppe ausgebaut werden und Einschätzungen zu neuesten Technologie- und Innovationstrends sowie deren Auswirkungen auf den Aktienmarkt liefern. Alpora-Mitgründer Julian Kauffeldt solle den "Innovation-Hub" leiten.

"Die Entscheidung für die hundertprozentige Aneignung ist auch mir als Mitgründer nicht schwergefallen, im Gegenteil: Ein konkreter Vorteil unserer Partnerschaft zeigt sich darin, dass unsere Anlageexpertise einem weitaus breiteren Publikum zugänglich gemacht wird", habe Kauffeldt gesagt. "Gleichzeitig können wir die Unabhängigkeit und den unternehmerischen Geist einer Boutique bewahren."

Serafin AM gehöre zur Serafin-Gruppe, welche von Philipp Haindl mitgegründet worden sei. Die Dachgesellschaft investiere in mittelständische Unternehmen. Haindl entstamme der Haindl-Dynastie, die einst den größten deutschen Papierkonzern mit Sitz in Augsburg besessen habe. Die Familie habe die Fabriken 2001 an den finnischen Konzern UPM Kymmene verkauft. (17.01.2023/fc/n/s)





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