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Globaler ETF-Markt: Gute ETF-Zuflüsse im Dezember trotz herausfordernder Märkte


23.01.23 16:00
Amundi

Paris (www.fondscheck.de) - 2022 flossen europäischen ETFs 82,0 Milliarden Euro Neugeldern zu, so die Experten von Amundi ETF.

Damit sei das vergangene Jahr hinsichtlich der Flows das fünftbeste in der europäischen ETF-Geschichte gewesen. Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre sei der europäische ETF-Markt somit um 17% pro Jahr gewachsen.

Das verwaltete Vermögen belaufe sich per Ende Dezember 2022 auf 1,24 Billionen Euro.

2022 habe für viele Anleger die Suche nach Wegen zur Neupositionierung ihrer Portfolios im Fokus gestanden, da sie sowohl bei Aktien als auch bei Anleihen erhebliche Verluste hätten hinnehmen müssen.

2022 seien vor allem globale und US-Engagements gefragt gewesen, während es aus Europa-Aktien-ETFs deutliche Abflüsse gegeben habe.

Schwellenländer hätten stetige Zuflüsse verzeichnet, wobei China weiterhin ganz oben auf der Agenda der Anleger gestanden habe.

Themen, wie alternative Energien und Cybersicherheit, hätten auch bei ETF-Anlegern an Attraktivität gewonnen, was zu erheblichen Zuflüssen in Themen-ETFs geführt habe.

Für Obligationenanleger sei 2022 ein schwieriges Jahr gewesen. Viele Investoren hätten im Zuge des Marktabschwungs Verluste hinnehmen müssen und daher ihr Risiko-Exposure angepasst.

Im zweiten Quartal hätten Anleger zunächst nach ETFs auf kurzlaufende Anleihen gesucht, um das Durationsrisiko anzupassen. Im Zuge des Straffungszyklus der Zentralbanken habe der Appetit im weiteren Jahresverlauf auf Engagements mit längerer Duration zugenommen.

Staatsanleihen - vor allem in Euro und US-Dollar - und Investment-Grade-Unternehmensanleihen seien die beliebtesten Segmente gewesen.

Bei Schwellenländeranleihen sei es zu erheblichen Abflüssen gekommen, insbesondere bei ETFs auf chinesische Anleihen.

ESG-ETFs hätten 2022 Zuflüsse in Höhe von 52,7 Mrd. Euro verzeichnet.

Gefragt seien vor allem Klima- und breit anlegende ESG-ETFs gewesen.

Der Löwenteil sei in Bond-ESG-ETFs geflossen, die zwei Drittel der gesamten Zuflüsse in Anleihe-ETFs auf sich gezogen hätten (20,8 Milliarden Euro). (23.01.2023/fc/n/a)