Metzler Aktien Europa AR-Fonds: Q1/2021-Bericht, Wertzuwachs von 7,87% - Fondsanalyse


04.05.21 09:00
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Aktien Europa AR-Fonds strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender Ausschüttung an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Bei den für den Fonds erwerbbaren Wertpapieren handle es sich überwiegend (zu mindestens 51%) um Aktien europäischer Emittenten. Daneben sei auch der Erwerb von verzinslichen Wertpapieren, Wandel- und Optionsanleihen, Indexzertifikaten und in Wertpapieren verbrieften Finanzinstrumenten europäischer Emittenten möglich. Mehr als 50% des Fonds würden in Kapitalbeteiligungen im Sinne des § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz (InvStG) angelegt.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter,
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Die Kurse an den europäischen Aktienmärkten hätten sich positiv im ersten Quartal entwickelt. Insbesondere im Februar und März sei es stetig bergauf gegangen. Trotz strenger Covid-19-Maßnahmen hätten die Unternehmen überwiegend solide Zahlen für das vierte Quartal 2020 berichtet und vorsichtig optimistisch auf das laufende Jahr geschaut. Der STOXX Europe 600 habe das Berichtsquartal mit einem Wertzuwachs von 7,87% beendet. Der Fonds habe schlechter abgeschnitten als seine Benchmark.

Besonders positiv hätten sich die Übergewichtung und die Titelauswahl des Fonds im Finanzdienstleistungs- und Bankensektor auf die relative Wertentwicklung ausgewirkt. Das habe ebenso für das Übergewicht bei Immobilienaktien gegolten. Die Titelauswahl bei Automobilwerten sowie im Energiebereich hätten dagegen die relative Performance gedämpft. Die Untergewichtung bei Industriegütern habe ebenfalls negativ auf die relative Wertentwicklung gewirkt.

Zu den Gewinnern auf Einzeltitelebene hätten vor allem Finanztitel (ING +36,8%, BNP +19,8%, Hannover Rück +19,6%) gezählt, die sich deutlich erholt hätten. Sie hätten von einem Zinsanstieg sowie einer steiler werdenden Zinskurve in den USA profitiert. Auch Aktien des Anbieters für alternative Investmentlösungen EQT (34,3%) hätten sich sehr erfreulich entwickelt. EQT erwarte weiterhin eine sehr hohe Nachfrage nach Private-Equity- und Infrastrukturprodukten und berichte von hohen Zuflüssen an Kundengeldern. Der Weltmarktführer für Lithografiemaschinen ASML habe um 29,7% zugelegt. ASML profitiere von der anhaltend starken Nachfrage nach Computer-Chips sowie steigenden Preisen.

Belastet worden sei die Performance von zwei Kernpositionen des Fonds aus dem Bereich erneuerbare Energien: Neste (-23,3%) und Ørsted (-16,9%). Beide Unternehmen hätten unter Gewinnmitnahmen gelitten - Anleger hätten sich von gut gelaufenen Titeln des Vorjahres getrennt, zudem seien Abflüsse aus Qualitätstiteln zu beobachten gewesen. Dem deutschen Marktführer für Außenwerbung Ströer (-14,2%) hätten die Verlängerungen der Lockdowns zu schaffen gemacht, da sich Werbetreibende besonders in diesem Bereich zurückgehalten hätten.

Im ersten Quartal hätten die Experten von Metzler Asset Management das Portfolio nur gezielt angepasst. So hätten sie Titel der französischen Bank Natixis nach dem Übernahmeangebot durch die Muttergesellschaft verkauft. Dafür hätten die Experten am Börsengang des Entwicklers von Logistikimmobilien CTP teilgenommen, der bereits ein führender Anbieter in Osteuropa sei und weiter expandieren möchte. CTP sei relativ günstig bewertet, weise ein sehr erfahrenes Management sowie eine überzeugende Expansionsstrategie auf. (Stand vom 31.03.2021) (04.05.2021/fc/a/f)





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