Lyxor Commodities Refinitiv ETF: Rohstoffe - Das ist der Hammer! ETF-Analyse


10.06.21 11:47
Der Aktionär

Kulmbach (www.fondscheck.de) - Markus Hechler vom Anlegermagazin "Der Aktionär" stellt den Lyxor Commodities Refinitiv/CoreCommodity CRB TR UCITS ETF vor.

Die Volksrepublik China habe zuletzt des Öfteren für die ein oder andere Überraschung am Rohstoffmarkt gesorgt. Doch die Meldung vom Dienstag habe einmal mehr alles in den Schatten gestellt: China wolle künftig die Entwicklung der Rohstoffpreise "kontrollieren", um die gestiegene Inflation zu bekämpfen.

Am gestrigen Mittwoch sei der chinesische Erzeugerpreisindex veröffentlicht worden und der habe es in sich gehabt: Mit einem Anstieg von über neun Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2020 sei das der schnellste Preisanstieg seit der Lehmann-Krise 2008 gewesen und habe damit die bereits ohnehin hohen Markterwartungen übertroffen. Experten würden nun damit rechnen, dass diese Preiserhöhungen mindestens bis zum Jahresende anhalten würden. Die steigenden Rohstoffpreise weltweit würden bereits seit Wochen für Unruhen in den einzelnen Märkten sorgen, da viele Unternehmen von der Heftigkeit der Preisbewegungen überrascht wurden und nicht vorbereitet seien.

Auf die Veröffentlichung der Wirtschaftsdaten sei dann der nächste Hammer gefolgt: China habe mitgeteilt, dass das Land künftig die Preise für Mais, Weizen und Schweinefleisch kontrollieren und stabil halten möchte. Eingriffe von Notenbanken und Staaten in Währungs- und Aktienmärkten seien an sich nichts Ungewöhnliches, ein direkter Eingriff in den Rohstoffmarkt allerdings schon. Das knappe Rohstoffangebot weltweit sei größtenteils eine Folge der Covid-19-Pandemie. Zuerst hätten die weltweiten Lockdowns die Produktionsstätten weltweit zum Erliegen gebracht, jetzt habe ein Wiedererstarken der einzelnen Volkswirtschaften die Nachfrage so stark angekurbelt, dass es zu enormen Lieferengpässen auf den Welthandelsmärkten gekommen sei. Die Folge: Starke Preisanstiege in allen Rohstoffmärkten. Einige Marktteilnehmer würden sogar schon mit dem Beginn eines neuen Rohstoff-Super-Zyklus rechnen, in dessen Verlauf die Rohstoffpreise in noch nie dagewesene Höhen klettern könnten.

Eine Preiskontrolle der Rohstoffpreise sei aktuell kaum möglich. Dazu sei der Markt zu "eng", das bedeute, dass die Anzahl der natürlichen Ressourcen beschränkt sei und nicht einfach mehr produziert werden könne. Auch habe China, laut einer in der letzten Woche von Goldman Sachs veröffentlichten Studie, sein Alleinstellungsmerkmal als größter Verbraucher von Rohstoffen in den letzten Jahren verloren. Bedeute: Aus anderen Teilen der Erde komme zusätzliche Nachfrage, die die Engpässe weiter verschärfe.

Vergleiche man die Performance des Goldman Sachs Rohstoff-Index mit der des S&P 500, so sei zu erkennen, dass in den Rohstoffmärkten eigentlich noch nichts passiert sei. Das mögliche Kurspotenzial sei enorm.

Rohstoffpreise würden sich langfristig nicht kontrollieren lassen. Die gezielte Beeinflussung der Rohstoffpreisentwicklungen habe in der Vergangenheit schon des Öfteren zu Kursverwerfungen geführt und Leerverkäufer aus dem Markt gedrängt. China habe sein Alleinstellungsmerkmal als größter Rohstoffkäufer bereits verloren und die Nachfrage aus anderen Teilen der Erde werde nicht nachlassen. Die Pandemie allerdings werde weiter abflauen. Der Rohstoff-Investor rechne mit weiter steigenden Rohstoffpreisen. (10.06.2021/fc/a/e)






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