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Gerhard Schick warnt vor übermächtigem ETF-Trio - ETF-News


14.04.21 13:46
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der Markt für börsengehandelte Fonds (ETFs) wächst rasant, so die Experten von "FONDS professionell".

Dabei würden sich die drei größten Anbieter, BlackRock, Vanguard und State Street nach wie vor etwa drei Viertel des Marktes aufteilen. Allein auf den BlackRock-Ableger iShares würden 40 Prozent entfallen, so die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Dies rufe Kritiker wie den ehemaligen Gründen-Bundestagsabgeordneten Gerhard Schick und seine Bürgerbewegung Finanzwende auf den Plan.

"Die Macht von Vermögensverwaltern wie BlackRock nimmt besorgniserregend zu, doch die Regulierung hält damit nicht Schritt. Für mich steht BlackRock bezüglich seiner Machtposition auf einer Ebene mit Google, Apple, Facebook und Amazon. Wir müssen die Macht von Blackrock und Co. endlich einhegen", erläutere Schick in einem Positionspapier seines Vereins, der sich für eine nachhaltige Finanzwirtschaft einsetze, und über das die "FAZ" vorab berichtet habe.

Schick bezeichne die Asset Manager zudem als "systemrelevante Schattenbanken", die "noch immer nicht konsequent reguliert" würden, "obwohl sie in der jüngsten Krise mit massiven Zentralbankinterventionen gestützt wurden." Zuletzt verweise die Bewegung auf mögliche Interessenkonflikte durch die Überlappung von Geschäftsfeldern wie aktives und passives Investment sowie die Beratung. Die Finanzwende fordere daher in dem Papier, Asset Manager strikter zu regulieren und Geschäftsbereiche abzuspalten.

Die Fondsbranche hingegen verweise stets darauf, dass sie lediglich Kundengelder treuhänderisch verwalte. Die Portfoliomanager würden das Geld der Kunden investieren - entweder auf Basis eigener Analysen oder nach den Vorgaben eines Index. Da die Fondsgesellschaften praktisch kein eigenes Geld investieren würden, sei keine Parallele zu Banken gegeben. Auch den Vorwurf der laxen Überwachung würden Asset Manager stets zurückweisen. "Wir zählen zu den am strengsten regulierten Branchen", habe etwa BlackRock-Chef Larry Fink anlässlich der Bekanntgabe der Jahreszahlen 2020 gesagt. (14.04.2021/fc/n/e)